Wichtige Einblicke:
- Das Weiße Haus erklärte, dass die Demokraten vor der Debatte über den „Clarity Act“ niemals Kandidaten für die SEC und die CFTC vorgeschlagen hätten.
- Der Gesetzentwurf sieht vor, die Zuständigkeiten für die Regulierung von Kryptowährungen zwischen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und der CFTC aufzuteilen.
- Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC plant einen neuen Vorschlag zum Thema Kryptowährungen, während die Gesetzgeber die Verhandlungen zum „Clarity Act“ fortsetzen.
Die Verhandlungen zum „Clarity Act“ sind in eine neue Phase eingetreten. Das Weiße Haus wies Behauptungen zurück, wonach die Trump-Regierung sich geweigert habe, demokratische Kommissionsmitglieder für die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) und die Aufsichtsbehörde für den Terminhandel (CFTC) zu nominieren.
Die Antwort erfolgte in Form eines Schreibens an die Führung des Senats. In diesem Schreiben erklärte die Regierung, sie habe die Demokraten bereits um Vorschläge für die zu besetzenden Stellen gebeten.
Der Austausch fand statt, während Abgeordnete beider Parteien den Kongress weiterhin dazu drängten, die Sitze der Minderheitsfraktionen zu besetzen, bevor weitere Schritte zum „Clarity Act“ unternommen werden. Dieser Gesetzentwurf zur Struktur des Kryptomarktes würde die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zwischen der SEC und der CFTC aufteilen.
Das Weiße Haus weist Behauptungen bezüglich offener Stellen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und der Rohstoffaufsichtsbehörde CFTC zurück
Nach Angaben der Journalistin Eleanor Terrett auf X teilte das Weiße Haus mit, dass die Demokraten im Senat gebeten worden seien, Kandidaten vorzuschlagen, bevor sie am 10. Juni ein Schreiben versandten, in dem sie Bedenken äußerten.

Daraufhin erklärte die Regierung, sie habe zu keinem Zeitpunkt Namen erhalten. In dem Schreiben hieß es, das Weiße Haus habe parteiübergreifende Ernennungen nicht abgelehnt. Vielmehr wurde argumentiert, dass Empfehlungen für die vakanten Kommissarsposten bei beiden Behörden nie eingegangen seien.
Die Regierung verteidigte zudem ihre Bilanz bei der Nominierung von Kandidaten während des 119. Kongresses. Sie argumentierte, dass die Demokraten im Senat keinen einzigen zivilen Kandidaten im Wege des einstimmigen Zustimmungsverfahrens bestätigt hätten. Dieses Verfahren wurde traditionell genutzt, um Bestätigungsverfahren zu beschleunigen.
Dem Schreiben zufolge haben die Republikaner im Senat im Jahr 2025 die Geschäftsordnung des Senats geändert. Die Änderungen ermöglichen es Kandidaten, die das Ausschussverfahren durchlaufen haben, schneller durch das Bestätigungsverfahren zu gelangen.
Das Weiße Haus verwies zudem auf mehrere Kandidaten der Demokraten, die für andere unabhängige Behörden ausgewählt wurden.
Zu diesen Kandidaten zählen David Prouty für die Nationale Arbeitsbeziehungsbehörde, Bartholomew Thanhauser und Samuel Negatu für die Internationale Handelskommission sowie Karen Jean Hedlund für die Behörde für Landverkehr.
Die Debatte um den „Clarity Act“ geht weiter, während die Regulierung des Kryptomarktes voranschreitet
Der Streit um die Nominierung ist parallel zu der anhaltenden Debatte über den „Clarity Act“ aufgekommen. Mit diesem Gesetz soll festgelegt werden, welche Bundesbehörde für die verschiedenen Kategorien digitaler Vermögenswerte zuständig ist.
Gemäß dem Vorschlag würden digitale Vermögenswerte, die als dezentralisiert gelten, der Aufsicht der CFTC unterliegen. Unterdessen wird erwartet, dass die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC die Regulierung digitaler Vermögenswerte vorantreibt, die nach Bundesrecht als Wertpapiere gelten.
Der Vorsitzende der CFTC, Michael Selig, forderte die Gesetzgeber nachdrücklich auf, den Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen voranzutreiben. Er bezeichnete den Gesetzentwurf als entscheidend für die Schaffung eines einheitlichen bundesweiten Standards anstelle unterschiedlicher Regulierungsansätze in den einzelnen Bundesstaaten.
Selig erklärte, die Abgeordneten sollten den „Clarity Act“ – den Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen – verabschieden, da dieser Rechtssicherheit schaffe und den Verbraucherschutz stärke. Er argumentierte ferner, dass nicht damit zusammenhängende politische Debatten den parteiübergreifenden Fortschritt nicht verzögern dürften.
Auch Senatorin Cynthia Lummis setzte sich weiterhin für den Gesetzentwurf ein. Sie erklärte, die Senatoren würden sich vor der Veröffentlichung des endgültigen Gesetzestextes weiterhin auf Themen wie dezentrale Finanzen, bankrechtliche Bestimmungen, ethische Anforderungen und illegale Finanzgeschäfte konzentrieren.
Der Krypto-Vorschlag der SEC schreitet inmitten der Debatte um den „Clarity Act“ voran
Während der Kongress die Debatte über den „Clarity Act“ fortsetzt, arbeitet die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC an einem eigenen Regulierungsvorschlag für digitale Vermögenswerte. Gemäß dem Zeitplan der Behörde wird erwartet, dass die Abteilung für Unternehmensfinanzierung den Vorschlag im August 2026 vorlegen wird.
Der Entwurf würde klarere Vorschriften darüber schaffen, wie Krypto-Vermögenswerte gemäß den Wertpapiergesetzen des Bundes ausgegeben und vermarktet werden dürfen. Zudem würden mögliche Ausnahmen und Safe-Harbor-Bestimmungen geprüft, die darauf abzielen, mehr Rechtssicherheit zu schaffen und gleichzeitig den Anlegerschutz zu gewährleisten.
Selig erklärte zudem, dass die Gesetzgeber trotz des Verfehlens des ursprünglichen Zieltermins am 4. Juli weiterhin kurz vor der Verabschiedung des Gesetzes stünden. Er bezeichnete die Maßnahme als entscheidend für die nationale Wettbewerbsfähigkeit. Ferner betonte er, dass die Vereinigten Staaten einheitliche bundesweite Standards für die Regulierung von Kryptowährungen benötigten.






