Das Wichtigste in Kürze:
- Der Bitcoin-Kurs fiel unter die 60.000-Dollar-Marke, bevor die Aktienmärkte wieder eröffneten.
- Die Kryptowährung BTC blieb hinter den Aktien zurück und bewegte sich in der Nähe einer instabilen Verhältniszone.
- Die Anhäufung von Beständen durch Großinvestoren stand im Widerspruch zum Druck durch Zuflüsse an den Börsen.
Der Bitcoin-Kurs geriet am Sonntag erneut unter Druck und notierte vor der Wiedereröffnung der US-Aktienmärkte bei rund 59.259 US-Dollar. Diese Entwicklung war von Bedeutung, da der Handel mit Kryptowährungen über das Wochenende hinweg stattfand, während die Aktienmärkte geschlossen blieben.
Der Ausverkauf machte die Kryptowährung BTC bereits vor der Sitzung am Montag zu einem frühen Risikosignal. Händler beobachteten, ob sich die Schwäche auf den Aktienmarkt ausweiten oder einen Liquiditätsengpass auslösen würde.
Bitcoin-Kurs bricht vor Börsenbeginn ein
Laut Coin Bureau habe Bitcoin vor Börsenbeginn am Montag eine wichtige Unterstützungsmarke verloren. Der Account argumentierte, dass Kryptowährungen oft als Erste reagieren, wenn die traditionellen Märkte am Wochenende eine Pause einlegen.

Dieser Zeitpunkt führte zu einer strengeren Marktprüfung. Sollten die Verkäufer die Oberhand behalten, könnten Aktienhändler nach der Eröffnungsglocke eine geringere Risikobereitschaft in die Kurse einpreisen.
Daan Crypto Trades verglich BTC mit dem S&P 500. Er erklärte, das Verhältnis sei wieder auf das Niveau zurückgekehrt, das während des Yen-Carry-Trade-Schocks zu verzeichnen war.
Durch diesen Vergleich bewegte sich Bitcoin in der Nähe eines wichtigen relativen Wertniveaus. Sollte die Kursstabilität nicht aufrechterhalten werden können, könnte das Verhältnis auf das Niveau von Ende 2023 zurückfallen, bevor die Nachfrage nach Spot-ETFs die Positionierung neu gestaltet.
Die Warnung stützte sich nicht ausschließlich auf die Kursentwicklung. Sie spiegelte auch den anlageklassenübergreifenden Druck wider, da Händler die Schwäche der Kryptowährungen mit der Entwicklung an den Aktienmärkten verglichen.
Diese Konstellation war von Bedeutung, da Bitcoin in Stresssituationen am Wochenende oft schneller reagiert als Aktien. Der nächste Handelstag an den Aktienmärkten könnte zeigen, ob diese Entwicklung ein Einzelfall blieb.
Bitcoin-Kurs steht vor einem technischen Stresssignal
Crypto Rover erklärte, Bitcoin steuere auf drei Quartale in Folge mit Verlusten zu. Er fügte hinzu, dass diese Konstellation bislang nur in früheren Bärenmarktphasen aufgetreten sei.

In dem Bericht wurden historische Kursrückgänge von 76 %, 69 % und 66 % in früheren Zyklen angeführt. Die Kryptowährung BTC war seinem Vergleich zufolge bereits um rund 50 % gefallen.
Diese Darstellung verstärkte die Besorgnis hinsichtlich einer abschließenden Kapitulationsphase. Dennoch bot das historische Muster keine Garantie für einen weiteren Abwärtstrend.
CrypNuevo betrachtete das Kurschart vom Sonntag aus einer eher taktischen Perspektive. Er wies auf Abwärtsdochte hin, denen kein tieferer Kursrückgang folgte, was darauf hindeutet, dass sich Long-Positionen zu bilden begannen.
Diese Entwicklung deutete darauf hin, dass der Markt die Liquidität noch immer auf die Probe stellte, anstatt einen klaren Trend zu zeigen. Der Analyst erklärte, dass neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Reaktion am Montag beeinflussen könnten.
Killa wies auf eine weitere kurzfristige Konstellation hin. Er erklärte, dass Long-Positionen mit geringer Hebelwirkung bereits aus dem Markt gedrängt worden seien, während es zwischen 63.000 und 67.000 US-Dollar zu Liquidationen von Short-Positionen gekommen sei.
Diese Zone bot ein mögliches Kursziel für den Fall, dass sich der Kurs erholen sollte. Allerdings zeigte dieselbe Konstellation auch, wie schnell sich die Positionen aufgelöst hatten.
Der BTC-Kurs folgt der Kluft bei den Transaktionen der Großinvestoren
XWIN Japan erklärte, die Aktivitäten der „Wale“ zeichneten ein gemischtes Bild. Der „Whale Accumulation Indicator“ von CryptoQuant zeigte einen Anstieg bei den Wallets, die mit Großinvestoren in Verbindung stehen.

Das Unternehmen gab an, dass die Zahl der neuen „Whale“-Adressen während der Korrekturphase zugenommen habe. Auch die bestehenden „Whale“-Wallets bauten ihre Bestände weiter auf, was auf eine schrittweise Positionierung hindeutete.
Die „Exchange Whale Ratio“ blieb jedoch auf einem hohen Niveau. Das bedeutete, dass Großinhaber nach wie vor einen großen Anteil an den Bitcoin-Überweisungen an Börsen hatten.
Die beiden Signale führten zu einer verhaltenen On-Chain-Entwicklung. Großinvestoren könnten Spot-Positionen aufbauen und gleichzeitig einen Teil ihrer Coins transferieren, um Liquidität freizusetzen oder ihr Portfolio neu auszurichten.
Diese Spaltung schwächte jede einfache optimistische Interpretation der Akkumulation durch Großinvestoren ab. Sie deutete zudem darauf hin, dass die Volatilität hoch bleiben könnte, während der Markt nach einer Richtung suchte.
XWIN Japan bezeichnete den Markt als Übergangsphase. Das Unternehmen erklärte, Händler sollten die Daten zu Großinvestoren mit den Handelsströmen an den Börsen, der ETF-Nachfrage und der Coinbase-Prämie vergleichen.
Der Bitcoin-Kurs steht nun vor einer knappen kurzfristigen Bewährungsprobe. Eine Erholung in Richtung des Clusters der Short-Positionen könnte den Druck mindern, doch sollte diese Entwicklung nicht anhalten, könnten die Verkäufer vor der nächsten makroökonomischen Reaktion weiterhin aktiv bleiben.






