Wichtigste Erkenntnisse:
- Bitcoin-ETFs verzeichneten an einem einzigen Handelstag Zuflüsse in Höhe von 730,9 Mio. US-Dollar und erzielten damit den größten Tageszufluss seit dem 14. Januar.
- Der IBIT von BlackRock führte mit 454 Mio. US-Dollar an, während Ethereum-ETFs weitere 141,4 Mio. US-Dollar verzeichneten, da die institutionelle Nachfrage zunahm.
- Der BTC-Kurs stieg über 81.000 US-Dollar, da Short-Positionen im Wert von 448 Mio. US-Dollar liquidiert wurden, wobei der Verkaufsdruck seitens der „Wale“ relativ verhalten blieb.
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Donnerstag mit 730,9 Millionen US-Dollar ihren größten Tageszufluss seit Januar. Es scheint, als wären die „Wale“ gerade erst aufgewacht und würden nun kräftig aufstocken.
Bitcoin-ETFs verzeichneten laut Daten von SoSoValue Nettozuflüsse in Höhe von 730,9 Millionen US-Dollar – den höchsten Zustrom seit dem 14. Januar und den drittgrößten im Jahr 2026.

Der IBIT von BlackRock führte die Liste mit 454 Millionen US-Dollar an und machte damit 62 % des Gesamtvolumens aus. Der ARKB folgte mit 137,7 Millionen US-Dollar, während der FBTC von Fidelity 74,4 Millionen US-Dollar verzeichnete. Lediglich der HODL von VanEck und der BTCW von WisdomTree verzeichneten Mittelabflüsse.
Dieser Zustrom erfolgte kurz nachdem Bitcoin von unter 77.000 US-Dollar sprunghaft angestiegen war und mit 82.200 US-Dollar seinen höchsten Stand seit dem 15. Mai erreicht hatte. Die Fonds verzeichneten durchweg Zuwächse von fast 6 %, wobei das gesamte Nettovermögen erstmals die Marke von 103 Milliarden US-Dollar überschritt.
BlackRock-Bitcoin-ETF führt mit Zuflüssen in Höhe von 454 Mio. US-Dollar an, während der BTC-Kurs weiter steigt
Das BlackRock-Produkt (IBIT) sicherte sich den Löwenanteil und signalisierte den Anlegern damit, wohin das große Kapital fließt. Auch Krypto-ETFs verzeichneten in dieser Handelssitzung eine deutliche institutionelle Nachfrage. Insgesamt haben die kumulierten Nettozuflüsse in Bitcoin-ETFs seit ihrer Auflegung 55,44 Milliarden US-Dollar erreicht.
Der Zeitpunkt passte perfekt zur Kursentwicklung, da Bitcoin am selben Tag, an dem die Zuflüsse einsetzten, kräftig zulegte und Niveaus erreichte, die seit Mitte Mai nicht mehr gesehen worden waren. Diese Entwicklung hat dem Markt ein klares Signal gegeben, dass Großinvestoren in den Markt einsteigen.
Ethereum-Krypto-ETFs verzeichnen am selben Tag Zuflüsse in Höhe von 141 Mio. US-Dollar
Unterdessen verzeichneten auch die Spot-Ethereum-ETFs am selben Donnerstag Nettozuflüsse in Höhe von 141,4 Millionen US-Dollar. Der ETHA von BlackRock führte mit rund 72 Millionen US-Dollar an, während der FETH von Fidelity etwa 65 Millionen US-Dollar hinzukamen.

Der doppelte Mittelzufluss sowohl in Bitcoin- als auch in Ethereum-ETFs hat zu einem starken Tag für den gesamten Bereich der Krypto-ETFs geführt.
Trotz des Zuflusses wies Eric Balchunas, Senior-ETF-Analyst bei Bloomberg, darauf hin, dass bei den Zuflüssen seit Jahresbeginn nach wie vor eine große Lücke klafft. Laut Balchunas benötigen Krypto-ETFs nach Berücksichtigung des Zuflusses in Höhe von 730 Millionen US-Dollar weitere 1 Milliarde, um diese Lücke zu schließen.

Analyst zu BTC-Walen vor dem Hintergrund der Kapitalzuflüsse in den Bitcoin-ETF
Ein Analyst von CryptoQuant hat darauf hingewiesen, dass die Zuflüsse in den ETF möglicherweise der Auslöser waren, der den BTC-Kurs über 81.000 US-Dollar getrieben hat. Nach Angaben von Coinglass wurden in den letzten 24 Stunden Short-Positionen im Wert von mehr als 448 Millionen US-Dollar glattgestellt. Die dabei glattgestellten Short-Positionen trugen ebenfalls dazu bei, den Kursanstieg anzukurbeln.
In den letzten 24 Stunden wurden Short-Positionen im Wert von mehr als 448 Millionen US-Dollar glattgestellt. Die führende CryptoQuant-Analystin PelinayPA hat die Aktivitäten der „Wale“ ebenfalls aufgegriffen und angemerkt, dass diese BTC nach wie vor für zu günstig halten, um Gewinne mitzunehmen.

Gleichzeitig blieben NUPL, SOPR und NRPL konstant bei genau 1. Dies deutet darauf hin, dass veräußerte Coins im Allgemeinen zu Preisen gehandelt werden, die nahe an ihren Anschaffungskosten liegen.
Mit anderen Worten: Investoren realisieren derzeit weder nennenswerte Gewinne noch verkaufen sie mit erheblichen Verlusten. Dies trägt auch dazu bei, zu erklären, warum die BTC-Überweisungen von „Walen“ an Binance zurückgegangen sind.
Sollte die „Whale Ratio“ weiter sinken, während NUPL, SOPR und NRPL stabil bleiben, würde dies darauf hindeuten, dass der Verkaufsdruck nicht besonders stark ist.
Die Zahlen haben bestätigt, was der Kurschart bereits gezeigt hat: Die Käufer kehren in großem Umfang zurück. Sowohl Bitcoin-ETFs als auch Ethereum-ETFs verzeichneten solide Kursgewinne, während der Markt weiter zulegte. Da bedarf es keiner weiteren Erläuterungen – die Kapitalflüsse und der Kurs sprechen für sich.






