Wichtige Einblicke
- Der Prognosemarkt Kalshi strebt Berichten zufolge eine Bewertung von 40 Milliarden Dollar an.
- Kalshi hat im vergangenen Monat 1 Milliarde US-Dollar bei einer Unternehmensbewertung von 22 Milliarden US-Dollar aufgenommen.
- Sportkontrakte machen mittlerweile einen Großteil des Handelsvolumens von Kalshi aus.
Der Betreiber des Prognosemarktes Kalshi soll Berichten zufolge neue Finanzmittel bei einer Unternehmensbewertung von 40 Milliarden US-Dollar einwerben. Die Gespräche würden einen weiteren raschen Aufstieg für das Unternehmen bedeuten. Bei seiner jüngsten Serie-F-Finanzierungsrunde wurde Kalshi mit 22 Milliarden US-Dollar bewertet. Bei dieser Finanzierungsrunde floss 1 Milliarde US-Dollar von Großinvestoren in das Unternehmen.
Laut der „Financial Times“ könnte die Finanzierungsrunde bereits im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Kalshi hat die Gespräche bislang nicht öffentlich bestätigt.
Die Finanzierung von Kalshi folgt auf stark steigende Handelsvolumina
Die Finanzierungsgespräche mit Kalshi folgen auf einen deutlichen Anstieg der Aktivitäten auf der Plattform für Prognosemärkte. Berichten zufolge verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Monat ein Handelsvolumen von mehr als 17 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Volumen noch bei weniger als 5 Milliarden US-Dollar lag, ist dies ein deutlicher Anstieg.
Sportwetten machen mittlerweile etwa 65 % des Handelsvolumens von Kalshi aus. Diese Kategorie hat dem Unternehmen dabei geholfen, ein breiteres Privatkundenpublikum zu erreichen. Sie hat zudem das Interesse der Aufsichtsbehörden und staatlichen Stellen geweckt.

Der jüngste Finanzierungsbericht von Kalshi erscheint nur wenige Wochen nach der Serie-F-Finanzierungsrunde. Diese Runde wurde von Coatue angeführt. Zu den weiteren Investoren zählten Sequoia Capital, Andreessen Horowitz, Morgan Stanley und ARK Invest.
Der Wertzuwachs verläuft ungewöhnlich schnell. Der Prognosemarkt wurde Berichten zufolge im Oktober 2025 auf fast 5 Milliarden Dollar geschätzt. Ein Wert von 40 Milliarden Dollar würde eine Verachtfachung innerhalb von weniger als einem Jahr bedeuten.
Dieses Tempo lässt darauf schließen, dass Investoren Prognosemarktplattformen nicht mehr nur als Nischenprodukt betrachten. Sie sehen in ihnen zunehmend eine Finanzinfrastruktur für den ereignisgesteuerten Handel.
Der Wettbewerb auf dem Prognosemarkt mit Polymarket verschärft sich
Der Aufstieg von Kalshi hat zudem die Wettbewerbslandschaft im Bereich der Prognosemärkte verändert. Polymarket war einst der marktbeherrschende Akteur während des Wahlzyklus 2024. Das Blockchain-basierte Modell zog die Aufmerksamkeit von Krypto-affinen Nutzern auf sich und sorgte für eine hohe politische Marktaktivität.
Kalshi hat sich seitdem beim gemeldeten Handelsvolumen an die Spitze gesetzt. Aufgrund seiner regulierten Struktur weist das Unternehmen ein anderes Anlegerprofil auf. Es unterliegt als ausgewiesener Terminmarkt der Aufsicht des Bundes.
Dieser Status könnte der Prognosemarkt-Plattform dabei helfen, große Finanzpartner zu gewinnen. Er könnte zudem künftige Gespräche mit Banken und Investoren an den öffentlichen Märkten unterstützen.
Polymarket bleibt ein wichtiger Konkurrent. Berichten zufolge hat das Unternehmen Finanzmittel zu einer niedrigeren Bewertung als dem jüngsten Zielwert von Kalshi angestrebt. Diese Differenz spiegelt unterschiedliche Geschäftsmodelle, Nutzergruppen und regulatorische Rahmenbedingungen wider.
Der Wettbewerb dehnt sich zudem über krypto-native Plattformen hinaus aus. Große Finanzdienstleister und Technologieunternehmen prüfen derzeit Produkte im Bereich der Ereignisverträge. Dies könnte die Branche legitimieren, erhöht jedoch gleichzeitig den Druck auf Kalshi.
Regulatorischer Druck trübt die Aussichten für die Finanzierung von Prognosemärkten
Das Wachstum von Kalshi hat zu rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Auseinandersetzungen geführt. Mehrere Landesbehörden haben in Frage gestellt, ob bestimmte Veranstaltungsverträge den Charakter von nicht lizenzierten Sportwetten haben. Die Plattform für Prognosemärkte hat geltend gemacht, dass ihr Handel den marktrechtlichen Vorschriften des Bundes unterliege.
Im Mittelpunkt steht dabei eine übergeordnete Frage. Die Aufsichtsbehörden müssen entscheiden, wo die Grenzen zwischen Terminkontrakten und Glücksspielvorschriften verlaufen. Diese Abgrenzung ist für jede Plattform für Prognosemärkte von Bedeutung.
CEO Tarek Mansour hat zudem über einen möglichen Börsengang gesprochen . Er erklärte jedoch, dass ein Börsengang nicht vor 2027 stattfinden werde. Dies verschafft Kalshi mehr Zeit, um vor dem Eintritt in den öffentlichen Markt weiter zu wachsen.
Ein künftiger Börsengang würde eine eingehendere Prüfung nach sich ziehen. Investoren würden wahrscheinlich die Qualität des Handelsvolumens, rechtliche Risiken und die Nachhaltigkeit der Umsätze unter die Lupe nehmen. Zudem würden sie prüfen, inwieweit das Wachstum von sportbezogenen Aktivitäten abhängt.
Die nächste Finanzierungsrunde von Kalshi könnte daher zu einem entscheidenden Test werden. Sie könnte zeigen, ob private Investoren weiterhin hohe Bewertungen im Fintech-Bereich unterstützen. Sie könnte zudem Aufschluss darüber geben, inwieweit regulierte Prognosemarktplattformen expandieren können.






