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Die Bank of Korea testet eine 24-Stunden-Abrechnung in Won für ausländische Investoren

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Bank of Korea hat mit Tests zur 24-Stunden-Abrechnung in Won für ausländische Investoren begonnen.
  • Vier inländische Kreditinstitute schlossen sich dem Projekt an, bevor der Vollbetrieb im Januar 2027 aufgenommen wurde.
  • Separate Tests mit tokenisierten Zahlungen zeigen, dass Korea parallele Abwicklungswege entwickelt.

Die Bank of Korea hat am 21. September mit dem Testbetrieb für eine rund um die Uhr verfügbare Won-Abwicklung in Südkorea begonnen. Das Pilotprojekt richtet sich an ausländische Investoren, die bisher mit Abwicklungsbeschränkungen konfrontiert waren, die an die Geschäftszeiten der inländischen Banken gebunden waren. Die Zentralbank plant die Aufnahme des Vollbetriebs im Januar 2027.

Das Projekt ist Teil der umfassenderen Bemühungen Südkoreas, seine Deviseninfrastruktur für ausländische Institutionen zu öffnen. Es läuft zudem parallel zu separaten Pilotprojekten, die sich mit tokenisierten Einlagen und Zentralbankgeld im Großhandel befassen.

Bank of Korea startet Pilotprojekt zur 24-Stunden-Abrechnung in Won

Die Bank of Korea gab bekannt, dass das „BOK Won International Wire Network“ am 21. September den Probebetrieb aufgenommen hat. Vier inländische Kreditinstitute nahmen an dem ersten Test teil: die KB Kookmin Bank, die Woori Bank, die Hana Bank und die Shinhan Bank.

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Die Bank of Korea testet eine 24-Stunden-Abrechnung in Won | Quelle: X
Die Bank of Korea testet eine 24-Stunden-Abrechnung in Won | Quelle: X

Yonhap berichtete, dass der Testbetrieb um 9 Uhr Ortszeit begann. Das Netzwerk ist bis 9 Uhr des folgenden Werktags in Betrieb. An Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen ist es geschlossen.

Die Zentralbank plant die vollständige Einführung für Januar 2027. Es wird erwartet, dass sich ausländische Banken nach dem offiziellen Start dem System anschließen werden.

Der Bericht der Zentralbank über Zahlungs- und Abwicklungssysteme aus dem Jahr 2025 lieferte einen umfassenderen Kontext für das Projekt. Darin hieß es, dass die Betriebszeiten von BOK-Wire+ im März 2026 verlängert wurden. Der Bericht erwähnte zudem Arbeiten an BOK-Wire Int und der Einführung von ISO 20022.

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Diese Maßnahmen folgten auf umfassendere Bemühungen, grenzüberschreitende Abwicklungsengpässe zu verringern. Zudem wurde die Zahlungsinfrastruktur an die verlängerten Devisenhandelszeiten in Südkorea angepasst.

Das Finanzministerium teilte mit, dass der inländische Devisenmarkt am 6. Juli auf einen 24-Stunden-Betrieb umgestellt wurde. Diese Reform erweiterte den Zugang zum Handel, doch die Abwicklungsinfrastruktur erforderte noch separate Modernisierungen. Das neue Netzwerk schließt diese Lücke im Nachhandelsbereich und erweitert die Abwicklung auf die globalen Geschäftszeiten.

So funktioniert das Won-Abwicklungsnetzwerk

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft legte am 16. September den regulatorischen Rahmen fest. Durch die geänderten Vorschriften wurden „Registrierte ausländische Institutionen für KRW-Geschäfte“, bekannt als RFI-Ks, geschaffen.

Registrierte Institutionen können Sammelkonten bei inländischen Devisenbanken eröffnen. Anschließend können sie Transaktionen in koreanischen Won über BOK-Wire Int. abwickeln.

Das Ministerium beschränkte im Rahmen des neuen Regelwerks den Kreis der berechtigten Kunden auf ausländische Nichtansässige. RFI-Ks müssen zudem den Status ihrer Kunden überprüfen und bedeutende Transaktionen den Behörden melden.

