Wichtige Einblicke
- Der Bitcoin-Kurs könnte weitere Verluste verzeichnen, sollte die Unterstützung bei 54.000 US-Dollar nachgeben.
- Die Marktprognosen deuten auf wachsende Befürchtungen hin, dass der Kurs auf 50.000 Dollar oder sogar noch tiefer fallen könnte.
- Laut 21Shares bleibt der Vierjahreszyklus von Bitcoin weiterhin bestehen.
Der Bitcoin-Kurs steht erneut unter Druck, nachdem BTC erneut unter die 60.000-Dollar-Marke gefallen ist. Diese Entwicklung hat die Befürchtungen verstärkt, dass der BTC-Kurs noch vor Jahresende eine tiefere Unterstützungsmarke nahe 50.000 Dollar oder sogar 45.000 Dollar testen könnte.
Das Flaggschiff-Kryptowährungs-Asset notierte zu Beginn der Handelssitzung bei rund 61.000 US-Dollar, nachdem es die 60.000-Dollar-Marke über weite Teile des Jahres hinweg gehalten hatte. Allerdings gewannen die Verkäufer wieder die Oberhand, da makroökonomischer Druck, die Schwäche der ETFs und fallende Kryptowährungsaktien die Marktstimmung belasteten.
Der jüngste Kursrückgang drückte Bitcoin auf ein neues 12-Monats-Tief bei rund 58.700 US-Dollar. Damit vergrößerte sich der Jahresverlust auf rund 32 %. Seit seinem Höchststand im Oktober 2025 bei rund 126.000 US-Dollar hat BTC nun um etwa 52 % an Wert verloren.
Die Wahrscheinlichkeit eines Bitcoin-Kurssturzes steigt, da Händler die 45.000-Dollar-Marke im Blick haben
Auch bei marktbasierten Stimmungsindikatoren steigt das Preisrisiko für Bitcoin, da die Kryptowährung weiterhin unter Abwärtsdruck steht. Die Marktwahrscheinlichkeit, dass Bitcoin im Jahr 2026 unter 50.000 US-Dollar fällt, ist auf 64 % gestiegen, wobei die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs unter 45.000 US-Dollar bei 46 % liegt.
Dave Portnoys pointierte Äußerungen zum Kryptomarkt haben dem Ausverkauf eine neue Dimension hinsichtlich der Stimmung unter den Privatanlegern verliehen. Seine Kommentare folgten auf einen weiteren schwachen Handelstag für BTC und XRP, an dem sich Händler fragten, ob der Kauf bei Kursrückgängen noch an Kraft habe.

Auch der technische Druck bleibt weiterhin hoch. BTC testet erneut die Unterstützung bei 59.200 US-Dollar, nachdem es einen wichtigen Fibonacci-Bereich verloren hat. Ein deutlicher Durchbruch unterhalb dieser Zone könnte tiefere Kursniveaus nach sich ziehen.
Dennoch müssen die Bullen noch eine wichtige Marke verteidigen. Laut 21Shares liegt der Bitcoin-Kurs weiterhin über seiner Gesamtanschaffungskostenbasis von rund 54.000 US-Dollar. In vergangenen Bärenmärkten fiel der BTC-Kurs während der Kapitulationsphase häufig unter diese Marke.
Der Verkaufsdruck bei BTC nimmt zu, während die Zuflüsse bei Binance rasant ansteigen
Auch an den großen Börsen hat der Verkaufsdruck zugenommen. Daten von CryptoQuant zeigten, dass etwa 7.600 BTC im Wert von rund 479 Millionen US-Dollar an Binance geflossen sind. Große Zuflüsse an Börsen können ein Anzeichen dafür sein, dass sich die Inhaber möglicherweise auf einen Verkauf vorbereiten.

Das bedeutet nicht, dass jede Münze verkauft wird. Dennoch ist der Zeitpunkt wichtig, da die Unsicherheit bereits groß ist. Ein größeres Angebot an den Börsen kann Erholungen erschweren, wenn es den Käufern an Überzeugung mangelt.
Auch Kryptowährungsaktien geben nach. Strategy, Coinbase, Robinhood, MARA und Riot verzeichneten allesamt Kursverluste, als der Bitcoin-Kurs nachgab. Die Strategy-Aktie wurde stärker in Mitleidenschaft gezogen, da die Anleger ihr Augenmerk weiterhin auf das gehebelte Bitcoin-Engagement des Unternehmens richten.
On-Chain-Daten zeigen, dass es während des jüngsten Kursrückgangs zu Krypto-Liquidationen im Wert von mehr als 850 Millionen US-Dollar gekommen ist. Zwangsverkäufe können einen Kursrückgang noch verstärken, da verlustbringende Positionen automatisch geschlossen werden.
Dennoch hat 21Shares noch keinen Zusammenbruch des Zyklus prognostiziert. Das Unternehmen erklärt, dass sich das vierjährige Muster von Bitcoin nach dem Halving weiterentwickelt habe, aber nicht verschwunden sei. Es wies zudem darauf hin, dass institutionelle Beteiligungen und ETF-Zuflüsse das Marktverhalten verändert hätten.
Das Basisszenario deutet eher auf eine Erholung in Richtung 100.000 US-Dollar bis zum Jahresende hin als auf ein sofortiges Rekordhoch. Diese Prognose hängt von der ETF-Nachfrage, den makroökonomischen Rahmenbedingungen und davon ab, ob BTC die realisierten Kostenniveaus verteidigen kann.
Allerdings hat auch der anhaltende Kursrückgang der Strategy-Aktie (MSTR) zu einer pessimistischen Stimmung am Markt geführt. Sollte MSTR seinen Abwärtstrend fortsetzen, könnte dies den BTC-Kurs in Zukunft erheblich beeinflussen.
Der Bitcoin-Kurs befindet sich in einer Zwickmühle zwischen Panikstimmung und Indikatoren für eine langfristige Akzeptanz. Der Druck könnte nachlassen, sollte sich der Kurs über 63.000 US-Dollar erholen. Ein weiterer Rückgang unter 59.000 US-Dollar könnte dazu führen, dass die Marken von 50.000 und 45.000 US-Dollar für den BTC-Kurs weiterhin im Fokus stehen.






