Wichtige Einblicke:
- Das XRP Ledger (XRPL) hat in Version 3.2.0 den Namen seiner Kernserver-Software von „rippled“ in „xrpld“ geändert.
- Das Update entfernt veralteten Code, verbessert die Sicherheit und fordert die Validatoren nachdrücklich auf, ein Upgrade durchzuführen.
- Das von Ripple unterstützte Unternehmen Tazapay präsentiert ein Zahlungsmodell, das Kosten senkt und den Bedarf an Vorfinanzierung beseitigt.
Mit dem Update des XRP Ledger (XRPL) wurde eine wesentliche Änderung an der Kernsoftware eingeführt, da sich der Fokus zunehmend von der Diskussion um den XRP-Kurs hin zur Arbeit am System verlagert. Die neue Version umfasst eine Umbenennung, eine Bereinigung des Codes sowie verbesserte Sicherheitsmaßnahmen für Betreiber.
Aktualisierung des XRP-Ledgers und Umbenennung der Software
Ein neues Update des XRP Ledgers hat die Bezeichnung der Kernsoftware des Netzwerks geändert. Der Servercode heißt nun „xrpld“ statt „rippled“. Diese Änderung ist Teil der Version 3.2.0.
Damit soll das Open-Source-System von Ripple als Unternehmen getrennt werden. Knotenbetreiber und Validatoren werden aufgefordert, das Upgrade zügig durchzuführen.
Insbesondere liegt der Schwerpunkt nicht auf neuen Tools, sondern auf der Systemstabilität. Älterer Code wird entfernt, um das Netzwerk übersichtlich zu halten. Im Rahmen von „fixCleanup3_2_0“ werden mehr als 30 alte Änderungen zurückgezogen.
Auch für Entwickler gibt es kleinere Verbesserungen an den Tools. Sicherheitskorrekturen sind in derselben Version enthalten. Das Update des XRP-Ledgers zielt darauf ab, die Wartung des Netzwerks auf lange Sicht zu vereinfachen.

Von den Betreibern wird erwartet, dass sie vor dem Umstieg auf die neue Version die Kompatibilität prüfen. Bei einigen älteren Konfigurationen sind möglicherweise Anpassungen erforderlich, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.
Die Beseitigung von Altcode soll zudem dazu beitragen, Fehler zu reduzieren, die sich im Laufe der Zeit ansammeln. Durch die Reduzierung ungenutzter Teile des Systems kann das Netzwerk mit weniger Unterbrechungen betrieben werden.
Die Entwickler geben an, dass dies ihnen dabei hilft, sich auf sinnvolle Verbesserungen zu konzentrieren, anstatt alte Probleme zu beheben. Das Update ermöglicht nun zudem eine bessere Nachverfolgung von Änderungen innerhalb des Systems über längere Zeiträume hinweg.
Aktuelles zum XRP-Ledger und zur Tokenisierung
Das Update des XRP-Ledgers erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Diskussionen rund um die Tokenisierung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Unter Tokenisierung versteht man die Umwandlung realer Vermögenswerte in digitale Einheiten auf einer Blockchain.
Diese Einheiten lassen sich auf verschiedene Weise verschieben oder kombinieren. Manche Akteure vergleichen dies mit dem Zusammenfügen von Bausteinen, um neue Finanzprodukte zu schaffen.
Sobald Vermögenswerte auf der Blockchain liegen, können sie in Systemen genutzt werden, die schneller sind als ältere Konfigurationen. Das Update des XRP-Ledgers ändert nichts an den Token-Regeln. Es schafft lediglich eine solidere Grundlage für die zukünftige Nutzung.
Der Schwerpunkt liegt eher auf der Struktur als auf Kursbewegungen. Entwickler geben an, dass übersichtlichere Systeme die Entwicklung neuer Tools erleichtern. Viele Entwickler weisen darauf hin, dass tokenisierte Vermögenswerte dazu beitragen könnten, Verzögerungen bei der grenzüberschreitenden Abwicklung zu verringern.
Dies liegt daran, dass digitale Systeme Geldbeträge überweisen können, ohne auf die üblichen Banköffnungszeiten warten zu müssen. Manche sind der Ansicht, dass dies die Kosten für kleine Überweisungen senken könnte.
Die Idee befindet sich noch in der Entwicklung und hängt von einer breiteren Akzeptanz ab. In vielen Regionen wird weiterhin an Standards und Vorschriften gearbeitet. Die Hersteller beobachten derzeit, wie sich diese Systeme im praktischen Einsatz bewähren.
Das Zahlungsmodell von Ripple und Tazapay
Auch Ripple und Tazapay sind Teil der breiteren Diskussion rund um den Zahlungsverkehr. Tazapay ist an ein System angebunden, das die Kosten für grenzüberschreitende Überweisungen senkt. In einigen Fällen nutzt es eine auf Stablecoins basierende Abwicklung.
Dieses Modell wird manchmal als „Stablecoin-Sandwich“ bezeichnet. Es kann im Vergleich zu SWIFT zu einer Kostensenkung führen. Zudem entfallen dadurch die Notwendigkeit von Nostro- und Vostro-Konten.
Im Wesentlichen werden diese Konten in der Regel von Banken genutzt, um Guthaben in Fremdwährungen zu halten. Ohne Vorfinanzierung kann Geld schneller zwischen den Systemen fließen.

Das Update des XRP Ledger (XRPL) ist Teil eines allgemeinen Trends hin zu schnelleren und einfacheren Zahlungssystemen. Die Investition von Ripple in Tazapay zeugt von Interesse an dieser Entwicklung.
Im Mittelpunkt steht die Verringerung von Verzögerungen bei internationalen Zahlungen. Branchenbeobachter wiesen darauf hin, dass das Modell die Banken dazu veranlassen könnte, ihre Liquiditätssteuerung zu überdenken.
Noch wichtiger ist, dass sich dadurch auch die Art und Weise ändern könnte, wie Zahlungsdienstleister grenzüberschreitende Zahlungsströme abwickeln. Die Einführung wird von den gesetzlichen Rahmenbedingungen und dem Vertrauen zwischen den Partnern abhängen.
Einige Regionen könnten schneller vorankommen als andere. Der Ansatz wird derzeit noch in realen Systemen getestet. Die Ergebnisse werden zeigen, ob er über Pilotprojekte hinaus skalierbar ist. In den kommenden Monaten könnten weitere Partnerschaften folgen.






