Arthur Hayes, Mitbegründer und ehemaliger CEO von BitMEX, erklärte, dass die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank den Bitcoin (BTC)-P reis nicht wesentlich beeinflussen wird.
Während viele glaubten, dass die Ankündigung einer Zinssenkung einen Preisanstieg auslösen würde, hat Bitcoin kaum eine Veränderung gezeigt. Laut Hayes lässt sich dies durch die Tatsache erklären, dass umgekehrte Pensionsgeschäfte (Reverse Repos) viel Kapital von den traditionellen Märkten abgezogen haben.
Arthur Hayes identifiziert Schlüsselfaktor für Bitcoin-Stagnation
Laut Arthur Hayes bieten Reverse Repos jetzt einen Zinssatz von 5,3%, der höher ist als die 4,38% von Schatzwechseln. Dieser Unterschied veranlasst Geldmarktfonds, ihr Geld in Reverse Repos statt in Schatzwechsel zu investieren, wodurch die Verfügbarkeit von Mitteln auf dem Markt sinkt. Es gibt also weniger Kapital für Investitionen in riskante Anlagen wie Bitcoin.
Die Umschichtung von Kapital war massiv. Nach der Ankündigung der Zinssenkung durch die Fed flossen zusätzlich 120 Milliarden Dollar in Reverse Repos. Dieser Trend widerspricht der gängigen Meinung, dass niedrigere Zinssätze risikoreiche Investitionen wie digitale Währungen begünstigen. Hayes behauptet, dass diese Kapitalverschiebung einer der Hauptfaktoren für die Stagnation des Bitcoin-Preises ist.
Bitcoin unbeeindruckt von erwarteten Zinssenkungen
Laut dem CME Fed Watch Tool wird die Politik der Federal Reserve wahrscheinlich weitere Zinssenkungen beinhalten. Die Wahrscheinlichkeitsschätzungen liegen bei 69% für eine Senkung um 25 Basispunkte auf der Sitzung am 18. September und bei 31% für eine Senkung um 50 Basispunkte, was zeigt, dass die Fed vorsichtig ist. Wie erwartet, ist der Bitcoin-Preis jedoch nicht gestiegen. Dies bedeutet, dass die traditionellen Markttrends für Kryptowährungen möglicherweise nicht zutreffen werden.
Hayes weist darauf hin, dass der Zufluss von Kapital in Reverse Repos, die oft als “Parkplatz” für große Finanzinstitute bezeichnet werden, Liquidität freisetzt, die andernfalls für den Kauf von Bitcoin verwendet werden würde. Dieser Mechanismus macht die erwarteten positiven Auswirkungen niedrigerer Zinssätze auf Risikoanlagen zunichte.
Der Markt scheint sich mehr für diese sichereren Anlagemöglichkeiten zu interessieren, die gute Renditen abwerfen, ohne die Anleger dem Risiko von Kryptowährungen auszusetzen.
Bitcoin-Kurs kämpft inmitten der günstigen Fed-Politik
Die allgemeine Marktstimmung gegenüber Bitcoin ist immer noch neutral, trotz der akkommodierenden Maßnahmen der Fed. Die Anleger sind eher bereit, in Reverse Repos zu investieren, da diese höhere und sicherere Renditen bieten. Dieser Trend wird sich höchstwahrscheinlich auch in Zukunft fortsetzen, so dass es für den Bitcoin-Preis schwierig wird, kurzfristig deutlich zu steigen.
Hayes zufolge haben sich die Marktbedingungen geändert, und die konventionellen Annahmen über Zinssätze und risikoreiche Investitionen sind nicht mehr gültig. Er weist darauf hin, dass die Bitcoin-Preise unter Druck bleiben könnten, wenn es nicht zu einer Verschiebung auf dem Reverse-Repo-Markt oder anderen wirtschaftlichen Faktoren kommt. Dieses Szenario deutet darauf hin, dass die Beziehung zwischen der Geldpolitik und den Kryptowährungsmärkten nicht so einfach ist, wie bisher angenommen.






