Wichtige Einblicke:
- Die On-Chain-Analyse kann zu falschen Verknüpfungen führen, wenn das Vertragsverhalten nicht überprüft wird, wie im Fall von WLFI zu sehen ist.
- Ein WLFI-Nutzer hat den Zugriff auf 95.000 Dollar verloren, nachdem ein falsches Etikett seine Brieftasche mit einer nordkoreanischen Hackergruppe in Verbindung gebracht hat.
- Der Bericht geht an den wirklichen Problemen vorbei und zeigt, warum die Analyse der Handelskette eine sorgfältige Lektüre und keine schnellen Schlussfolgerungen erfordert.
Die On-Chain-Analyse soll den Menschen helfen zu verstehen, was auf der Blockchain passiert. Sie zeigt, wer was gesendet hat, wann er es gesendet hat und welche Wallets miteinander verbunden sind.
Aber diese Woche hat gezeigt, dass selbst eindeutige Daten falsch interpretiert werden können. Ein Fehler wurde zu einer öffentlichen Behauptung, fror das Geld eines Benutzers ein und verwandelte einen einfachen Vertragsfehler in eine nationale Sicherheitsgeschichte. Lassen Sie uns verstehen, wie!
Der Fehler bei der On-Chain-Analyse
Das Problem begann, als eine Watchdog-Gruppe einen langen Bericht über WLFI veröffentlichte, ein Token-Projekt, das mit der Trump-Familie verbunden ist. In dem Bericht hieß es, dass ein Benutzer namens shryder.eth mit der Lazarus Group interagiert hatte.
Die Lazarus Group ist ein vom nordkoreanischen Staat unterstütztes Hacking-Team, das für Angriffe auf Banken, Börsen und sogar Regierungssysteme bekannt ist.
Die Behauptung war ernst gemeint. Sie enthielt Screenshots, Pfade zur Brieftasche und den Transaktionsverlauf. Jeder, der es schnell liest, würde denken, dass die Verbindung echt ist.
Aber der Bericht überprüfte nicht den Smart Contract, der hinter dem Token steht, der den “Lazarus Link” erstellt hat.
Ein Meme-Token namens Dream Cash hatte die Lazarus-Brieftasche als Vertragsinhaber festgelegt.
Das bedeutete, dass der Token so aussah, als stamme er von Lazarus, obwohl Lazarus ihn nie berührt hatte. Als Shryder.eth den Token einforderte, sah die Überweisung so aus, als käme sie von der Hackergruppe. Das war nur ein Trick, der durch die Vertragsgestaltung entstanden war.
Das Analystenteam hat dies nicht bemerkt. Sie behandelten die Token-Behauptung als Beweis für eine echte Verbindung. Dieser Fehler wurde zur Grundlage für ein vierzehnseitiges Dokument. An dieser Stelle ist die On-Chain-Analyse ins Stocken geraten, da die tatsächliche Transaktionsliste der Lazarus-Gruppe nicht überprüft oder nachverfolgt wurde.
Der Emittent wurde später von dem Analysten Nick Bax in einem ausführlichen Beitrag über X vorgestellt.
Der tatsächliche Schaden
Der Fehler verbreitete sich online sehr schnell. Er wurde wiederholt, als ob es sich um ein bestätigtes Verhalten handelte. Da die Anschuldigungen ernst klangen, reagierte WLFI mit dem Einfrieren der Token des Benutzers.
Etwa 95.000 $ wurden gesperrt. Er konnte diese Token nicht mehr bewegen oder verwenden.
Dies war nicht das erste Mal, dass diese Brieftasche mit einer Sperre konfrontiert wurde. Er wurde in der Vergangenheit auch von Uniswap und OpenSea gestoppt.
Diese Plattformen verwenden automatische Tools, die jede verdächtig aussehende Brieftasche blockieren. Diese Tools verwenden oft einfache Abgleichsregeln. Sie überprüfen keine Vertragsdetails oder Absichten.
So kann eine einzige Markierung einen Benutzer über Jahre hinweg verfolgen, selbst wenn der zugrunde liegende Grund falsch ist. Ein Standardfall eines falschen Positivs.

Dieser Fall zeigte, wie die On-Chain-Analyse zu Problemen führen kann, wenn man nur die Oberfläche liest und die technischen Teile überspringt.
Die wahren Probleme des Berichts?
Die größte Behauptung in dem Bericht war zwar falsch, aber es wurden auch andere Käufer erwähnt, die echte Fragen aufwarfen.
Einige Käufer hatten angeblich die größte iranische Kryptobörse genutzt, die mit Gruppen in Verbindung gebracht wird, die versuchen, Sanktionen zu umgehen.
Ein Nutzer hatte angeblich auch den A7A5-Token verwendet, einen Rubel-basierten Vermögenswert, der russischen Unternehmen helfen soll, Geld ohne herkömmliche Bankkontrollen über die Grenzen zu schicken.
Mehrere andere haben angeblich Tornado Cash benutzt, ein Mischprogramm, das die Herkunft der Gelder verschleiert.
Tornado Cash wurde von vielen normalen Nutzern verwendet, aber auch von Hackern und kriminellen Gruppen, da es die Verbindung zwischen den Geldbörsen unterbricht.
Diese Fälle waren real und wurden durch tatsächliche Daten belegt. Aber sie waren nicht Teil des Berichts, der viral ging. Der lauteste Punkt war der, der auf einer falschen Lesart beruhte.
Dies zeigt ein einfaches Problem. Die On-Chain-Analyse zeigt die rohe Aktivität. Sie erklärt nicht, warum etwas passiert ist. Sie sagt Ihnen nicht, ob eine Übertragung ein Scherz, ein Test, ein Fehler oder ein echter Akt war. Ohne den Vertrag oder das Design des Tokens zu überprüfen, kann eine normale Transaktion wie eine Bedrohung aussehen.






