Die 5 besten Experten auf dem Kryptomarkt haben sich heute auf der Social-Media-Plattform X zu Wort gemeldet, um ihre Meinung über den jüngsten Crash zu äußern.
In den letzten 24 Stunden hat der Kryptomarkt eine starke Volatilität erlebt, angeführt von Bitcoin (BTC).
Der Einbruch des Kryptomarktes ist in erster Linie auf die verstärkten Handelsspannungen zwischen den USA und China zurückzuführen. US-Präsident Donald Trump hat vor kurzem angekündigt, chinesische Importe mit einem Zoll von 100% zu belegen.
Forscher legt Wert auf Geduld
Julien Bittel, Macro Research bei Global Macro Investor, hat eine Reihe von “Krypto-Regeln” für die Navigation auf dem volatilen Krypto-Markt aufgestellt.
Die erste von Bittel hervorgehobene Regel ist die Vermeidung von Leverage. Auf dem Kryptomarkt ermöglicht die Hebelwirkung den Anlegern, eine größere Positionsgröße als ihr Anfangskapital zu kontrollieren, indem sie sich Geld von einer Plattform leihen.
Während er die Gewinne vergrößern kann, erhöht die Hebelwirkung das Risiko, da die Verluste in Abschwungphasen die ursprüngliche Investition übersteigen können.

Die zweite Regel ist die Vermeidung von Fear Of Missing Out (FOMO). Die Regel rät, diszipliniert zu bleiben und emotionale Entscheidungen zu vermeiden, die auf kurzfristiger Marktaufregung basieren.
Bittel riet Anlegern außerdem, sich auf die Top 3 bis 5 Kryptowährungen zu konzentrieren, HODL über einen längeren Zeithorizont zu betreiben und sich selbst mit einer guten Wallet-Hygiene zu versorgen.
Der Krypto-Marktforscher betonte, dass Bitcoin trotz des aktuellen Rückschlags von 17% immer noch um über 620% gestiegen ist.
Er glaubt, dass das Festhalten an einer disziplinierten Strategie den Anlegern helfen wird, die Volatilität zu überstehen und emotionale Entscheidungen zu vermeiden.
Der CEO von Crypto.com fordert die Regulierungsbehörden auf, eine Börsenprüfung durchzuführen
Kris Marszalek, CEO von Crypto.com, äußerte seine Frustration über die anhaltende Marktvolatilität.
Der CEO forderte daher die Regulierungsbehörden auf, die Börsen, die in den letzten 24 Stunden die meisten Liquidationen verzeichneten, genau zu überprüfen.
Seine Erklärung weist auf mögliche Fehler im Börsenbetrieb hin, die die Verluste der Nutzer erhöht haben könnten.

Der CEO von Crypto.com forderte die Regulierungsbehörden auf, zu hinterfragen, ob die Börsen während der Spitzenvolatilität angehalten haben und die Nutzer in Verlustpositionen gefangen waren.
In der Regel ist es für die Nutzer schwierig, während der Börsenpausen aus dem Handel auszusteigen, was zu automatischen Liquidationen führt.
Kris forderte die Aufsichtsbehörden außerdem auf, zu hinterfragen, ob die Preise für den Handel korrekt und im Einklang mit den Indizes sind. Ein weiterer Faktor, den es zu beachten gilt, ist laut Kris die Einrichtung von Handelsüberwachungs- und AML-Programmen.
Polygon CEO betont, dass es keine Hebelwirkung im Kryptomarkt gibt
Genau wie Bittel riet auch Polygon-CEO Sandeep Nailwal den Anlegern, angesichts der anhaltenden Marktvolatilität Fremdkapital zu vermeiden.
Nailwal erklärte, dass es sich bei dem Absturz vom Freitag um einen vorübergehenden Kursrückgang für Anleger ohne Hebelwirkung handelte und nicht um eine finanzielle Katastrophe.
Die Anleger, die Kassapositionen hielten, sahen sich mit einem Wertverlust ihrer Kryptomarktportfolios konfrontiert, mussten aber keine Zwangsliquidationen vornehmen.
Aus der Sicht von Nailwal ist es für Anleger einfach, die Marktvolatilität auszusitzen, wenn sie keine gehebelten Positionen halten.
Raoul Pal spricht über langfristige Beteiligungen
Der Gründer von Real Vision, Raoul Pal, unterstützte ebenfalls die Meinung, dass es keine Hebelwirkung gibt. Ohne Fremdkapital sind die Anleger nicht gezwungen, bei Markttiefs zu verkaufen.

In seinem Beitrag wies Pal darauf hin, dass die derzeitige Marktvolatilität für langfristige Anleger ein Störfaktor ist.
Seiner Meinung nach müssen Investoren zunächst zwei Fragen beantworten, bevor sie in ein Projekt investieren. Die erste Frage ist, ob das Morgen digitaler sein wird als das Heute.
Zweitens müssen die Anleger feststellen, ob der Liquiditätszyklus und der Konjunkturzyklus ihren Höhepunkt erreicht haben oder noch steigen.
Das bedeutet, dass sich die Krypto-Preise erholen sollten, wenn die Liquidität weiter ansteigt, was den Crash zu einer Kaufgelegenheit macht.
James Wynn wendet sich von Trump ab
In seinem Beitrag betonte der Krypto-Influencer James Wynn, dass das Marktverhalten durch eine koordinierte Manipulation oder Erzählung beeinflusst wird.
Er erklärte, dass die wahre Natur des Crashs die psychologische Kriegsführung ist, nicht nur die wirtschaftliche, um das Vertrauen zu schwächen.
Wynn zufolge waren Trumps Zölle eine bequeme Tarnung für etwas viel Bedenklicheres. Wynn bemerkte,
“Vielleicht war das der ‘Grund’, aber es geht tiefer.”






