JPMorgan hat den Prozess der Wiederaufnahme von Gemini, der von Tyler und Cameron Winklevoss gegründeten Kryptobörse, unterbrochen.
Dies geschah, nachdem Tyler die Position der Bank in Bezug auf den Zugriff auf Bankdaten von Verbrauchern durch Apps von Drittanbietern, wie z.B. Plaid, kritisiert hatte.
Spannungen zwischen JPMorgan und Gemini wegen Zugriff auf Bankdaten
Berichten zufolge hat JPMorgan vor kurzem das Re-Onboarding von Gemini als Kunde pausiert.
Dies geschah, nachdem der Mitbegründer von Gemini, Tyler Winklevoss, in einem öffentlichen Beitrag das Vorgehen der Bank in Bezug auf den Zugang zu Verbraucherdaten kritisiert hatte.
Er behauptete, dass die Entscheidung, die Rückkehr von Gemini zu verschieben, mit einem Beitrag zusammenhängt, den er eine Woche zuvor auf X veröffentlicht hatte.
In diesem Beitrag sagte Winklevoss, dass JPMorgan und andere große Banken den Benutzern den kostenlosen Zugriff auf ihre Bankdaten verwehren wollen.
Er sagte, dies würde Unternehmen wie Plaid schaden. Plaid hilft Menschen, ihre Bankkonten mit Apps wie Gemini, Coinbase und Kraken zu verbinden.
Diese Verbindungen erleichtern den Nutzern den Transfer von Geldern in und aus Krypto-Plattformen.
Er warf JPMorgan vor, hohe Gebühren für diese Daten erheben zu wollen, wodurch es für kleinere Tech-Unternehmen zu kostspielig werden könnte, im Geschäft zu bleiben.
Er sagte, dies würde die Möglichkeiten der Menschen zur Nutzung von Krypto-Diensten einschränken und langfristig den großen Banken zugute kommen.
Der Zeitpunkt der Entscheidung von JPMorgan veranlasste die Winklevoss-Zwillinge zu der Vermutung, dass die Pause eine direkte Reaktion auf ihren Beitrag war.
Es ist wichtig, hinzuzufügen, dass die Bank keine öffentlichen Kommentare abgegeben hat, um diese Behauptung zu bestätigen oder zu dementieren.

Wie auf X erwähnt, beschuldigt Tyler Winklevoss JPMorgan direkt des wettbewerbswidrigen Verhaltens. Das allein könnte die Aufsichtsbehörden dazu veranlassen, die große Bank unter die Lupe zu nehmen.
Die Open-Banking-Regel und der Kampf um den Zugang
Im Mittelpunkt des Problems steht eine Regelung, die als Open Banking Rule bekannt ist. Sie wurde unter Abschnitt 1033 des Consumer Financial Protection Act geschaffen.
Diese Regelung gewährt Einzelpersonen das Recht, über vertrauenswürdige Apps und Dienste auf ihre Finanzdaten zuzugreifen.
Winklevoss sagte, dass die großen Banken nun versuchen, diese Regel rückgängig zu machen, indem sie rechtliche Schritte gegen das Consumer Financial Protection Bureau einleiten.
Wenn sie Erfolg haben, könnten die Menschen die Möglichkeit verlieren, ihre Konten mit externen Apps zu verknüpfen, ohne Gebühren zu zahlen.
Er sagte, dies wäre ein Rückschlag für die Innovation und würde dem traditionellen Bankensystem mehr Kontrolle geben.
Obwohl es keine offizielle Antwort von JPMorgan oder dem FBI gibt, hat der Fall die Aufmerksamkeit derjenigen auf sich gezogen, die sich mit Kryptowährungen und Finanztechnologie beschäftigen.
Das Ergebnis könnte sich darauf auswirken, wie Verbraucher Bankdaten nutzen und ob sie in Zukunft für diesen Zugang bezahlen müssen.
Gemini Geschichte mit JPMorgan und IPO-Pläne
Dies ist nicht das erste Mal, dass es zwischen Gemini und JPMorgan Probleme gibt. Im Jahr 2023 hieß es, JPMorgan habe Gemini gebeten, einen neuen Bankpartner zu finden.
Zu dieser Zeit dementierte Gemini diese Berichte und erklärte, dass die Beziehung noch immer aktiv sei.
Jetzt bringt die aktuelle Pause neue Unsicherheit. Auch Gemini bereitet sich auf einen Börsengang vor.
Das Unternehmen hat letzten Monat bei der U.S. Securities and Exchange Commission den Börsengang beantragt.
Der Antrag enthielt keine Angaben zur Anzahl der Aktien oder zur erwarteten Preisspanne. Dieser Prozess befindet sich noch in einem frühen Stadium, und damit er vorankommt, braucht die Krypto-Handelsplattform möglicherweise einen Top-Bankpartner wie JPMorgan.
Tyler und Cameron Winklevoss haben auch wegen ihrer politischen Verbindungen Schlagzeilen gemacht.
In der Zwischenzeit haben sie einmal für die Kampagne von Donald Trump gespendet. Einige dieser Gelder wurden zurückgegeben, nachdem sie die gesetzliche Spendengrenze überschritten hatten.
Bis jetzt haben weder Gemini noch JPMorgan weitere Updates veröffentlicht. Die Zukunft ihrer Geschäftsbeziehung und ihre Auswirkungen auf den Datenzugang im Krypto-Bereich bleiben abzuwarten.






