Wichtige Einblicke:
- Der Bitcoin-Kurs im Jahresvergleich hat einen Bereich erreicht, der mit den bedeutenden Markttiefs früherer Zyklen übereinstimmt.
- Der gleitende 200-Wochen-Durchschnitt fungiert erneut als wichtige Unterstützungsmarke für die Kursentwicklung.
- Langfristige Anleger halten ihre Coins trotz der jüngsten Marktschwäche weiterhin.
Der Bitcoin-Kurs in US-Dollar bewegt sich derzeit in der Nähe von Niveaus, die nach Ansicht einiger Marktbeobachter eine wichtige Phase der aktuellen Korrektur markieren könnten. Aktuelle Chartdaten, wichtige Kursniveaus und die Aktivitäten der Inhaber stehen im Fokus, da Anleger nach Anzeichen dafür suchen, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte.
Die Veränderung des Bitcoin-Preises im Jahresvergleich zeigt ein Muster, das bereits in früheren Zyklen zu beobachten war
Ein vom Marktanalysten Titan veröffentlichter Chart hat die Diskussion darüber neu entfacht, wo der Bitcoin-Kurs im aktuellen Marktzyklus steht. Der Chart bildet die prozentuale Veränderung des BTC-Kurses im Jahresvergleich ab und vergleicht diese mit früheren Zyklen.
Den Daten zufolge bildeten sich die großen Markttiefs in den Jahren 2015, 2018 und 2022 jeweils in Phasen, in denen die jährliche Veränderung tief in den negativen Bereich abrutschte. Genau diese „rote Zone“ ist nun erneut aufgetreten.
Für einige Händler bedeutet dies nicht, dass bereits ein Tiefpunkt erreicht wurde. Vielmehr befindet sich der Markt damit in einem Bereich, der häufig mit den späteren Phasen eines Abschwungs in Verbindung gebracht wird.
Die Grafik verdeutlicht zudem einen weiteren Trend. Frühere Bitcoin-Zyklen brachten größere Gewinne als die jüngsten. Jeder Höchststand führte zu geringeren prozentualen Renditen als der vorangegangene Zyklus.

Titan erklärte, dies könne ein Zeichen für einen reifenden Markt sein. Der BTC-Kurs ist heute deutlich höher als noch vor einigen Jahren, und größere Märkte verhalten sich oft anders als kleinere.
Sollten die Kursgewinne von Bitcoin in US-Dollar im Laufe der Zeit weiter zurückgehen, gehen einige Analysten davon aus, dass auch die Kursrückgänge weniger stark ausfallen könnten. Das beseitigt zwar nicht das Risiko, könnte aber bedeuten, dass künftige Kursrückgänge anders aussehen als jene, die in den Anfangsjahren von Bitcoin zu beobachten waren.
Der Bitcoin-Kurs hält sich nahe dem gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt
Ein weiterer Wert, der derzeit im Fokus steht, ist der gleitende 200-Wochen-Durchschnitt. Der Analyst Egyptian wies darauf hin, dass der Bitcoin-Kurs (BTC) kürzlich diese langfristige Unterstützungslinie erreicht hat.
In vergangenen Bärenmärkten spielte dieses Niveau eine wichtige Rolle dabei, den Kursen zu helfen, einen Boden zu finden, bevor es wieder zu einer Erholung kam. Es gab Fälle, in denen der Bitcoin-Kurs in US-Dollar unterhalb dieser Linie notierte.
Diese Phasen waren jedoch kurz und hielten nicht lange an, bevor der Markt wieder anstieg. Bemerkenswert ist, dass der gleitende 200-Wochen-Durchschnitt des Bitcoin-Kurses derzeit bei rund 62.900 US-Dollar liegt.
Auch mehrere andere Indikatoren bewegen sich derzeit in der Nähe von Werten, die bereits in schwierigen Marktphasen zu beobachten waren. Das „Reserve Risk“ liegt nahe dem fünften Perzentil, während sich auch die „Crosby Ratio“ in der Nähe des fünften Perzentils befindet. Gleichzeitig ist der „Fear and Greed Index“ auf 14 gesunken – ein Wert, der auf starke Ängste unter den Anlegern hindeutet.

Egyptian wies auf eine Unterstützungszone zwischen 48.000 und 53.000 US-Dollar hin, falls die Preise weiter fallen sollten. Sollte der Kurs hingegen wieder über 71.800 US-Dollar steigen, könnte dies die Aussichten auf eine umfassendere Erholung stärken.
Der Marktteilnehmer erklärte nicht, dass der Tiefpunkt bestätigt sei. Stattdessen wurde die aktuelle Konstellation als ein Punkt auf der Marktkarte beschrieben, der besondere Aufmerksamkeit verdient.
Langfristige BTC-Inhaber vermeiden weiterhin Panikverkäufe
Obwohl die Preise weiterhin unter Druck stehen, gibt es kaum Anzeichen dafür, dass Langzeitinhaber sich in Eile aus dem Markt zurückziehen. Der Analyst Darkfost erklärte, dass Anleger, die ihre Bitcoin seit mehr als sechs Monaten halten, während der Korrekturphase weiterhin relativ gelassen bleiben.
Diese Beobachtung stützt sich zum Teil auf Untersuchungen von Glassnode, die ergaben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Coins bewegt werden, nach etwa 155 Tagen Inaktivität abnimmt.
Ein Instrument zur Erfassung dieses Verhaltens ist CVDD, eine Kennzahl, die mit den „Coin Days Destroyed“ in Verbindung steht. Sie misst sowohl das Alter der Coins als auch den mit deren Bewegung verbundenen Wert.
Die aktuellen CVDD-Werte liegen bei etwa 0,3. Laut Darkfost sind solche Werte häufig in Bärenmärkten oder bei starken Kursrückgängen zu beobachten.
Der Bitcoin-Kurs in US-Dollar präsentierte sich im März 2024 ganz anders. Zu diesem Zeitpunkt stieg der Wert über 2 und kletterte später sogar über 4, da immer mehr Inhaber ihre Coins verkauften und Gewinne mitnahmen.
Heute ist diese Aktivität deutlich geringer. Anstatt bei Kursrückgängen zu verkaufen, scheinen viele langfristige Anleger bereit zu sein, abzuwarten. Ihre Zurückhaltung, sich von ihren Coins zu trennen, deutet darauf hin, dass das Vertrauen trotz des jüngsten Marktdrucks nicht verloren gegangen ist.
Dies garantiert jedoch nicht, dass die Preise kurzfristig steigen werden. Dennoch bleibt das Verhalten der Langzeitinvestoren eines der wichtigsten Signale, das viele Händler im Auge behalten, während der BTC-Kurs nach einer Richtung sucht.






