Der Kurs der Kryptowährung Ethereum (ETH) befindet sich aufgrund seines jüngsten Rückgangs an einem kritischen Punkt.
Er hat sein Unterstützungsniveau von Q4 2024 wieder erreicht, aber die Daten auf der Handelskette zeigen, dass die schwache Nachfrage möglicherweise zu einer weiteren Kapitulation führen könnte.
ETH war bereits Anfang Februar unter dieselbe Unterstützung gefallen, aber es folgte eine rasche Erholung.
Zuvor schien der Kurs das gleiche Unterstützungsniveau in der Nähe der Preiszone von $2.350 zu respektieren.

Seitdem ist der Kurs unter diese Marke gefallen und auf die nächste Unterstützung bei $2160 zurückgegangen.
Analysten gehen davon aus, dass das Unterstützungsniveau halten wird, aber eine schwache Nachfrage könnte den Weg für einen Durchbruch unter die Unterstützung ebnen.
Dies ist eine Möglichkeit, insbesondere wenn man bedenkt, dass der RSI zum Zeitpunkt der Beobachtung noch nicht im überverkauften Bereich lag.
Die Daten der ETH-Börsenströme zeigten, dass mehr ETH an die Börsen floss als abfloss.
Die Devisenzuflüsse betrugen fast 440.000 Münzen im Vergleich zu knapp über 354.000 Münzen an Devisenabflüssen.

Nach dem Einbruch unter das aktuelle Unterstützungsniveau wechselte der ETH-Preis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei $2162,06 den Besitzer.
ETH-Kurs kämpft mit schwacher Marktstimmung und institutionellen Abflüssen
Diese Möglichkeit einer weiteren Abwärtsbewegung wird durch die Tatsache unterstützt, dass der Angst- und Gierindex des Marktes in den letzten 24 Stunden weiter in den Bereich der extremen Angst gerutscht ist. Hinzu kommt, dass Ethereum-ETFs weiterhin Abflüsse verzeichnen.
Die Abflüsse aus Ethereum-ETFs waren in den letzten 5 aufeinanderfolgenden Tagen negativ. Sie verzeichneten in den letzten 24 Stunden Abflüsse im Wert von 94,3 Millionen Dollar, wobei Blackrock mit dem höchsten Betrag an Abflüssen führend war.

Institutionelle Abflüsse sind ein weiteres Zeichen für mangelndes Vertrauen unter den aktuellen Marktbedingungen.
Dies steht im Einklang mit dem höheren Verkaufsdruck, der die zinsbullischen Volumina erstickt hat.
Die Möglichkeit eines zinsbullischen Comebacks bleibt angesichts dieser Beobachtungen nebulös.
Dennoch neigt der Markt dazu, immer dann umzuschwenken, wenn es am wenigsten unerwartet ist.
Die gute Nachricht für die Bullen ist, dass die Wale auf dem Weg nach unten Dollar-Cost Averaging betrieben haben, obwohl die Daten auch zeigen, dass sie sich vorsichtig bewegt haben.
Derivathändler treten nach den jüngsten Liquidationen auf die Bremse
Apropos Vorsicht: Im Derivatesegment ist es in letzter Zeit ziemlich unruhig geworden.
Allein in den letzten 5 Tagen wurden Long-Positionen im Wert von über 440 Mio. $ liquidiert.

Das Niveau der Liquidationen war deutlich niedriger als Ende Januar.
Einer der Hauptgründe dafür war, dass das offene Interesse und der Appetit auf Hebelwirkung in dieser Woche deutlich geringer waren als vor 4 Wochen.
Das geringere Marktvertrauen sowie die sinkende Stimmung und die Liquidationen könnten die Derivatehändler weiter verunsichern.
Es ist erwähnenswert, dass sowohl die geschätzte Leverage Ratio als auch das Open Interest in den letzten 2 Tagen angestiegen sind.
Vielleicht ein Hinweis auf zinsbullische Erwartungen nach dem jüngsten erneuten Test der Unterstützung.
Das mag zwar der Fall sein, aber die Spot-Ströme blieben negativ, was auf eine weitere Möglichkeit von Liquidationen hinweist.
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Leverage Shake-Down immer noch im Gange ist, was eine deutliche Aufwärtserholung verhindern könnte.
Mit anderen Worten: Es besteht eine gute Möglichkeit, dass der ETH-Kurs unter $2.000 fallen könnte, wenn der Verkaufsdruck anhält.






