Wichtige Einblicke:
- Die Krypto-Börse Bithumb hat 695 Nutzern während einer Belohnungsaktion versehentlich 620.000 Bitcoin gutgeschrieben.
- Bitcoin/KRW fiel aufgrund eines massiven Ausverkaufs auf etwa $55.000.
- Die südkoreanische Aufsichtsbehörde FSC leitet eine Notfallinspektion ein, um den Vorfall zu untersuchen.
Südkoreas Finanzaufsichtsbehörde (FSS) hat ihre Ermittlungen gegen die größte Kryptobörse des Landes, Bithumb, zu einer umfassenden Untersuchung ausgeweitet, nachdem ein katastrophaler Systemfehler den Nutzern fälschlicherweise Bitcoin im Wert von 40-44 Milliarden Dollar gutgeschrieben hat.
Die am 6. Februar 2026 festgestellte Störung bei Bithumb verwandelte das, was eigentlich eine reguläre Werbebelohnung hätte sein können, in etwas, das man fast als existenzielle Krise der Plattform bezeichnen könnte.
Die Krypto-Börse gab in einer Erklärung bekannt, dass das Problem während der Durchführung eines Belohnungsprogramms auftrat, in dessen Rahmen die Nutzer Boni in Höhe von 2.000 koreanischen Won erhalten sollten. Aufgrund eines Systemfehlers wurden die Preise stattdessen in Bitcoin ausgezahlt.
Infolge der Bithumb-Panne wurden 695 Benutzern fälschlicherweise 620.000 BTC gutgeschrieben. An der Börse fiel Bitcoin/KRW auf ca. $55.000, da einige Personen die Kryptowährung sofort verkauften.
An anderen Börsen wurde Bitcoin im gleichen Zeitraum weiterhin über $66.000 gehandelt. Der Marktstress hat sich verschärft, da die Wale Bitcoin anhäufen.
Bithumb Krypto-Börse Zeitleiste des Vorfalls
Das interne Überwachungssystem von Bithumb entdeckte verdächtige Aktivitäten um 19:00 Uhr KST am 6. Februar. Innerhalb von acht Minuten begannen die Kunden mit dem Handel der sogenannten Phantomguthaben an BTC in ihren Geldbörsen.
Bei Bithumb fiel das Paar BTC/KRW um 17-20% auf 81 Millionen Won (umgerechnet 55.000), was zu einer inversen Kimchi-Prämie führte. Um 19:35 Uhr, nur 35 Minuten nach der Entdeckung, sperrten Mitarbeiter der Börse Dutzende von eingefrorenen Konten und den Handel.

Diese schnelle Aktion rettete die Blutung: Die Kryptobörse holte 99,7% der fehlgeleiteten Token zurück, und nur etwa 9-13 Millionen Dollar blieben durch sofortige Verkäufe durch den Nutzer oder Abhebungen ungedeckt.
Bithumb-Fehler aufgedeckt: Fat-Finger-Fehler im Belohnungsmodul
Fachleute erklären die Bithumb-Panne als einen Fettfinger-Fehler im Rewards-Abrechnungsmodul; das System hat während einer Werbezahlung fälschlicherweise KRW-Einheiten in Bitcoin umgewandelt.
Die Phantomsalden wurden zu handelbaren Aktiva im Gegensatz zu echten Kaufaufträgen und verringerten die Liquidität der Orderbücher, ohne die Währungsreserven zu beeinträchtigen.
Die von Bithumb auferlegte Obergrenze von 50.000 BTC diente als wesentliche Firewall, da selbst bei dem illusorischen Windfall der vermeintlichen 40 Milliarden Dollar eine komplette Bankenkaskade folgte.
Es wurde nicht von außen gehackt; es gab lediglich keine internen Kontrollen, um die Höhe der Auszahlung zu überprüfen, bevor sie ausgeführt wurde.
Die Bithumb-Panne hat Schwachstellen in automatisierten, Smart-Contract-ähnlichen Systemen an zentralisierten Börsen (CEX) offenbart, bei denen sich Mikrosekunden-Unterschiede zu systemischen Schocks verstärken.
Regulatorische Antwort
Am 7. Februar fand eine Dringlichkeitssitzung des FSC und des FSS in Südkorea statt, die vom stellvertretenden Vorsitzenden des FSC, Kwon Dae-young, geleitet wurde. Mitglieder der Financial Intelligence Unit nahmen ebenfalls teil. Sie bezeichneten den Vorfall als eine groß angelegte Fehllieferung und eröffneten eine Vor-Ort-Kontrolle bei Bithumb.
Vertreter der Financial Intelligence Unit und der Finanzaufsichtsbehörde waren ebenfalls anwesend. Die Aufsichtsbehörden sagten, sie hätten die Auswirkungen der Bithumb-Panne beobachtet und bezeichneten den Fehler als eine Massenfehllieferung.
Der CEO der Krypto-Börse, Lee Jae-won, hat sich öffentlich entschuldigt und eine umfassende Entschädigungsstrategie vorgestellt. Seiner Ansicht nach trägt das Unternehmen die volle Verantwortung und wird sich bemühen, das Vertrauen der Kunden zu erhalten. Weitere Nachrichten: Bitcoin USD sieht sich verschärften Bedingungen gegenüber, nachdem chinesische Aufsichtsbehörden die Banken angewiesen haben, die Käufe von US-Staatsanleihen zu begrenzen, und dabei Konzentrationsrisiken und Volatilität anführen.
Historische Parallelen
Obwohl der Bithumb-Vorfall wegen seiner Auswirkungen auf Kryptowährungen bemerkenswert ist, spiegelt er einen breiteren Trend im traditionellen Finanzwesen wider. Im April 2024 unterlief der Citigroup ebenfalls ein Fehler, als sie ein Kundenkonto mit 81 Billionen statt 280 einzahlte.
Der Fehler wurde innerhalb weniger Stunden entdeckt und behoben. Der Fehler wurde in zwei Runden von den Mitarbeitern überprüft.
Der Hauptunterschied liegt in der Geschwindigkeit der Wiederherstellung. In traditionellen Finanzsystemen gibt es andere Methoden, um fehlerhafte Transaktionen rückgängig zu machen.
Die operativen Kontrollen bei Kryptowährungsbörsen sind ein ernsthaftes Problem, da ein einziger Fehler eines Mitarbeiters ein 40 Milliarden Dollar Problem verursachen könnte. Bei bedeutenden Transaktionen wenden die etablierten Finanzinstitute in der Regel mehrere Verifizierungsstufen an.
Der Bitcoin-Markt sollte stärkere interne Regulierungen haben, wie der offensichtliche Mangel an internen Maßnahmen bei Bithumb zeigt.






