Der jüngste Ausverkauf von Bitcoin hat Hunderte von Millionen an nicht realisierten Gewinnen vernichtet, und die Wale hat es am härtesten getroffen.
Laut den Daten von CryptoQuant zu den realisierten Gewinnen hat der starke Einbruch des BTC-Kurses Anfang Juli zu starken Verlusten bei großen Wallets geführt.
In nur wenigen Tagen haben die Bitcoin-Whale-Wallets zusammen über 100 Millionen Dollar verloren. Und es ist offensichtlich, dass neue Bitcoin-Whale-Adressen (wahrscheinlich Neueinsteiger) zum Großteil des realisierten Verlustes beigetragen haben.
So geht’s weiter
Es handelt sich nicht ausschließlich um Spotverkäufe. An der Derivatfront bleiben die Finanzierungssätze, insbesondere die Open Interest (OI)-gewichteten Metriken, ungewöhnlich flach.
Wenn die Märkte heftig schwanken, schnellen die Refinanzierungssätze normalerweise in die Höhe. Aber hier hat die Finanzierung trotz der sichtbaren Liquidationen kaum reagiert.

Dies schafft eine seltsame Dissonanz: Die Bitcoin-Wale steigen aus, aber die Händler zahlen keine Prämie (pauschale Finanzierungssätze), um long oder short zu bleiben. Der Markt scheint in Unentschlossenheit erstarrt zu sein.
Welche Bitcoin-Wale werden getroffen
Einige Wallets haben vor den Augen der Öffentlichkeit massive Verluste erlitten. Einer der bekanntesten Namen ist James Wynn (@JamesWynnReal), ein Krypto-Händler, der für seine aggressiven 40-fach gehebelten Spiele auf Hyperliquid bekannt ist.
Laut Lookonchain wurde Wynn während des Einbruchs am 2. Juli für 4,59 BTC (486.000 $) teilweise liquidiert. Sein Liquidationspreis lag knapp über $105.500, was bestätigt, dass er am falschen Ende einer schnellen Bewegung erwischt wurde.

Wenige Augenblicke später meldete Onchain Lens, dass Wynn die Richtung gewechselt hatte. Er schloss seine vorherige Position mit einem Verlust von 3.015 $ und eröffnete sofort wieder eine neue 40x BTC-Longposition.

Er war nicht allein. Ein anderer Händler, der nur unter der Adresse 0xFa5D bekannt ist, schloss eine Long-ETH-Position mit einem Verlust von 3,55 Millionen Dollar, wie Hyperdash-Screenshots zeigen.
Minuten später stieg dieselbe Wallet mit einem 10-fachen Leerverkauf auf ETH wieder in den Markt ein und verwendete dabei das gesamte USDC-Guthaben von 15,6 Millionen Dollar. Ja, das zeigt, dass die Wal-Blutung nicht nur auf BTC beschränkt war.

Wieder einmal endete die Aktion mit einem massiven Verlust von 3,27 Millionen Dollar, so dass insgesamt 6,83 Millionen Dollar in 24 Stunden verloren gingen.
Onchain Lens stellte fest, dass die Wallet, wenn sie die vorherige Position einfach gehalten hätte, vielleicht einen Gewinn erzielt hätte. Aber die Emotionen nahmen überhand.
Was die Charts sagen
Das BTC Realized Profit Diagramm von CryptoQuant zeigt im Juli einen steilen Abfall unter Null, wobei die violetten und blauen Balken, die neue Wale und solche, die in den letzten 30 Tagen aktiv waren, in den negativen Bereich spitzen. Dies ist typischerweise eher ein Zeichen für panische Ausstiege als für Gewinnmitnahmen.

Die Charts der Finanzierungsrate von Coinglass machen die Sache noch unklarer. Die OI-gewichtete Funding-Rate von BTC bewegte sich im neutralen Bereich, was darauf hindeutet, dass weder Long- noch Short-Positionen dominierten.
Der ETH-Finanzierungs-Chart zeigte leicht positive Kurse, aber nicht genug, um eine starke Richtungsüberzeugung zu erkennen. Die Händler scheinen vorsichtig zu sein und sich möglicherweise zurückzuhalten, obwohl sich die Liquidationen häufen.
Ein Blick auf Ethereum-Händler
ETH wurde nicht verschont. Der Finanzierungssatz für ETH-Futures zeigte eine kleine positive Tendenz, selbst als die Preise unter $2.400 fielen. Die Daten von Coinglass zeigen, dass trotz kleiner Zuflüsse die Überzeugung schwach bleibt.

Auch hier stapeln sich die Liquidationsgeschichten. Der Twitter-Nutzer @qwatio, genannt “The Gambler”, hat Berichten zufolge 30,65 Millionen Dollar in BTC und 20,6 Millionen Dollar in ETH in einer einzigen Runde verloren und wurde auf beiden Seiten des Handels liquidiert. Er wurde nun 23 Mal mit beiden Vermögenswerten liquidiert.

Ein derartiges Überengagement tritt in der Regel auf, wenn die Volatilität sich verdichtet und dann plötzlich einbricht.
Die Wale steigen nicht geschlossen aus, aber es sind genug, um die Nadel zu bewegen. Die Finanzierungsdaten zeigen uns, dass es keinen klaren Konsens unter den Derivatehändlern gibt. Tatsächlich könnte die verhaltene Reaktion des Marktes eher auf Erschöpfung als auf Zuversicht hindeuten.
Das Besondere hier ist nicht nur der Umfang der Liquidation, sondern auch das Verhalten. Geldbörsen wie 0xFa5D und @JamesWynnReal haben ihre Positionen aggressiv umgeschichtet, manchmal innerhalb von Minuten, und so ihre Verluste vergrößert. Das riecht nach FOMO und emotionalem Handel.
Einige sehen diesen Schnitt als Bodenbildung. Andere sagen, dass noch mehr Schmerzen bevorstehen, wenn die Finanzierung nicht umschlägt.






