Wichtige Einblicke:
- Der Bitcoin-Kurs fiel unter die 63.000-Dollar-Marke und rutschte wieder auf rund 62.700 Dollar ab.
- Die Marktstimmung wird durch Zuflüsse in Bitcoin-ETFs und schwächere Arbeitsmarktdaten gestützt.
- Schlagzeilen zu Verbraucherpreisindex (CPI), Erzeugerpreisindex (PPI) und der Straße von Hormus könnten starke Marktschwankungen auslösen.
Der Bitcoin-Kurs fiel unter 63.000 US-Dollar, nachdem er diese Marke zu Beginn des Handels am Montag unterschritten hatte. Diese Entwicklung folgte auf erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie auf Druck auf risikobehaftete Anlagen. Dennoch hielt sich der Markt deutlich über der wichtigen Unterstützungszone vom Juli bei rund 59.000 US-Dollar.
Neue Zuflüsse in Bitcoin-ETFs, schwächere Beschäftigungsdaten und Fortschritte bei der US-Krypto-Gesetzgebung trugen zu einer Verbesserung der Marktstimmung bei.
Laut dem Analysten „That Martini Guy“ liegt bei 61.000 US-Dollar die erste wichtige Unterstützungsmarke. Eine Rückkehr auf das Niveau von 64.000 US-Dollar würde die kurzfristige Struktur verbessern.

Das Diagramm zeigt zudem den nächsten bedeutenden Widerstand bei etwa 65.700 US-Dollar an. Händler sehen sich nun einer Woche gegenüber, die reich an Inflationsdaten, Einzelhandelsumsätzen, Bankergebnissen und geopolitischen Schlagzeilen ist.
Der Bitcoin-Kurs steht kurz vor einer entscheidenden Widerstandsprüfung bei rund 64.000 US-Dollar
Die jüngste Erholung setzte ein, nachdem der Bitcoin-Kurs während des Ausverkaufs im Juni kurzzeitig unter 58.000 US-Dollar gefallen war. Käufer stiegen rasch ein und trieben den Kurs wieder in Richtung der 64.000-US-Dollar-Marke. Diese Erholung stellte das Vertrauen wieder her, nachdem es mehrere Wochen lang zu Zwangsverkäufen und einer schwachen Dynamik gekommen war.
Der aktuelle BTC/USD-Chart zeigt einen Widerstand bei 64.000 US-Dollar, an dem Verkäufer mehrere Erholungsversuche abgewehrt haben. Ein deutlicher Schlusskurs oberhalb dieses Niveaus könnte den Weg zu 65.700 US-Dollar ebnen. Gelingt es nicht, dieses Niveau zurückzuerobern, könnte der Markt weiterhin zwischen dem Widerstand und dem Unterstützungsbereich bei 61.000 US-Dollar gefangen bleiben.
Die Kursentwicklung von BTC im Bereich um 61.000 US-Dollar ist derzeit wichtiger als die intraday-Volatilität. Ein deutlicher Kursrückgang könnte die Aufmerksamkeit auf die Nachfragzone zwischen 59.000 und 59.500 US-Dollar lenken. Dieser Bereich fungierte während der jüngsten Erholungsphase als wichtige Unterstützung.
Der Kryptomarkt insgesamt bewegte sich am Wochenende weiterhin um eine Marktkapitalisierung von 2,26 Billionen US-Dollar. Auch Ethereum hielt sich über der 1.800-Dollar-Marke, nachdem es innerhalb von zwei Wochen um etwa 15 % zugelegt hatte. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Käufer weiterhin aktiv sind, auch wenn makroökonomische Risiken die Erholung schnell abschwächen könnten.
Der Bitcoin-Kurs profitiert von neuen ETF-Zuflüssen
Nach einer längeren Phase von Abflüssen kam es erneut zu Zuflüssen in Bitcoin-ETFs. Die wiedererstarkte Nachfrage trug dazu bei, die Angebotslage zu stabilisieren und die institutionelle Basis des Marktes zu stärken. Spotfonds kontrollieren nun, basierend auf den vorliegenden Marktzahlen, fast 6 % des maximalen Bitcoin-Angebots.
Der Besitz durch Unternehmen sorgt zudem für eine weitere Ebene der langfristigen Nachfrage. Börsennotierte Unternehmen halten schätzungsweise 5,7 % der im Umlauf befindlichen Bitcoins. Strategy ist nach wie vor der größte Unternehmensinhaber mit rund 845.000 BTC nach seinem zuletzt gemeldeten Kauf.
Die Risikobereitschaft wurde zudem durch die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten gestützt. Die schwächeren Arbeitsmarktdaten ließen die Befürchtungen vor einer weiteren drastischen Straffung der Geldpolitik nach. Diese Entwicklung wirkte sich zudem positiv auf den Bitcoin-Kurs aus, trotz des Abverkaufs an den Aktienmärkten angesichts steigender Renditen für US-Staatsanleihen.
Der Fortschritt beim CLARITY Act sorgte für Optimismus hinsichtlich der Regulierung. Der vorgeschlagene Rahmen soll eine Aufsicht über digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten schaffen. Eine Abstimmung im Senat ist weiterhin erforderlich, wobei die Sommerpause im August das verfügbare Zeitfenster für die Gesetzgebung einschränkt.
Inflationsdaten und Risiken im Zusammenhang mit dem Iran könnten die nächste Entwicklung des Bitcoin beeinflussen
In dieser Woche stehen mehrere Ereignisse an, die den Aufschwung beeinträchtigen könnten. Am Dienstag werden die CPI-Daten für Juni veröffentlicht, gefolgt von den PPI-Inflationszahlen am Mittwoch. Für Donnerstag sind die Einzelhandelsumsätze und der Philly-Fed-Index für das verarbeitende Gewerbe vorgesehen. Am Freitag folgen die Inflationserwartungen der University of Michigan und die Verbraucherstimmung.
Fast 10 % der S&P-500-Unternehmen legen ebenfalls ihre Geschäftszahlen vor. Große Banken, darunter JPMorgan, Goldman Sachs, Bank of America, Wells Fargo und Citibank, veröffentlichen ihre Ergebnisse am Dienstag. Morgan Stanley und BlackRock folgen am Mittwoch.
Unterdessen lieferten sich die USA und der Iran heftige Luftangriffe, während Teheran erklärte, es habe die Straße von Hormus gesperrt. Jede Unterbrechung der Energielieferungen könnte die Ölpreise in die Höhe treiben und Inflationssorgen wieder aufleben lassen.
Der Bitcoin-Kurs hat sich als widerstandsfähig erwiesen, doch das Risiko von negativen Schlagzeilen bestimmt weiterhin die kurzfristige Kursentwicklung. Ein Durchbrechen des Bitcoin-Widerstands bei 64.000 US-Dollar würde eine umfassendere Erholung stützen. Ein Rückgang unter 61.000 US-Dollar würde die BTC-Kursstützungszone bei 59.000 US-Dollar erneut unter Druck setzen.






