Es ist unwahrscheinlich, dass die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank zu einer Zinssenkung führen wird, aber jede zurückhaltende Äußerung des Vorsitzenden Jerome Powell könnte eine Bitcoin-Rallye auslösen, so eine neue Analyse von QCP Capital.
Der Bericht unterstreicht einen bedeutenden wirtschaftlichen Wandel, da sich die USA unter der Trump-Regierung von der “fiskalischen Dominanz” hin zum Defizitabbau bewegen.
Globale Liquiditätsbedingungen könnten nächste Bitcoin-Bewegung antreiben
Die QCP-Analyse deutet darauf hin, dass die Preise von Kryptowährungen historisch gesehen hinter den Veränderungen der globalen Liquiditätsbedingungen zurückbleiben.
Damit besteht die Möglichkeit, dass Bitcoin als Reaktion auf das sich verändernde monetäre Umfeld auf der ganzen Welt “nach dieser Korrektur einen erneuten Anstieg erleben könnte”.
Angesichts einer möglichen Wende der US-Notenbank und neuer Konjunkturspritzen aus Europa und China könnte sich das makroökonomische Umfeld zu Gunsten von Risikoanlagen verschieben.
Die bevorstehende Schlüsselwahl in Deutschland und die Pläne zur fiskalischen Expansion sowie ähnliche Maßnahmen in China haben die Aktienperformance in diesen Regionen im Vergleich zu den Vereinigten Staaten gestärkt.
Diese Divergenz in den wirtschaftspolitischen Ansätzen könnte in den kommenden Monaten die Kapitalströme auf den globalen Märkten beeinflussen.
Der Bericht stellt fest, dass sich die Aufmerksamkeit des Marktes vorübergehend von den Schlagzeilen über die US-Zölle auf geopolitische Entwicklungen, insbesondere im Nahen Osten, verlagert hat.
Diese Änderung des Schwerpunkts hat traditionellen Safe-Haven-Anlagen wie Gold zugute gekommen, die über 3.000 Dollar gestiegen sind, während Bitcoin sich in die entgegengesetzte Richtung bewegt hat.
Marktstimmungsschwankungen schaffen Handelsmöglichkeiten
Die Marktstimmung ist in den letzten Monaten zunehmend volatil geworden und schwankt in bemerkenswert kurzen Zeiträumen zwischen extremer Hausse und extremer Baisse.
Nach Angaben von The Kobeissi Letter hat der S&P 500 seit dem 19. Februar durchschnittlich 600 Milliarden Dollar pro Handelstag bewegt.

Die Kryptomärkte haben einen Stimmungsumschwung erlebt, der in nur sechs Wochen von “extremer Gier” zu “extremer Angst” führte.
Diese Volatilität in der Anlegerpsychologie hat potenzielle Chancen für Händler geschaffen.
Die rasche Verschlechterung der Marktstimmung nach dem Höchststand im Februar war sowohl durch ihre Schwere als auch durch ihre Geschwindigkeit bemerkenswert.
Der Fear & Greed Index erreichte “Extreme Fear” innerhalb von nur 15 Tagen nach dem Höchststand des Marktes – der niedrigste Wert seit dem Bärenmarkt 2022 und der schnellste Rückgang seit dem Pandemie-Crash 2020.
Dies geschah, obwohl sich die Korrektur des S&P 500 auf etwa 10% beschränkte, was der Kobeissi Brief als “eine NORMALE und gesunde Korrektur” bezeichnet.
Die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Marktentwicklung und der Stimmung deutet darauf hin, dass die Anleger auf kurzfristige Bewegungen überreagieren könnten.
Für Kryptowährungsanleger können diese Stimmungsindikatoren wertvolle Erkenntnisse liefern.
Der Kobeissi-Brief stellt fest, dass die Kryptomärkte erst letzte Woche ein “extremes Angstniveau erreicht haben, wie es seit den Tiefstständen von 2022 und 2020 nicht mehr gesehen wurde”, nachdem sie noch vor 2 Monaten “auf dem höchsten Gierniveau der GESCHICHTE” gehandelt wurden.
Fed-Entscheidung könnte für Klarheit sorgen
Die bevorstehende Sitzung der Federal Reserve könnte für Bitcoin und die Märkte insgesamt wichtig sein, da die Anleger Klarheit über den zukünftigen Weg der Geldpolitik suchen.
Während QCP Capital eine sofortige Zinssenkung als “höchst unwahrscheinlich” ansieht, deutet der Bericht darauf hin, dass jegliche dovishen Signale von Powell als Katalysator dienen könnten, der eine Aufwärtsdynamik für Bitcoin auslöst.
Der aktuelle Kontext für die Entscheidungsfindung der Fed hat sich erheblich verschoben. Die USA haben sich von der fiskalischen Dominanz wegbewegt und konzentrieren sich unter der Trump-Regierung stärker auf den Defizitabbau.






