Der Bitcoin-Kurs stieg am Montag wieder über $106.000 und erholte sich damit von einem starken Einbruch am Wochenende, der ihn kurzzeitig unter die Schlüsselmarke von $100.000 drückte.
Die Erholung erfolgt vor dem Hintergrund nachlassender geopolitischer Spannungen und anhaltender institutioneller Nachfrage, was die Widerstandsfähigkeit von Bitcoin trotz der jüngsten Volatilität unterstreicht.
Bitcoin-Preis erholt sich nach Marktturbulenzen
Am Wochenende fiel der Bitcoin-Kurs auf $98.500 und damit erstmals seit über 45 Tagen unter die sechsstellige Marke – inmitten von Sorgen über einen eskalierenden Konflikt im Nahen Osten.
Am 24. Juni 2025 wurde Bitcoin laut CoinGecko-Daten bei etwa $106.026 gehandelt, ein Anstieg von 5,7% innerhalb von 24 Stunden. Die Schwankungen innerhalb eines Tages spiegeln die hohe Volatilität wider, zeigen aber auch eine solide Unterstützung auf niedrigerem Niveau.
Die Daten von TradingView bestätigen, dass der Bitcoin-Preis am Freitag auf ein lokales Tief bei $102.650 auf Binance gefallen ist, bevor er sich wieder erholte.
Am Montag fiel die Erholung mit der Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen Israel und dem Iran durch US-Präsident Donald Trump zusammen, was dazu beitrug, die Ängste der Anleger an den globalen Märkten zu lindern.
Institutionelle Zuflüsse stützen den Bitcoin-Preis
Krypto-Investmentprodukte verzeichneten in der vergangenen Woche kräftige Zuflüsse. Laut dem CoinShares-Bericht vom 20. Juni verzeichneten Krypto-ETPs Nettozuflüsse in Höhe von 1,24 Milliarden Dollar, wobei 1,1 Milliarden Dollar in Bitcoin-Fonds flossen.
Der Bitcoin-Spot-ETF (IBIT) von BlackRock führte den Anstieg an und trug dazu bei, dass im bisherigen Jahresverlauf insgesamt mehr als 15,1 Milliarden Dollar in Kryptofonds geflossen sind.
Diese Zuflüsse deuten auf ein anhaltendes institutionelles Interesse hin, selbst wenn der Bitcoin-Kurs in der Nähe seines Allzeithochs gehandelt wird.
Da das verwaltete Vermögen in Bitcoin-ETFs stetig ansteigt und mehr als 126 börsennotierte Unternehmen inzwischen BTC in ihren Depots halten, scheint die Grundlage für eine langfristige Nachfrage intakt zu sein.
Trotz des Ausverkaufs am Wochenende zeigte sich der Derivatemarkt von Bitcoin widerstandsfähig. Die Daten von CoinGlass zeigen, dass das gesamte offene Interesse an Futures bei 68 Milliarden Dollar lag. Nur $193 Millionen an Long-Liquidationen – nur 0,3% der Gesamtsumme.
Die Optionsmärkte auf Deribit deuten ebenfalls auf eine zinsbullische Stimmung hin, wobei sich das offene Interesse um Ausübungspreise von $110.000 und $120.000 für kommende Verfallstermine gruppiert.
Die Santiment-Daten zeigen, dass die Stimmung im Einzelhandel so stark gesunken ist wie seit April nicht mehr, während die On-Chain-Metriken von Glassnode auf eine Akkumulation durch große Bitcoin-Inhaber hinweisen.
Die Kombination aus bärischer Stimmung und Wal-Käufen geht oft einer zinsbullischen Wende voraus und unterstützt den Wiederanstieg des Bitcoin-Preises.
Die Bitcoin-Mining-Hashrate ist in der letzten Woche um 8% gesunken , von 943 Millionen auf 865 Millionen Terahashes pro Sekunde.

Analysten führen den Rückgang auf vorübergehende Stromprobleme und nicht auf systemische Probleme zurück. In der Zwischenzeit haben die Abflüsse an der Börse zugenommen, was darauf hindeutet, dass sich die Inhaber eher für die Selbstverwahrung als für Panikverkäufe entscheiden.
Die Kostenbasisdaten von Glassnode untermauern ebenfalls die bullischen Fundamentaldaten. Bitcoin wurde über der kurzfristigen Kostenbasis des Inhabers ($105.200) gehandelt, als ich diesen Artikel schrieb.
Und die langfristigen Kennzahlen zeigen, dass die Mehrheit der Inhaber weiterhin Gewinne erzielt, was das Risiko eines Zwangsverkaufs verringert.
$110K-Widerstand rückt in den Fokus
Nachdem sich der Bitcoin-Preis von den Tiefstständen vom Wochenende erholt hat, richten Analysten ihr Augenmerk auf die Widerstandszone bei $110.000. Dieses Niveau stellt eine wichtige psychologische und technische Barriere dar.
Ein Ausbruch könnte die nächste zinsbullische Phase einleiten, während ein Scheitern bei der Rückeroberung dieses Niveaus zu einer weiteren Konsolidierung führen könnte.
QCP Capital betonte die Bedeutung der Spanne zwischen $100.000 und $110.000 und wies darauf hin, dass eine Bewegung außerhalb dieser Spanne „ein breiteres Marktinteresse wiedererwecken könnte“.
IG Markets-Stratege Tony Sycamore hatte zuvor $110.000 als den nächsten wichtigen Widerstand hervorgehoben.






