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Paxful muss $4 Mio. Strafe zahlen, nachdem das DOJ Versäumnisse bei der AML beanstandet hat

Wichtige Einblicke:

  • Paxful mit $4 Mio. Geldstrafe wegen AML-Verstößen belegt
  • DOJ nannte Verbindungen zu Menschenhandel und Betrug
  • Ursprüngliche Strafe von $112,5 Millionen aufgrund der Finanzen reduziert

Das US-Justizministerium hat Paxful Holdings Inc. zur Zahlung von 4 Millionen Dollar verurteilt, nachdem das Unternehmen zugegeben hatte, von illegalen Transaktionen profitiert zu haben. Der Strafbefehl folgte auf ein Schuldeingeständnis vom Dezember im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Geldwäschegesetz und Verschwörungsvorwürfen. Die Staatsanwaltschaft sagte, dass die Peer-to-Peer-Kryptobörse wissentlich Gelder im Zusammenhang mit Betrug, Prostitution und Sexhandel ermöglichte.

Die Aktion hat Paxful in der Debatte um die Einhaltung von Krypto-Richtlinien erneut ins Visier genommen. Paxful hatte sich selbst als Plattform mit minimalen Identitätsprüfungen vermarktet, was nach Ansicht der Regulierungsbehörden hochriskante Nutzer anlockte. Die Geldbuße bildet den Abschluss einer mehrjährigen Untersuchung, die sich auf die Anti-Geldwäsche-Kontrollen der Plattform und ihr internes Bewusstsein für kriminellen Missbrauch konzentrierte.

DOJ Details zu strafrechtlichen Risiken und Einnahmen

Das Justizministerium gab an, dass Paxful zwischen Januar 2017 und September 2019 mehr als 26 Millionen Geschäfte im Wert von fast 3 Milliarden Dollar abgewickelt hat. In diesem Zeitraum hat das Unternehmen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als 29,7 Millionen Dollar an Einnahmen erzielt. Die Beamten fügten hinzu, dass Paxful einer angemessenen Strafe in Höhe von 112,5 Millionen Dollar zugestimmt hatte, obwohl eine interne Überprüfung ergab, dass das Unternehmen nicht in der Lage war, mehr als die auferlegten 4 Millionen Dollar zu zahlen.

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Quelle: X
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Der stellvertretende Generalstaatsanwalt A. Tysen Duva sagte, dass die Plattform von Kriminellen profitierte, die sie anlockte, indem sie mit schwachen Sicherheitsvorkehrungen warb. Die Ermittler argumentierten, dass Paxful Anti-Geldwäsche-Richtlinien präsentierte, die nicht umgesetzt oder durchgesetzt wurden. Dieses Eingeständnis war Teil der Einigung des Unternehmens, das Versäumnisse bei der Aufrechterhaltung eines wirksamen Compliance-Programms einräumte.

Das Justizministerium beschrieb auch die Geschäfte von Paxful mit Backpage, einer Website für Kleinanzeigen, die von den Behörden wegen illegaler Prostitutionseinträge geschlossen wurde. Laut Staatsanwaltschaft hat Paxful wissentlich Kryptowährungen für Backpage und eine andere ähnliche Website transferiert. Zwischen 2015 und 2022 wurden Bitcoin im Wert von etwa 17 Millionen Dollar von einer Paxful-Brieftasche zu diesen Plattformen transferiert und dabei mindestens 2,7 Millionen Dollar Gewinn erzielt.

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Beamte erklärten, dass die Firmengründer das Wachstum durch diese Aktivitäten intern als “Backpage-Effekt” bezeichneten. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass Paxful wusste, dass die Kunden Gelder aus Straftaten im Zusammenhang mit Ausbeutung überweisen. Diese Beziehung war ein zentraler Teil der Argumentation der Regierung, die das operative Wachstum mit kriminellen Erträgen in Verbindung brachte.

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Schuldbekenntnis des Gründers und Folgen für die Compliance

Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass sich der Mitbegründer Artur Schaback im Juli 2024 schuldig bekannte, kein wirksames Programm zur Bekämpfung der Geldwäsche eingerichtet zu haben. Er gab auch zu, den Nutzern fälschlicherweise gesagt zu haben, die Plattform benötige keine “Know-Your-Customer”-Verfahren. Ein Bundesrichter verschob später seine Anhörung zur Strafzumessung von Januar auf Mai, nachdem die Staatsanwaltschaft erklärt hatte, dass er weiterhin mit den Ermittlungen kooperiert.

Paxful stellte im November den Betrieb ein, nachdem die Kosten für Rechtsstreitigkeiten und Compliance gestiegen waren. In einem inzwischen gelöschten Blogbeitrag vom Oktober verwies das Unternehmen auf historisches Fehlverhalten ehemaliger Mitbegründer und steigende Sanierungskosten. Mitbegründer Ray Youssef erklärte öffentlich, dass die Börse hätte geschlossen werden müssen, als er zwei Jahre zuvor das Unternehmen verließ.

Das Justizministerium erklärte, seine unabhängige Finanzanalyse habe ergeben, dass Paxful eine höhere Strafe nicht verkraften könne. Diese Entscheidung reduzierte das Risiko von einem neunstelligen Betrag auf einen Bruchteil der ursprünglich vereinbarten Summe. Die Aufsichtsbehörden bezeichneten das Ergebnis jedoch als Rechenschaftspflicht für die wissentliche Übermittlung von Geldern im Zusammenhang mit organisierten kriminellen Aktivitäten.

Krypto-Börsen stehen jetzt unter verschärfter Beobachtung, da die US-Behörden die Einhaltung der Anti-Geldwäsche-Bestimmungen verschärfen. Dieser Fall zeigt, dass der Vertrieb von minimalen Identitätsprüfungen regulatorische Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Branche wird weiterhin beaufsichtigt, da die Behörden das frühere Verhalten und die aktuellen Compliance-Standards bewerten.

Die Anhörung zur Verurteilung von Schaback im Mai war der nächste Meilenstein in diesem Verfahren. Weitere Enthüllungen könnten die Empfehlungen für die Kooperationsvereinbarungen beeinflussen. Das Ergebnis könnte künftige Strafverfolgungsmaßnahmen gegen Peer-to-Peer-Krypto-Plattformen beeinflussen.

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Rupam Roy
Rupam Roy
I am a financial market enthusiast with 4 years of experience, specializing in crypto and the broader financial sector. A graduate in English Honours, I combine my journalistic passion with a deep interest in blockchain, digital assets, and fintech trends. Beyond reporting and editing, I like to write and compose songs.