Wichtige Einblicke:
- In den neuesten Nachrichten zum Thema Quantencomputing erklärt Paolo Ardoino, dass die Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen von Quantencomputern auf Bitcoin übertrieben seien.
- Der Quantum Council von Coinbase mahnt dazu, sich frühzeitig auf künftige Risiken vorzubereiten.
- Tim Draper vertritt die Ansicht, dass Banken möglicherweise größeren Quantenbedrohungen ausgesetzt sind als Kryptowährungen
Bitcoin steht weiterhin im Mittelpunkt der zunehmenden Debatte um Neuigkeiten zum Thema Quantencomputing, doch laut Paolo Ardoino, dem CEO von Tether, werden die Befürchtungen, dass diese Technologie das Netzwerk bald zum Erliegen bringen könnte, übertrieben.
Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Forscher und Krypto-Unternehmen darüber diskutieren, wie sich digitale Vermögenswerte auf künftige Veränderungen in der Computertechnik vorbereiten sollten.
Nachrichten zum Quantencomputing: Paolo Ardoino sieht keinen Grund zur Panik
Paolo Ardoino ist der Ansicht, dass viele der Warnungen im Zusammenhang mit Nachrichten über Quantencomputer und Bitcoin der Realität vorauslaufen. Zu diesem Thema äußerte er sich wie folgt: Er sagte, dass Menschen, die noch am Leben sind und weiterhin die Kontrolle über ihre Wallets haben, wahrscheinlich genügend Zeit hätten, ihre Gelder in Sicherheit zu bringen, sollte jemals eine ernsthafte Bedrohung auftreten.
Laut Ardoino wird der Zugang zu einem leistungsstarken Quantencomputer nicht plötzlich in die Hände von Normalbürgern fallen. Er sagte, solche Maschinen würden höchstwahrscheinlich von großen Technologieunternehmen oder Regierungen kontrolliert werden.
Als Beispiele für Organisationen, die als Erste Zugang zu dieser Technologie erhalten könnten, wurden Namen wie Google, IBM, die US-Regierung und die chinesische Regierung genannt. Aus diesem Grund argumentierte er, dass die Situation für die meisten Bitcoin-Besitzer nicht als unmittelbare Gefahr angesehen werden sollte.
Der Tether-Chef ging auch auf Bedenken hinsichtlich alter Wallets ein, darunter auch solche, die mit dem Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto in Verbindung stehen. Er räumte zwar ein, dass alles möglich sei, erklärte jedoch, dass jeder Versuch, mithilfe von Quantentechnologie in solche Wallets einzudringen, wahrscheinlich eher eine staatliche Maßnahme als ein Angriff gewöhnlicher Krimineller wäre.

Aus diesem Grund, so Ardoino, mache er sich darüber keine Sorgen. Seiner Ansicht nach werde die Welt mit mehreren größeren technologischen Problemen konfrontiert sein, bevor Bitcoin zum Hauptanliegen werde. Er fügte hinzu, dass das Internet selbst erhebliche Sicherheitsverbesserungen benötigen würde, sollte die Quantencomputerei das von vielen Forschern erwartete Niveau erreichen.
Im Vergleich zu anderen Systemen ist er der Ansicht, dass Bitcoin einen einfacheren Weg hat, wenn es darum geht, Änderungen vorzunehmen und seine Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern.
Bitcoin-Entwickler werden aufgefordert, sich frühzeitig vorzubereiten
Während Ardoino zur Besonnenheit aufrief, sind einige Gruppen innerhalb der Kryptobranche der Ansicht, dass bereits jetzt mit der Planung begonnen werden sollte. Ein kürzlich vom Quantum Council von Coinbase hervorgehobener Bericht schätzt, dass rund sieben Millionen Bitcoins an Adressen gespeichert sind, die angreifbar werden könnten, falls irgendwann leistungsstarke Quantencomputer entwickelt werden sollten.
In dieser Zahl sind auch Coins enthalten, die in Wallets mit offengelegten öffentlichen Schlüsseln und bereits wiederverwendeten Adressen aufbewahrt werden. Der Rat erklärte, dass ein Abwarten, bis die Bedrohung eintritt, später zu größeren Problemen führen könnte. Die Mitglieder sind der Ansicht, dass der Prozess der Mittelübertragung und der Netzwerkaktualisierung Jahre dauern könnte, insbesondere bei großen Blockchain-Systemen.
Die in dem Bericht zitierten Forscher wiesen darauf hin, dass die Quantenbedrohung, die die derzeitigen Sicherheitsmethoden in Frage stellen könnte, bereits bis 2030 oder sogar noch früher auftreten könnte. Auch wenn hinsichtlich des Zeitplans keine Gewissheit besteht, erklärte die Gruppe, dass mit den Vorbereitungen begonnen werden sollte, bevor die Technologie diesen Punkt erreicht.
Die Warnung bezog sich nicht nur auf Bitcoin. Auch Ethereum und andere Blockchain-Netzwerke wurden als Systeme genannt, die in Zukunft möglicherweise aktualisiert werden müssen.
Infolgedessen verlagert sich die Diskussion von der Frage, ob Quantencomputer von Bedeutung sind, hin zu der Frage, wie sich die Branche darauf vorbereiten sollte, falls die Entwicklung schneller voranschreitet als erwartet.
Banken und Kryptowährungen im Vergleich in der Debatte um die Quantenbedrohung
Die Nachrichten zum Thema Quantencomputing haben auch den Milliardär und Investor Tim Draper zu einer Stellungnahme veranlasst. Draper argumentierte, dass traditionelle Bankensysteme durch die Entwicklungen im Bereich Quantencomputing möglicherweise größeren Risiken ausgesetzt seien als Kryptowährungen.

Er erklärte, dass ältere Finanzinfrastrukturen möglicherweise mehr Schwachstellen aufweisen könnten, da viele Systeme lange bevor Quantenbedrohungen ins Gespräch kamen, entwickelt worden seien.
Im Gegensatz dazu ist er der Ansicht, dass Bitcoin in einer stärkeren Position ist, da es über ein dezentrales Netzwerk funktioniert, das sich im Laufe der Zeit anpassen kann.
Seine Sichtweise eröffnet einen weiteren Blickwinkel auf ein Thema, das nach wie vor die Meinungen spaltet. Die einen halten dringende Vorbereitungen für notwendig, während die anderen der Ansicht sind, dass die Bedenken übertrieben sind.
Dennoch sind sich beide Seiten einig, dass Quantencomputing Beachtung verdient. Der Streit dreht sich nicht darum, ob diese Technologie von Bedeutung ist. Die eigentliche Frage lautet vielmehr, wie schnell sie zu einer Herausforderung werden könnte und welche Systeme als erste den Druck zu spüren bekommen werden.






