Der Bitcoin-Preis erreichte heute ein neues lokales Hoch bei $118.393. Dieses Niveau liegt direkt an der Spitze eines wichtigen Fibonacci-Bandes.
Doch während die Bullen einen weiteren Ausbruch feiern, warnen mehrere Indikatoren, sowohl auf der Kette als auch im Chart, leise davor, dass dies nicht von Dauer sein könnte.
Der BTC-Preis zeigt Anzeichen von kurzfristiger Schwäche, und eine Korrektur könnte folgen, wenn die Dynamik nachlässt.
SOPR lässt frühe Gewinnmitnahmen aufblitzen
Die erste rote Flagge ist die Spent Output Profit Ratio (SOPR). Diese Kennzahl zeigt, ob Bitcoin-Inhaber ihre Münzen mit Gewinn oder Verlust verkaufen.
Wenn der SOPR über 1 liegt, bedeutet dies, dass die Verkäufer überwiegend Gewinne mitnehmen. Im Moment steigt der SOPR in die Höhe. Das bedeutet, dass Geldbörsen, die früher BTC gekauft haben, jetzt zu höheren Preisen verkaufen.
Historisch gesehen markiert ein schneller Anstieg des SOPR oft ein lokales Top, nicht weil der Trend beendet ist, sondern weil der Markt sich abkühlt, nachdem die Händler Gewinne mitgenommen haben.

Im Mai gab es einen ähnlichen SOPR-Sprung, kurz bevor der Bitcoin-Preis um mehrere tausend Dollar fiel.
Das bedeutet nicht, dass ein Absturz garantiert ist, aber es ist ein Zeichen dafür, dass weniger Menschen mit Überzeugung kurzfristig halten.
Bybit Liquidation bestätigt fragile Short-Bias
Das zweite Zeichen ist aggressiver: eine massive Liquidierung von Short-Positionen auf Bybit im Wert von 200 Millionen Dollar, und das alles innerhalb von fünf Minuten.
Zu diesen Zwangsschließungen kommt es, wenn zu viele Händler darauf wetten, dass BTC fallen wird, der Preis aber stattdessen schnell steigt und so einen “Short Squeeze” auslöst.

Zwar können solche Engpässe den Bitcoin-Kurs vorübergehend noch höher treiben, aber sie enden oft in der Erschöpfung.
In diesem Fall stieg der BTC-Kurs auf 118.393 $ an, aber die Dynamik kam genau an diesem Widerstand zum Stillstand und begann, sich zurückzuziehen. Das ist ein klassischer Liquidationsdocht: ein kurzfristiger Anstieg gefolgt von einem Zögern.
James Wynn’s 40x Short unterstreicht Stimmungsrisiko
Hinzu kommt, dass der bekannte Händler James Wynn eine 40-fache Short-Position auf BTC bei $111K eröffnet hat. Leerverkäufe mit hoher Hebelwirkung sind riskant, und obwohl der Handel von Wynn bereits aufgelöst sein könnte, spiegelt er die allgemeine Einstellung wider, dass Händler trotz wiederholter ATH-Anstiege immer noch eine Korrektur bei Bitcoin erwarten.
Wenn der Markt stark auf Leerverkäufe ausgerichtet ist, kann es zu heftigen Erholungen kommen, aber sie sind auch anfällig. Einer Rallye, die durch die Auflösung von Leerverkäufen und nicht durch organische Nachfrage ausgelöst wird, fehlt es oft an Durchhaltevermögen.

Außerdem liegen Ausverkaufs-Vibes in der Luft, die von Bhutan und seinem BTC ausgingen.

Fibonacci Chart zeigt schwache Unterstützung für den Bitcoin Preis
Ein Blick auf den Chart zeigt, dass BTC gerade den oberen Widerstand erreicht hat: die Fibonacci-Levels von 98.656 $ bis 118.393 $. Das Problem? Unterhalb dieses Niveaus gibt es keine starken Unterstützungszonen.

Insbesondere zwischen $113.735 und $108.524 gibt es sehr wenig Handelsaktivität in der Vergangenheit. Das bedeutet, dass der Bitcoin-Kurs, wenn er zu fallen beginnt, schnell fallen könnte, mit großen roten Kerzen und wenig Widerstand, um ihn zu bremsen.
Im Handel wird dies oft als “dünne Luft” bezeichnet: Preiszonen, in denen in der Vergangenheit keine Käufer aufgetaucht sind. Dies ist keine Garantie für einen Rückgang, aber es bedeutet, dass das Abwärtsrisiko größer ist, wenn sich die Dynamik umkehrt.
Der Bitcoin-Kurs befindet sich immer noch in einem Aufwärtstrend, aber im Moment gibt es mehrere Anzeichen, die zur Vorsicht mahnen. Der SOPR zeigt verstärkte Gewinnmitnahmen.
Die Liquidation bei Bybit zeigt, dass die Short-Positionierung immer noch hoch ist. Und die Fibonacci-Levels zeigen eine schwache Unterstützung knapp unter den aktuellen Niveaus.
Sollte es BTC nicht gelingen, $113.735 zu halten, könnte es schnell zu einem Rückgang auf $108.524 kommen. Vorerst sollten Händler diese Niveaus im Auge behalten und sich auf die nächste Liquidationswelle vorbereiten.






