Wichtige Einblicke:
- Zach Pandl von Grayscale beschreibt, wie MicroStrategy die Volatilität von Bitcoin beeinflusst hat.
- Die nicht realisierten Verluste von Strategy haben mit über 10 Milliarden Dollar den höchsten Stand in der Geschichte erreicht.
- Bitcoin und Strategie-Aktien schneiden schlechter ab als die großartigen 7.
MicroStrategy steht im Rampenlicht der Kryptowirtschaft, insbesondere nach dem Blutbad, das sich diese Woche ereignet hat. Die Aktie hat wegen ihres starken Engagements in Bitcoin für Gesprächsstoff gesorgt.
Wie erwartet blieb MicroStrategy von den jüngsten volatilen Marktbedingungen nicht verschont. Noch interessanter ist, dass Analysten einen Teil der Bitcoin-Volatilität auf Strategy zurückgeführt haben.
Zach Pandl, der Forschungsleiter von Grayscale, hat vor kurzem erklärt, dass Strategy einen großen Anteil an dem Verkaufsdruck gehabt haben könnte. Dies geschah aufgrund der Ankündigung Anfang des Monats, 32 BTC zu verkaufen.
Pandl glaubt, dass der Verkauf Auswirkungen auf die Marktstimmung hatte. Er fügte hinzu, dass das stark fremdfinanzierte Geschäftsmodell des Unternehmens jetzt, da die Märkte abgestürzt sind, stärker unter Druck steht.
Der Grayscale-Analyst merkte auch an, dass MicroStrategy bei den aktuellen Kursen der MSTR-Aktie nur noch begrenzt in der Lage ist, mehr BTC zu akkumulieren.
MicroStrategy sitzt jetzt auf unrealisierten Verlusten in Höhe von rund 10 Milliarden Dollar
Der Verkaufsdruck in dieser Woche hat nicht nur die Stimmung getrübt, sondern auch MicroStrategy in die Verlustzone geführt. Die neuesten Daten zeigen, dass das Unternehmen nicht realisierte Verluste im Wert von über 10 Milliarden Dollar hat.

Dieser Verlust basiert auf den BTC-Beständen und den geliehenen Mitteln. Die Sorge besteht darin, dass tiefere Verluste die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen könnten, seinen Schuldverpflichtungen nachzukommen.
Der Vorstandsvorsitzende, Michael Saylor, hatte jedoch zuvor erklärt, dass MicroStrategy noch über einen gewissen Spielraum für die Rückzahlung von Schulden und Dividenden verfügt. Diese Zusicherung stärkte beim letzten Mal das Vertrauen der Anleger und ebnete den Weg für eine Erholung.
Diesmal geht es darum, dass sich das Unternehmen den Verkäufern angeschlossen hat. Die Menge der verkauften BTC hat jedoch kaum eine Delle in den Bitcoin-Beständen von MicroStrategy hinterlassen.
Trotzdem bleibt der Markt besorgt über die möglichen Auswirkungen auf Strategy und sein Geschäftsmodell, wenn die Preise weiter fallen. Die Tatsache, dass die Aktie bereits tief in der Verlustzone war, hat bei den Anlegern bereits die Alarmglocken schrillen lassen und das Risiko einer weiteren FUD-induzierten Kaskade aufkommen lassen.
Unterdurchschnittliche Performance der MSTR-Aktie enttäuscht die Anleger
Die MSTR-Aktie befand sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts an einer kritischen Unterstützungszone. Bei Redaktionsschluss notierte sie bei $120, nachdem sie sich von ihrem Wochentief bei $114 leicht erholt hatte.

Der Kurs der MSTR-Aktie stand kurz davor, in den überverkauften Bereich zu fallen. Das letzte Mal war dies im Februar der Fall, als der Kurs in den zweistelligen Bereich zu fallen drohte.
Dieses Mal ist das Risiko auch real, insbesondere wenn der Markt seinen bärischen Angriff in der kommenden Woche ausweitet. Interessanterweise haben der Absturz des Bitcoin-Preises und die bärische Aktivität von MSTR die Anleger enttäuscht.
Die MicroStrategy-Aktie ist in den letzten 12 Monaten um 67% und in den letzten 3 Monaten um 14% gefallen. In der Zwischenzeit ist Bitcoin in den letzten 12 Monaten um 41% und in den letzten 3 Monaten um 15% gefallen.
Sowohl MSTR als auch BTC haben sich im Vergleich zu allen Magnificent 7-Werten unterdurchschnittlich entwickelt. In der Tat hat der Markt vor kurzem einen starken Abzug institutioneller Liquidität erlebt, was auf eine Panik der Anleger hindeutet.
Die Liquiditätsabflüsse unterstrichen die Kapitulation, was darauf hindeutet, dass die Anleger Gelder abziehen und in Anlagen mit höheren Renditen umleiten. Dies bringt Bitcoin und die MSTR-Aktie in eine prekäre Lage.
Wird der Markt wieder stark anziehen oder werden die Preise weiter fallen? Die ermäßigten Preise könnten den Weg für eine gewisse Neuakkumulation ebnen, aber das bleibt abzuwarten.






