Wichtige Einblicke:
- Das DeFi-Dashboard „Zapper“ wird nach fast siebenjährigem Betrieb am 3. August alle Dienste einstellen.
- Zapper nahm im Jahr 2021 15 Millionen Dollar ein, bevor das Unternehmen beschloss, seinen Geschäftsbetrieb einzustellen.
- Die Plattform erreichte 2 Millionen Nutzer und wickelte vor ihrer Schließung Transaktionen im Wert von über 13 Mrd. US-Dollar ab.
Das DeFi-Dashboard „Zapper“ wird am 3. August alle seine Dienste einstellen und damit seinen fast siebenjährigen Betrieb beenden, nachdem es eine der bekanntesten Analyseplattformen im Bereich der dezentralen Finanzen aufgebaut hat.
Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem das Unternehmen mehrere mögliche Wege für die weitere Geschäftsführung geprüft hatte und zu dem Schluss gekommen war, dass eine geordnete Abwicklung die beste Option sei.
Die Einstellung betrifft die Website der Plattform, die mobilen Anwendungen sowie die API-Dienste. Bestehende API-Kunden erhalten per E-Mail Hinweise zur Umstellung.
Die Ankündigung folgt zudem auf jahrelange Risikokapitalfinanzierungen, darunter eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Millionen US-Dollar im Jahr 2021, und markiert damit eine weitere Schließung unter den Krypto-Plattformen im Jahr 2026.
Das DeFi-Dashboard „Zapper“ bestätigt die Einstellung des Betriebs am 3. August
Seb Audet, Mitbegründer und Geschäftsführer von Zapper, gab die Schließung in einer auf X veröffentlichten Erklärung bekannt. Er erklärte, das Unternehmen habe mehrere Optionen geprüft, darunter auch die Fortführung des Betriebs, bevor es sich entschlossen habe, das Geschäft einzustellen.
Audet bezeichnete die Entscheidung als das angemessenste Ergebnis nach diesen Bewertungen. Er nannte keinen einzelnen Grund für die Schließung. Später erklärte er jedoch, dass letztlich die Marktnachfrage ausschlaggebend für das Ergebnis gewesen sei.

Die Einstellung betrifft die Website zapper.xyz, die mobilen Anwendungen des Unternehmens sowie dessen API-Plattform. Bestehende API-Nutzer erhalten Anweisungen, die ihnen helfen sollen, vor Beendigung des Betriebs auf alternative Dienste umzusteigen.
Der Mitbegründer von Zapper nutzte die Ankündigung zudem, um Mitarbeiter zu unterstützen, die nach neuen beruflichen Herausforderungen suchen. Er hob die Erfahrung des Teams beim Aufbau von On-Chain-Infrastruktur und bei der Verwaltung von Produkten in großem Maßstab hervor.
Auf dem Höhepunkt ihrer Aktivität verzeichnete die DeFi-Dashboard-Plattform mehr als 2 Millionen aktive Nutzer pro Monat. Nach Angaben des Unternehmens wickelte sie in diesem Zeitraum zudem ein Transaktionsvolumen von mehr als 13 Milliarden US-Dollar ab.
Finanzierungsgeschichte und Wachstum von Zapper vor der Schließung
Das DeFi-Dashboard „Zapper“ sicherte sich im Zuge seiner Expansion starke Unterstützung durch Investoren. Daten von CryptoRank zeigten, dass das Unternehmen in zwei Finanzierungsrunden insgesamt 16,5 Millionen US-Dollar einwarb.
Die erste Finanzierungsrunde wurde im Jahr 2020 abgeschlossen. Dabei wurden 1,5 Millionen US-Dollar eingeworben, unterstützt von Framework Ventures, Coinbase Ventures, CoinFund, CoinGecko Ventures und weiteren Investoren.
Der Anbieter von DeFi-Dashboards schloss im Mai 2021 eine umfangreichere Serie-A-Finanzierungsrunde ab. Im Rahmen dieser Finanzierungsrunde wurden unter der Leitung von Framework Ventures 15 Millionen US-Dollar eingeworben; zu den Teilnehmern zählten Coinbase Ventures, ParaFi Capital, Sound Ventures sowie der Investor Mark Cuban.
Marktbezogene Herausforderungen prägen das letzte Kapitel
Die Unternehmensgeschichte war auch vor der Ankündigung der Schließung von betrieblichen Herausforderungen geprägt. Im April 2025 meldete Zapper einen Social-Engineering-Angriff, durch den die Sicherheit seiner Domain vorübergehend gefährdet war.
Der Vorfall führte dazu, dass Nutzer auf eine bösartige Website weitergeleitet wurden, die Phishing-Fallen enthielt, bevor das Problem behoben wurde. Obwohl sich das Unternehmen von diesem Vorfall erholt hatte, beschloss es später, den Betrieb einzustellen.
Die Schließung erfolgt zudem parallel zu weiteren Stilllegungen von Krypto-Plattformen im Laufe des Jahres 2026. Die Cardano-Analyseplattform TapTools wurde im Juni eingestellt. Auch die auf Bitcoin ausgerichtete DeFi-Plattform Botanix stellte ihren Betrieb ein, nachdem sie eine schwache Nachfrage nach Bitcoin-DeFi angeführt hatte.
Zu den weiteren Projekten, die ihren Betrieb in diesem Jahr eingestellt haben, gehören die Krypto-Sparte von SBI, die dezentrale E-Mail-Plattform Dmail, der NFT-Marktplatz Nifty Gateway sowie der NFT-Marktplatz Rodeo. Darüber hinaus soll auch Ctrl Wallet am 3. August den Betrieb einstellen – am selben Tag, an dem das DeFi-Dashboard Zapper seine Abwicklung abschließen will.






