BlackRock bereitet sich darauf vor, seine Anlageprodukte für Kryptowährungen mit einem Bitcoin Exchange Traded Product (ETP) in Europa zu erweitern.
Der Vermögensverwaltungsriese plant Berichten zufolge, den Fonds in der Schweiz aufzulegen, was sein erstes Krypto-ETP in der Region wäre.
Dieser Schritt folgt auf den Erfolg seines in den USA notierten Bitcoin-ETF, iShares Bitcoin Trust (IBIT), der Bitcoin-Bestände im Wert von 58 Milliarden Dollar angehäuft hat.
BlackRock plant Expansion inmitten der zunehmenden Popularität von Bitcoin
BlackRock etablierte sich mit seinem IBIT-Produkt als Marktführer für US-Spot-Bitcoin-ETFs und verzeichnete ein großes Anlegerinteresse.
Das Interesse der Anleger an dem Fonds nimmt weiter zu, da er in den vergangenen fünf Tagen Nettozuflüsse in Höhe von 934 Millionen Dollar verbuchen konnte.
Dieses europäische ETP soll vom Interesse der Bitcoin-Anleger und der Transparenz der europäischen Regulierungsbehörden profitieren.
Krypto-basierte Finanzprodukte in Europa wachsen regelmäßig, auch wenn der Markt kleiner bleibt als der in den Vereinigten Staaten.
Der Eintritt von BlackRock in den ETP-Markt wird wahrscheinlich die bestehende Wettbewerbsstruktur verändern, die bereits mehr als 160 Kryptowährungsinstrumente umfasst.
Aufgrund seines guten Rufs und seiner weitreichenden institutionellen Verbindungen kann das Unternehmen beträchtliche Investitionen von Marktteilnehmern anziehen, die sich dem bestehenden Wettbewerb stellen.
BlackRock sieht ein vorteilhaftes Marktumfeld für diesen Übergang, da institutionelle Anleger Bitcoin kaufen, während der Preis weiter steigt.
Große Finanzunternehmen haben mehr Sicherheit, weil die Europäische Union kürzlich Krypto-Vorschriften erlassen hat.
Die Umsetzung der regulatorischen Rahmenbedingungen ermöglicht es BlackRock, ein Bitcoin-Investmentprodukt mit institutionellem Charakter zu entwickeln.
Europäische Regeln zwingen BlackRock zur Änderung des Bitcoin-Fonds
BlackRock hat zunächst versucht, sein kanadisches Bitcoin-ETF-Konzept über eine Wrapper-Struktur auf Europa auszuweiten.
BlackRock plant, seinen europäischen Fonds durch die Hinterlegung von in den USA notierten IBIT-Aktien aufzulegen, um den Starttermin effizienter zu gestalten.
Die europäischen Regulierungsbehörden lehnen diese Methode der Entwicklung von Bitcoin-ETPs ab, was BlackRock dazu zwingt, ein unabhängiges Bitcoin-ETP zu entwickeln.
Da es kein Wrapper-Modell gibt, muss das Unternehmen bei der Erstellung eines Anlageprodukts die europäischen Finanzvorschriften einhalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Krypto-basierte Anlagevehikel unterliegen in Europa strengen Vorschriften der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), da sie Anleger schützen und gleichzeitig vollständige Transparenz bieten müssen.
Der regionale Regulierungsrahmen sorgt für mehr Komplexität und erhöht die Legitimitätsfaktoren für Kryptofonds, die in der Region tätig sind.
Die Europäer werden den Erfolg des Fonds anhand seiner Gebührenstruktur beurteilen. IBIT bietet US-Wertpapiere an und erhebt eine Verwaltungsgebühr von 0,25%, und BlackRock betreibt seinen kanadischen Bitcoin-ETF zu 0,32 Prozent.
Mehrere europäische Unternehmen bieten bereits Bitcoin-Produkte über Valour an, die für Anleger kostenlos sind.
USA führen Bitcoin-ETFs an, Europa hinkt hinterher
Trotz der Dominanz von BlackRock in den USA stellt der europäische Markt aufgrund von Unterschieden im Anlegerverhalten eine besondere Herausforderung dar.
Während US-Investoren Bitcoin-ETFs aggressiv angenommen haben, waren europäische Anleger in der Vergangenheit bei risikoreichen Anlagen vorsichtiger.
Der europäische Markt für Krypto-ETPs ist nach wie vor klein, was das unmittelbare Wachstumspotenzial begrenzt.
Der US-Spotmarkt für Bitcoin-ETFs hält 91% des weltweiten Marktanteils, was die schnelle Akzeptanz widerspiegelt.
In Europa ist die Nachfrage nach solchen Anlageprodukten trotz zahlreicher Krypto-ETPs langsamer gewesen.
Der Markteintritt von BlackRock könnte die Akzeptanz bei institutionellen Anlegern beschleunigen, aber das Unternehmen muss den Wert seines Produkts in einem wettbewerbsintensiven Umfeld beweisen.






