In den jüngsten Krypto-Nachrichten äußerte Tiina Lee von Citi UK Bedenken über eine Risikogewichtung von 1.250% für Kryptoanlagen. Sie warnte, dass dies die Banken von dem wachsenden Sektor der digitalen Vermögenswerte ausschließen könnte.
In seiner Rede auf dem Londoner TheCityUK-Gipfel forderte Lee die Regulierungsbehörden auf, die Beschränkungen zu überdenken.
Sie argumentierte, dass zu strenge Regeln Krypto-Aktivitäten in unregulierte Bereiche treiben könnten, anstatt eine sichere, überwachte Teilnahme am Bankensystem zu fördern.
Citi: Krypto-Risikogewichtung kann Bank-Engagement begrenzen
Auf der Jahreskonferenz von TheCityUK in London äußerte Tiina Lee, die britische Länderchefin von Citi, Bedenken über die derzeitige aufsichtsrechtliche Behandlung von Kryptobeständen in den Bankbilanzen.
Lee verwies auf die globale Bankenregel, die allen Krypto-Assets, die von Finanzinstituten gehalten werden, ein Risikogewicht von 1.250% zuweist.
Diese Krypto-Regulierung, die im nächsten Jahr in Kraft treten wird, wird es im Wesentlichen zu teuer machen, digitale Vermögenswerte innerhalb der regulierten Banken zu halten.
Für eine Bank mit einer Eigenkapitalquote von 10 Prozent würde diese Regel bedeuten, dass die Bank eine Eigenkapitalposition von 125 pro 100 Einheiten ihres Kryptoengagements halten muss.
Das Risiko, Krypto in den Schattenbankensektor zu drängen
Zu den Krypto-Nachrichten: Lee warnte davor, dass zu strenge Vorschriften Krypto-Aktivitäten aus dem regulierten Finanzsystem verdrängen könnten.
Sie wies darauf hin, dass das Ziel zwar darin besteht, das Finanzsystem zu schützen, das Ergebnis jedoch sein könnte, dass digitale Vermögenswerte in weniger überwachten Umgebungen verwaltet werden.
Lee zufolge wäre es besser, wenn diese Vermögenswerte in einem Rahmen verbleiben, in dem eine angemessene Aufsicht und Überwachung gewährleistet ist.
Sie erkannte an, dass die Innovation im Bereich der digitalen Vermögenswerte schnell voranschreitet. Sie wies auch darauf hin, dass die Regulierungsbehörden möglicherweise auf die sich verändernden Ereignisse reagieren müssen.
Regulierung und Beaufsichtigung
Diese Äußerungen kamen in einer Zeit, in der internationale Finanzinstitutionen ihre Haltung zu Kryptowährungen überdenken, da die Akzeptanz zunimmt.
Die Aufsichtsbehörden sind konservativ und machen sich Sorgen über Volatilität, Betrug und systematische Risiken. Dennoch plädieren Bankvorstände wie Lee für einen Mittelweg.
Dies würde es regulierten Instituten ermöglichen, sich an der Wirtschaft der digitalen Vermögenswerte zu beteiligen. Außerdem beziehen sich die Kommentare des Citi-Chefs auf eine größere Diskussion im Finanzsektor.
Andere Stakeholder haben gefordert, dass die Regulierung ein verantwortungsvolles Engagement im Bankensektor fördern sollte.
Wenn regulierte Firmen vom Krypto-Engagement ausgeschlossen werden, so argumentieren sie, könnte die Kontrolle über den Markt zu unregulierten Anbietern abdriften.
Institutionelles Momentum und politischer Rückhalt für Krypto
Die Unterstützung für eine breitere institutionelle Beteiligung an den Kryptomärkten hat auch politisch an Fahrt gewonnen.
Die Trump-Regierung in den Vereinigten Staaten hat eine Politik unterstützt, die das Wachstum digitaler Vermögenswerte begünstigt.
Dieser politische Stimmungsumschwung bestärkte die Ansicht, dass Kryptowährungen in der traditionellen Finanzwelt eine akzeptiertere Anlageklasse werden könnten.
Da immer mehr Regierungen eine klare Regulierung und Infrastrukturunterstützung für digitale Vermögenswerte in Erwägung ziehen, prüfen die Banken zudem ihre potenzielle Rolle in diesem Ökosystem.
Ohne aktualisierte Regeln könnten die Banken ins Hintertreffen geraten, während alternative Finanzakteure eine größere Rolle bei kryptobasierten Dienstleistungen, Produkten und Anlageinstrumenten übernehmen.
Aufruf zur regulatorischen Rekalibrierung
Im April veröffentlichte das Vereinigte Königreich einen Gesetzesentwurf zur Regulierung von Unternehmen mit digitalen Vermögenswerten, um sie an konventionelle Finanznormen anzupassen.
Dieser Vorschlag richtet sich an Börsen, Verwahrstellen und Stablecoin-Emittenten und konzentriert sich auf Transparenz, Verbraucherschutz und operative Robustheit, um Vertrauen und Innovation auf dem Markt zu fördern.
Außerdem hat die britische Schatzkanzlerin Rachel Reeves den Rahmen auf einem Fintech-Gipfel vorgestellt. Weitere Gesetze wurden nach Konsultationen mit der Branche angekündigt.
Diese Maßnahme ist Teil des Gesamtplans für Veränderungen, um Großbritannien für internationale Investitionen in Fintech zu öffnen.






