Wichtige Einblicke:
- Der CTO von Ripple sagt, dass Compliance-Bedenken die Akzeptanz von XRP Ledger auf der Kette trotz Bankpartnerschaften verlangsamt haben.
- Die Volatilität von XRP darf Nutzer nicht abschrecken, die es als eine praktische oder strategische Wahl in unsicheren Märkten betrachten.
- Brückenwährungen wie XRP könnten in einer Multi-Stablecoin-Welt mit verschiedenen Token und gesetzlichen Grenzen nützlich bleiben.
David Schwartz, der CTO des Blockchain-Zahlungsunternehmens Ripple Labs Inc., hat auf die im Internet geäußerten Bedenken bezüglich der realen Nutzung von XRP Ledger und der Bankpartnerschaften des Unternehmens reagiert.
Er gab einen Einblick in die Gründe, warum die erwartete Aktivität in der Kette über die Jahre hinweg nicht den Erwartungen entsprochen hat.
Ripple CTO über geringe XRPL On-Chain Aktivität trotz Bankendeals
David Schwartz hat sich mit den wachsenden Fragen zur tatsächlichen Verwendung des XRP Ledger (XRPL) befasst.
Seine Antwort kam nach einem Social-Media-Post von Investor und Content Creator Andrei Jikh, der XRP seit 2014 verfolgt.
Jikh fragte, warum XRP, obwohl es seit mehr als einem Jahrzehnt existiert und über 300 Bankpartnerschaften bestehen, kein tägliches On-Chain-Volumen in Milliardenhöhe aufweist.
In seiner Antwort sagte Schwartz, dass es Gründe gibt, warum Banken und Finanzunternehmen XRP noch nicht in großem Umfang auf der Kette nutzen.
Ihm zufolge ziehen es viele Institute aufgrund von Compliance- und Sicherheitsbedenken immer noch vor, Gelder außerhalb der Kette zu bewegen.
Er sagte, dass sich dies bald ändern könnte, wenn mehr Institutionen die Vorteile der Verlagerung von Transaktionen auf Blockchain-Netzwerke erkennen.
Schwartz fügte hinzu, dass Ripple selbst den dezentralen Austausch des XRP Ledgers für Zahlungen nicht vollständig genutzt hat.
Er erklärte, dass das Unternehmen mehr Kontrolle darüber braucht, wer Liquidität bereitstellt, um Probleme wie die unwissentliche Zusammenarbeit mit sanktionierten Gruppen zu vermeiden.
Außerdem sagte er, dass Funktionen wie erlaubte Domains entwickelt werden, um dieses Problem zu lösen.
Warum der XRP Ledger trotz Preisschwankungen immer noch verwendet wird
Eine weitere Sorge betraf die Preisvolatilität von XRP und die Frage, warum jemand XRP für Überweisungen anstelle von Stablecoins verwenden würde.
Schwartz sagte, dass in manchen Situationen die Volatilität kein Problem sein könnte. Wenn zum Beispiel eine Person oder ein Unternehmen glaubt, dass der Wert von XRP steigen wird, könnte es sinnvoll sein, den Wert zu halten.
Insbesondere erklärte er, dass nicht jeder risikoscheu ist und einige Nutzer die potenzielle Belohnung als größer ansehen als das Risiko.

Er ging auch darauf ein, warum die Menschen XRP immer noch halten, selbst wenn es als Brücke zwischen anderen Währungen verwendet wird.
Er sagte, dass XRP nur dann als Brücke funktionieren kann, wenn jemand es hält und bereit ist, zum richtigen Zeitpunkt zu handeln.
Für viele Nutzer könnte das Halten von XRP die praktischste Wahl sein, wenn sie nicht sicher sind, welche Währung sie als nächstes benötigen.
Die zukünftige Rolle von XRP in einer Welt voller Stablecoins
In der Zwischenzeit fragte Jikh auch, ob Brückenwährungen wie XRP noch benötigt werden, wenn Stablecoins die meisten Währungspaare abdecken.
Der CTO von Ripple antwortete, dass es unwahrscheinlich ist, dass ein einziger Stablecoin weltweit dominieren wird. Jeder einzelne ist an eine nationale Währung gebunden und unterliegt gesetzlichen Beschränkungen.
In einer Welt, in der es viele Stablecoins gibt, könnte XRP immer noch dazu beitragen, kleinere oder weniger verbreitete digitale Vermögenswerte zu verbinden.
Auf die Frage, warum ein großes Unternehmen wie BlackRock den XRP Ledger nutzen könnte, anstatt eine eigene Blockchain aufzubauen, wies Schwartz darauf hin, dass die Nutzung bestehender Netzwerke praktischer sein kann.
Er nannte das Beispiel von Circle, der Firma hinter USDC, die ihren Stablecoin auf mehreren Blockchains laufen lässt, anstatt eine private Blockchain aufzubauen.
Globales Vertrauen und die U.S. Verbindung
Schließlich antwortete Schwartz auf die Frage, ob Länder einem Zahlungssystem vertrauen würden, das mit einem US-Unternehmen verbunden ist.
Er sagte, dass der XRP Ledger selbst nicht von Ripple kontrolliert wird und niemanden daran hindert, ihn zu nutzen.
Er sagte auch, dass Ripple getrennte juristische Einheiten in verschiedenen Regionen hat, was dazu beiträgt, die Sorge um den Einfluss der USA zu verringern.
Er räumte jedoch ein, dass einige Länder noch Vorbehalte haben könnten, insbesondere in politisch sensiblen Bereichen.
David Schwartz sagte, Ripple werde weiterhin Vertrauen aufbauen und dort arbeiten, wo es willkommen ist.






