Das Rätsel um den Schöpfer von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, ist in den Krypto-Nachrichten wieder aufgetaucht, als der Direktor von Coinbase, Conor Grogan, spekulierte, dass Kraken und sein Gründer, Jesse Powell, Zugang zu Satoshis wahrer Identität haben könnten.
Die Behauptung folgt auf neue Blockchain-Daten, die eine Verbindung zwischen einer alten, mit Satoshi verknüpften Wallet und einer zentralisierten Börse enthüllen.
Am 4. Februar hat das Blockchain-Analyseunternehmen Arkham Intelligence etwa 22.000 Wallets indiziert, die vermutlich Nakamoto gehören.

Unter diesen Adressen identifizierte Grogan eine, die mit einer inzwischen nicht mehr existierenden kanadischen Börse, CaVirtEx, interagiert hatte.
Kraken hat CaVirtEx im Jahr 2016 übernommen, was die Frage aufwirft, ob die Börse noch über relevante Kundendaten verfügt.
Satoshi Nakamotos erster On-Chain-Link zu einer Börse
Die Ergebnisse von Grogan deuten darauf hin, dass eine mit Satoshi verknüpfte Geldbörse mit einer bei CaVirtEx registrierten Abhebungsadresse verbunden ist.
Wenn das stimmt, wäre dies die erste dokumentierte On-Chain-Verbindung zwischen Nakamotos Bitcoin-Beständen und einer zentralen Börse.
Die Übernahme von CaVirtEx durch Kraken könnte bedeuten, dass Powell und sein Team historische Daten behalten haben, die möglicherweise Nakamotos Identität aufdecken könnten. Es gibt jedoch keine öffentlichen Belege dafür, dass Kraken immer noch im Besitz solcher Aufzeichnungen ist.

“Mein Rat an ihn wäre, die Daten zu löschen”, sagte Grogan in einem X (ehemals Twitter)-Thread und wies damit auf die möglichen Folgen der Entdeckung des schwer fassbaren Bitcoin-Gründers hin.
Arkhams Bericht verwendet das umstrittene Patoshi-Muster, einen Mining-Fingerabdruck, der mit frühen Bitcoin-Aktivitäten in Verbindung gebracht wird, um Wallets aufzuspüren, die mit Satoshi in Verbindung stehen.
Grogan räumte Fehler im Pantoshi-Muster ein, lobte aber die Ergebnisse von Arkham als “neue Beweise für die frühen Aktivitäten von Bitcoin”.
Eine der identifizierten Satoshi-verknüpften Geldbörsen ist auch mit einem aktiven Bitcoin-Wal verbunden, der zu aktuellen Preisen BTC im Wert von etwa 3 Milliarden Dollar hält.
Ob dieser Wal eine direkte Verbindung zu Nakamoto hat, bleibt unklar.
Die Haltung der Krypto-Gemeinschaft zur Identität von Satoshi in den Krypto-Nachrichten
Seit dem Start von Bitcoin im Jahr 2009 war die Identität von Nakamoto ein heißes Thema in den Krypto-Nachrichten. Verschiedene Personen, darunter Craig Wright, behaupteten, Satoshi zu sein, obwohl diese Behauptungen von der Krypto-Community weitgehend zurückgewiesen wurden.
Viele Branchenveteranen argumentieren, dass Bitcoin am besten ohne einen bekannten Schöpfer funktioniert. Ein öffentlicher Satoshi könnte rechtlich verfolgt werden oder die Marktdynamik beeinflussen und damit möglicherweise den dezentralen Ethos von Bitcoin stören.
Auch wenn die neuesten Erkenntnisse darauf hindeuten, dass Kraken wertvolle historische Daten enthält, ist nicht sicher, dass Nakamotos wahre Identität jemals aufgedeckt werden wird. Vorerst bleibt das Geheimnis bestehen und heizt die Spekulationen in der Kryptowelt an.
Kraken antwortete auf Grogans Beitrag mit: “Wir sind alle Satoshi”, woraufhin Grogan antwortete: “Dann ist es offiziell!”
Die CaVirtEx-Verbindung heizt das am längsten bestehende Geheimnis der Kryptowährung weiter an. Doch ohne konkrete Beweise bleibt die Identität von Satoshi spekulativ. Die Indizierung von Arkham und die Analyse von Grogan bieten neue Hinweise, aber keinen entscheidenden Beweis.
Für den Moment bleibt das Geheimnis durch das Schweigen von Kraken begraben. Und die Bitcoin-Gemeinschaft – die Hüter des dezentralen Erbes – scheint sich damit zufrieden zu geben, die Legende weiterleben zu lassen.