Die Vorschriften erlauben die unbegrenzte Aufnahme von Won-Krediten bei inländischen Banken in Form von Überziehungskrediten zu Abrechnungszwecken. Das Ministerium erklärte, die Maßnahme diene der Verringerung des Abrechnungsrisikos.

Die Änderungen vom 16. September folgten auf eine öffentliche Konsultation, die vom 24. August bis zum 3. September stattfand. Das Ministerium teilte mit, dass das Amt für die Koordinierung der Regierungspolitik die regulatorische Prüfung vor der Veröffentlichung abgeschlossen habe. Damit wurde der Rahmen vor der Testphase freigegeben.

Ausländische Investoren können daher Transaktionen über registrierte Institute außerhalb Südkoreas abwickeln. Diese Struktur verringert die Abhängigkeit von Konten, die direkt bei koreanischen Finanzinstituten eröffnet wurden.

Das Ministerium stellte einen Zusammenhang zwischen dem Rahmenwerk und seiner am 19. Juli veröffentlichten Roadmap zur Internationalisierung des KRW her. Der Plan zielte auf eine breitere internationale Haltung, den Handel und die Abwicklung der Währung ab.

Die Bank of Korea treibt parallel dazu Tests mit tokenisierten Zahlungen voran

Das Abwicklungsnetzwerk selbst nutzt weder Blockchain noch eine digitale Zentralbankwährung. Die Zentralbank hat jedoch im Rahmen separater Programme die tokenisierte Abwicklung getestet.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich teilte mit, dass im Rahmen des Projekts „Agorá“ im Juli 2026 Realwerttests durchgeführt wurden. Die Teilnehmer wickelten in 17 Transaktionsszenarien rund 800.000 Schweizer Franken ab.

Bei dem Test kamen tokenisierte Zentralbankreserven und Einlagen von Geschäftsbanken zum Einsatz. Er umfasste den koreanischen Won sowie fünf weitere Währungen.

An den Echtwerttests im Rahmen des Projekts Agorá waren 28 Finanzinstitute und Zentralbanken beteiligt. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich dauerte die durchschnittliche Abwicklung etwa 80 Sekunden.

Die Bank of Korea hat zudem das Projekt „Hangang“ entwickelt, das sich um eine Infrastruktur für eine digitale Zentralbankwährung im Großhandel dreht. In der ersten Phase wurden tokenisierte Einlagen von Geschäftsbanken in einem einheitlichen Hauptbuch getestet.

Die Zentralbank teilte im März mit, dass eine zweite Live-Phase für Ende 2026 geplant sei. Nach Auswertung der Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt von 2025 bereiteten die Verantwortlichen die nächste Phase vor.

Diese Projekte sind weiterhin unabhängig vom neuen Offshore-Won-Netzwerk. Dennoch zeigen sie, dass Korea mehrere Abwicklungsmodelle gleichzeitig erprobt.

Die Bank of Korea strebt die vollständige Einführung im Januar 2027 an

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat die Vorschriften zur Förderung des Offshore-Won-Geschäfts bereits geändert. Die Regierung erklärte, dass registrierte Institute einer aufsichtsrechtlichen Überwachung und einer Transaktionsüberwachung unterliegen werden.

Der nächste Meilenstein ist die Aufnahme des vollständigen Offshore-Abwicklungsbetriebs im Januar 2027. Es wird erwartet, dass sich ausländische Banken nach dieser Aufnahme dem Netzwerk anschließen werden.

Die Umsetzung wird zeigen, ob verlängerte Geschäftszeiten den Zugang verbessern, ohne neue Abwicklungsrisiken zu schaffen. Das Ministerium erklärte, die Behörden würden die Transaktionen und die Einhaltung der Vorschriften überwachen, während das Offshore-Geschäft über registrierte Institute abgewickelt wird.

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Rupam Roy
Rupam Roy
I am a financial market enthusiast with 4 years of experience, specializing in crypto and the broader financial sector. A graduate in English Honours, I combine my journalistic passion with a deep interest in blockchain, digital assets, and fintech trends. Beyond reporting and editing, I like to write and compose songs.