Wichtige Einblicke:
- Den jüngsten Meldungen zu Stablecoins zufolge planen Nomura und Circle bis 2027 eine auf dem USDC basierende Devisenabwicklung für japanische Unternehmen.
- Der japanische Stablecoin-Markt wächst, da JPYSC und Ripple RLUSD nun reguliert eingesetzt werden.
- Japans Krypto-Gesetzentwurf könnte ETFs, niedrigere Steuern und strengere Vorschriften für Börsen vorsehen.
Die Entwicklungen im Bereich der Stablecoins in Japan konzentrieren sich zunehmend auf die Abwicklung von Devisengeschäften durch Unternehmen, nachdem Nomura und Circle eine Partnerschaft für einen Dienst auf Basis des USDC eingegangen sind. Das Vorhaben richtet sich an japanische Unternehmen, die schnellere grenzüberschreitende Zahlungen und weniger Verzögerungen bei der Abwicklung benötigen.
Laut Nikkei könnte der Dienst bereits 2027 an den Start gehen. Er würde es Unternehmen ermöglichen, Yen in auf US-Dollar lautende Stablecoins umzuwandeln, um internationale Transaktionen durchzuführen und diese sofort abzuwickeln.
Durch die gemeldete Partnerschaft rückt Nomura, Japans größte Investmentbank, näher an den sich entwickelnden Markt für die Abwicklung digitaler Vermögenswerte heran. Zudem erweitert sich der Anwendungsbereich des Circle USDC auf den Bereich der Unternehmenszahlungen im Zusammenhang mit Devisengeschäften.
Stablecoin-Nachrichten: Nomura und Circle planen einen USDC-Abwicklungsdienst
Der vorgeschlagene Dienst würde japanischen Unternehmen die Möglichkeit bieten, Yen in dollarbasierte Stablecoins umzuwandeln. Den Berichten über Stablecoins zufolge würden bei diesen Transaktionen Circle USDC für die grenzüberschreitende Abwicklung verwendet werden.
Diese Struktur würde eine der weltweit größten Dollar-Stablecoins auf den japanischen Devisenmarkt für Unternehmen bringen. Zudem würde dadurch die Nutzung von Stablecoins bei der Abwicklung von Geschäftstransaktionen zwischen Unternehmen ausgeweitet.
Die gemeldete Vereinbarung erfolgt vor dem Hintergrund, dass japanische Finanzinstitute derzeit regulierte, auf Blockchain basierende Abwicklungsinstrumente prüfen. Diese Bemühungen haben sich auf den Bereich der Stablecoins und digitalen Vermögenswerte ausgeweitet. Im Mittelpunkt stehen dabei die institutionelle Abwicklung, grenzüberschreitende Zahlungen sowie regulierte Token-Produkte.
Die Aktivitäten im Bereich der Stablecoins in Japan nehmen zu
Am Mittwoch gaben SBI Holdings und die Startale Group die Einführung von JPYSC bekannt. Die Stablecoin wird durch eine Treuhandbankstruktur abgesichert und ist für institutionelle Abwicklungen konzipiert. Sie ist zudem für den Einsatz bei grenzüberschreitenden Abwicklungen vorgesehen.
Mit dieser Ankündigung wurde Japans regulierter Stablecoin-Markt um ein weiteres, auf den Yen basierendes Projekt erweitert. Neben dieser Meldung zum Stablecoin hat Ripple am 24. Juni in Japan zudem seinen US-Dollar-gedeckten Stablecoin RLUSD eingeführt.
Die Einführung erfolgte über SBI VC Trade. Ripple hatte vor der Einführung die Genehmigung der japanischen Finanzaufsichtsbehörde erhalten.

Japan hat bereits einen rechtlichen Rahmen für die Ausgabe von Stablecoins geschaffen. Das Land gestattet Banken, Treuhandgesellschaften und zugelassenen Geldtransferanbietern die Ausgabe regulierter Token.
Diese Vorschriften basieren auf dem Zahlungsdienstegesetz. Dank dieses Rechtsrahmens ist Japan eine der ersten großen Volkswirtschaften, die Stablecoins direkt regulieren.
Die Initiative von Circle für den USDC erfolgt vor dem Hintergrund sich wandelnder Krypto-Vorschriften
Anfang Juni verabschiedete das japanische Unterhaus einen Gesetzentwurf zu Krypto-Vermögenswerten. Der Gesetzentwurf sieht vor, digitale Vermögenswerte in den Geltungsbereich des nationalen Rechtsrahmens für Finanzinstrumente einzubeziehen.
Dieser Schritt könnte den Weg für börsengehandelte Fonds ebnen. Er könnte zudem niedrigere Steuern, eine strengere Börsenaufsicht, Offenlegungsvorschriften und Beschränkungen für den Insiderhandel mit sich bringen.
Die vorgeschlagene Steueränderung würde die Kapitalertragsteuer auf Kryptowährungen senken. Der derzeitige Steuersatz liegt bei 55 %. Die überarbeitete Regelung würde den Steuersatz somit auf einen Pauschalsatz von 20 % senken. Die Änderung ist weiterhin Teil umfassenderer regulatorischer Anpassungen, die derzeit diskutiert werden.
Circle hat zudem sein Angebot an Stablecoins durch Blockchain-Integrationen erweitert. Das Unternehmen hat kürzlich USDC, EURC und sein Cross-Chain-Transfer-Protokoll auf Cronos eingeführt.
In einem Beitrag auf X kündigte Cronos an, dass native USDC in die Cronos-App integriert werden sollen. Zudem wurde berichtet, dass Nutzer Dollar einzahlen und mit tokenisierten Aktien, Kryptowährungen sowie auf Prognosemärkten handeln können.






