Nach einer starken Rallye zu Beginn des Jahres durchlief der Ethereum-Preis kurzzeitig eine Abkühlungsphase, in der er seitwärts handelte und die Geräusche abschüttelte.
Aber unter der Oberfläche braut sich etwas zusammen. Das Angebot wird dünner, die Wale häufen sich und die Aktivitäten in der Kette nehmen wieder zu.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde der Coin bei $3720 gehandelt, nachdem er innerhalb eines Tages um 3,77% gestiegen war. ETH ist zwar noch nicht ausgebrochen, aber die Daten zeigen, dass dies nur eine Frage der Zeit ist. Hier ist, was jeder Händler wissen sollte, bevor es wieder laut wird.
Die großen Käufer sind zurück: Spot-Abflüsse, Whale-Wallets und ETF-Nachfrage
Beginnen wir damit, wohin sich der Ethereum-Preis entwickelt. Er geht nicht zu den Börsen, sondern er verlässt sie.
In den letzten Tagen haben fünf neue Geldbörsen fast 106.000 ETH im Wert von 397 Mio. $ aufgesammelt, wobei ein großer Teil davon allein von Kraken abgezogen wurde.
Diese Geldbörsen haben keinen Dollar-Kosten-Durchschnitt erzielt, sondern sind vor allem über OTC-Desks wie FalconX eingestiegen, was auf institutionelles Handeln schließen lässt.

Dies steht im Einklang mit den jüngsten ETF-Daten. In nur 24 Stunden kauften Treasury Desks und Fonds über 382.000 ETH, während nur 2.473 ETH emittiert wurden. Das ist eine Angebotsverknappung in Echtzeit; es werden mehr ETH eingesperrt als geschaffen.

Darüber hinaus blinkt der Netflow-Chart hellrot. Die wöchentlichen Abflüsse zeigen anhaltende Abflüsse. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Inhaber ihre ETH von den Börsen in kalte Geldbörsen verschieben, um sich auf die Langstrecke vorzubereiten.

Zusammengenommen bedeuten diese Ströme, dass weniger ETH für den Handel verfügbar ist. Und wenn das Angebot schrumpft, während die Nachfrage stark bleibt, tendieren die Preise nach oben. Das ist der klassische Treibstoff für einen Angebotsschock.
Die reale Nachfrage kommt zurück auf die Kette
Der Preis ist nicht das Einzige, was zählt. Was auf der Kette passiert, zeigt Ihnen, ob ETH verwendet oder nur gehandelt wird. In letzter Zeit hat diese Aktivität zugenommen.
Die Nutzung von Ethereum steigt wieder und erreicht täglich über 149 Millionen Einheiten. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen Ethereum nutzen; für DeFi, NFTs, Spiele, was auch immer.
Ein hoher Benzinpreis ist nicht nur eine Frage der Gebühren, sondern auch ein Zeichen von Wachstum.

Die Refinanzierungssätze zeigen auch, dass es keinen verrückten Aufbau von Fremdkapital gibt. Die Zinssätze sind immer noch niedrig (0,011%), was bedeutet, dass diese Entwicklung nicht auf eine Hebelwirkung zurückzuführen ist.
Die Händler haben ihre Long-Positionen noch nicht ausgeschöpft. Wenn ETH also anzieht, wird es sich nicht um eine dieser Pump-and-Dump-Bewegungen handeln, die schnell wieder verschwinden.
Schließlich sind die Long-/Short-Liquidationen fast ausgeglichen: etwa $5,01B long gegenüber $5,3B short. Das zeigt das Gleichgewicht.
Der Markt ist nicht übermäßig in eine Richtung geneigt, was Raum für einen sauberen Ausbruch lässt, wenn die Spot-Käufe anhalten.

Ethereum Kursziele und Trap-Zonen
Der ETH-Kurs tanzt immer noch um $3.622 und hält sich knapp über dem 0,786 Fibonacci-Level bei $3.635. Das ist unsere unmittelbare Unterstützung. Wenn sie fällt, könnte ETH in Richtung 3.371 $ oder sogar 3.263 $ abrutschen.
Aber wenn er hält, gibt es einen klaren Weg nach oben: das 1.618 Fib-Level bei $4.402 und dann $5.324 für die nächste Verlängerung. Das ist die 47%ige mögliche Rallye.

Der Chart des Analysten @TedPillows zeigt, dass der Ethereum-Preis noch nicht in die so genannte “Bananenzone” eingebrochen ist, einen steil aufsteigenden Kanal, in dem Erholungen vertikal verlaufen.
Er erwartet eine weitere Konsolidierungsphase, bevor ETH die Marke von $4.100 durchbricht. Wenn das passiert, könnten wir eine heftige Bewegung nach oben sehen, vor allem mit all den Hebeln auf der Short-Seite.

Wie die Liquidationskarte zeigt, sind Shorts über $3.700 stark gefährdet. Ein Anstieg über $3.800-$4.000 könnte eine Kaskade von Leerverkäufen auslösen: Zwangskäufe, die den nächsten Aufwärtstrend anheizen.
Die Tatsache, dass Leverage nicht überfüllt ist, bedeutet, dass noch viel Treibstoff im Tank ist.






