Binance hält jetzt 23% aller Bitcoin, die auf zentralen Börsen verfügbar sind, laut On-Chain-Daten.
Dieser Anteil bringt die Börse in eine führende Position in Bezug auf die Bitcoin-Verwahrung, weit vor ihren Wettbewerbern.
Obwohl die zentralisierten Plattformen weiterhin weit verbreitete Abflüsse verzeichnen, sind die Reserven von Binance angeblich gleich geblieben.
Seit der Marktkorrektur im März 2020 hat Binance seinen Anteil an Bitcoin, der an den Börsen gehalten wird, schrittweise erhöht.
Bei anderen Plattformen sind die Reserven stetig geschrumpft, während sie bei Binance angewachsen sind. Dieser Trend hat zu einer konzentrierteren Verteilung der Bitcoin-Liquidität beigetragen.

Die dominante Position der Börse spiegelt möglicherweise die Vorliebe der Anleger für große Plattformen wider, die eine höhere Liquidität und eine etablierte Infrastruktur bieten.
Einige Analysten haben jedoch Bedenken hinsichtlich der Risiken geäußert, die mit einer Zentralisierung in einem ansonsten dezentralisierten Markt verbunden sind.
Steigende Abflüsse signalisieren wachsendes langfristiges Halteverhalten
Aktuelle Daten von CryptoQuant zeigen, dass die Bitcoin-Abflüsse von den Börsen den höchsten Stand seit Februar 2023 erreicht haben.
Der gleitende 100-Tage-Durchschnitt der Nettowechselströme ist auf dem niedrigsten Stand seit über einem Jahr.
Dieser Trend deutet darauf hin, dass sich mehr Nutzer dafür entscheiden, ihr Vermögen von den Börsen abzuziehen und es möglicherweise in einen Cold Storage zu verschieben.

Die Anzahl der Adressen, die Bitcoin an Börsen einzahlen, ist ebenfalls zurückgegangen. Laut dem Analysten Axel Adler Jr. ist der gleitende 30-Tage-Durchschnitt dieser Kennzahl auf ein Niveau gefallen, das zuletzt im Dezember 2016 gesehen wurde. Er sagte,
“Dieser Trend ist an sich schon bullisch.”
Er stellte fest, dass diese Verschiebung “eine Vervierfachung der Münzverkäufe in den letzten drei Jahren” bedeutet.
Der Rückgang der Börseneinlagen wird oft als Signal für einen geringeren Verkaufsdruck interpretiert. Die aktuelle Marktstruktur könnte ein stabileres Preisumfeld unterstützen, da weniger Münzen zum Verkauf angeboten werden.
Bitcoin zeigt erste Anzeichen einer Abkopplung von traditionellen Vermögenswerten
In der vergangenen Woche hat Bitcoin (BTC) gegenüber dem US-Dollar über 10% zugelegt. Gleichzeitig hat sich seine Korrelation mit wichtigen Indizes wie dem S&P 500 und dem Nasdaq Composite abgeschwächt.
Die Daten zeigen, dass die Korrelation von BTC mit dem S&P 500 von 0,88 Ende 2024 auf 0,77 gefallen ist. Die Korrelation mit dem Nasdaq ging von 0,91 im Januar 2025 auf 0,83 zurück.
Dieser Trend deutet darauf hin, dass Bitcoin beginnt, sich von Aktien abzukoppeln. In den letzten Jahren hat sich Bitcoin in Zeiten makroökonomischer Volatilität eng an die Entwicklung von Aktien angelehnt. Jetzt ist er auf einem unabhängigeren Weg.
Globale Analysten haben die Verschiebung auf einen schwächer werdenden US-Dollar und mögliche Fortschritte bei geopolitischen Verhandlungen zurückgeführt. Obwohl diese Faktoren spekulativ bleiben, könnten sie die Stimmung der Anleger gegenüber risikofreudigen digitalen Vermögenswerten beeinflussen.

Bitcoin und Gold weisen immer mehr Ähnlichkeiten auf
Da sich Bitcoin immer weiter von Aktien entfernt, steigt seine Korrelation mit Gold. Anfang April lag die Korrelation von BTC mit Gold bei -0,62.
Dieser Wert hat sich nun auf -0,31 verbessert, was auf eine Konvergenz zwischen den beiden Vermögenswerten hindeutet.
Sowohl Bitcoin als auch Gold werden als Wertaufbewahrungsmittel mit begrenztem Angebot angesehen. Bitcoins begrenztes Angebot von 21 Millionen Münzen unterstützt den Vergleich mit Gold in inflationären oder unsicheren wirtschaftlichen Zeiten.
Historische Daten zeigen, dass Bitcoin den Preisbewegungen von Gold oft mit Verzögerung folgt. Wenn der Goldpreis seine Aufwärtsdynamik beibehält, könnte Bitcoin in den kommenden Monaten nachziehen – auch wenn solche Muster weiterhin von der allgemeinen Stimmung und den Marktreaktionen abhängen.






