Wichtige Erkenntnisse
- SBI Holdings hat die Übernahme von Bitbank am 1. Oktober abgeschlossen, wodurch die japanische Kryptobörse nun eine hundertprozentige Tochtergesellschaft ist.
- Tomohiko Kondo, CEO von SBI VC Trade, trat im Rahmen der neuen Führungsstruktur dem Vorstand von Bitbank bei.
- Bitbank erklärte, dass der Eigentümerwechsel keine Auswirkungen auf die bestehenden Börsendienste oder den Kundenzugang haben werde.
SBI Holdings hat die Übernahme von Bitbank am 1. Oktober abgeschlossen und die japanische Kryptobörse damit vollständig in den Finanzkonzern integriert.
Die Transaktion folgte auf im Juni bekannt gegebene Vereinbarungen und einen mehrstufigen Prozess, der eine Aktienübertragung, eine Kapitalerhöhung sowie den Rückkauf von Aktien durch Bitbank von MIXI und Ceres umfasste.
SBI hatte die Gesamtkosten der Übernahme zuvor auf 46,7 Milliarden Yen beziffert, was nach aktuellen Wechselkursen etwa 295 Millionen US-Dollar entspricht. Bitbank erklärte, dass der Eigentümerwechsel keine Auswirkungen auf die bestehenden Kundendienstleistungen haben werde.
Bitbank wird vollständig in die SBI-Struktur integriert
Die abgeschlossene Transaktion ändert zwar, wer Bitbank kontrolliert, nicht jedoch die von den Kunden genutzte Börse.
Bitbank erklärte, die Übernahme habe „keine Auswirkungen“ auf das bestehende Dienstleistungsangebot. Kunden können die Plattform wie bisher nutzen.
Noriyuki Hirosue bleibt unter der neuen Führungsstruktur Präsident und CEO von Bitbank.
Die auffälligste Veränderung betrifft die Führungsetage. Tomohiko Kondo, Präsident und CEO von SBI VC Trade, ist nun als Vorstandsmitglied bei Bitbank tätig.

Hirosue soll zudem zum externen Vorstandsmitglied von SBI VC Trade ernannt werden, wodurch eine direkte Managementverbindung zwischen den beiden Krypto-Unternehmen innerhalb der SBI-Gruppe entsteht.
Bitbank teilte mit, dass Kunden die Börse weiterhin wie vor der Transaktion nutzen können. Hirosue bleibt an der Spitze, während durch die Ernennung von Kondo ein Führungskraft aus dem Kryptobereich von SBI direkt in den Vorstand von Bitbank berufen wird.
SBI baut mehr als nur ein Börsennetzwerk auf
Die Bitbank-Transaktion erfolgt vor dem Hintergrund, dass SBI seine Aktivitäten auf verschiedene Bereiche der digitalen Finanzwirtschaft ausweitet.
Im Juli ging SBI Holdings eine strategische Partnerschaft mit der Solana Foundation und SBI R3 Japan ein, um einen aus Japan stammenden On-Chain-Finanzmarkt zu entwickeln.
Die Initiative umfasst auf Yen lautende Stablecoins, tokenisierte reale Vermögenswerte, grenzüberschreitende Zahlungen sowie On-Chain-Finanzdienstleistungen für institutionelle Anleger.
Die Partnerschaft steht in keinem Zusammenhang mit Bitbank, liefert jedoch nützliche Einblicke in die Ausrichtung des Geschäfts mit digitalen Vermögenswerten bei SBI.
Die Gruppe ist in den Bereichen Börsen, Blockchain-Infrastruktur und Finanzprodukte tätig, anstatt sich auf eine einzige Krypto-Plattform zu verlassen.
Auch Bitbank hat Produkte entwickelt, die über den herkömmlichen Spot-Handel hinausgehen. Im April berichtete „The Coin Republic“, dass die Börse die „EPOS Crypto Card“ für Bitbank eingeführt habe.
Mit der EPOS-Karte können Nutzer Rechnungen direkt mit dem auf der Plattform gehaltenen Bitcoin bezahlen. Dem Bericht zufolge bot die Visa-basierte Karte 0,5 % Cashback in BTC, Ether oder Aster.
Der Name „Bitbank“ verursachte im September ein separates Problem
Die Übernahme folgt zudem auf einen Vorfall, der in keinem Zusammenhang mit SBI oder der japanischen Börse steht.
Am 17. September verhängte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums Sanktionen gegen eine iranische Börse für digitale Vermögenswerte namens BitBank. Das Finanzministerium warf ihr vor, den Transfer von Kryptowährungen zu unterstützen, die mit den iranischen Finanznetzwerken in Verbindung stehen.
Das Finanzministerium identifizierte das iranische Unternehmen als Teil eines Netzwerks zur Umgehung von Sanktionen, das mit dem Finanzier Babak Zanjani in Verbindung steht.

Die japanische Bitbank stellte umgehend klar, dass es sich bei der sanktionierten Börse um ein völlig unabhängiges Unternehmen handele.
In einer Erklärung vom 18. September erklärte Bitbank Inc., dass das Unternehmen keinerlei Kapital-, Geschäfts- oder sonstige Verbindungen zur iranischen BitBank unterhalte und nicht den US-Sanktionen unterliege.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Beide Unternehmen verwenden nahezu identische Namen, sind jedoch eigenständige Rechtsträger, die in unterschiedlichen Rechtsräumen tätig sind.
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar.






