Die Coinbase-Aktie hat in dieser Woche nachgegeben, da die Kryptowährungsmärkte schwächelten. Am 17. Juni rutschte Bitcoin unter $105.000.
Kryptobezogene Aktien wurden verkauft und die Coinbase-Aktie fiel laut Google Finance-Daten um etwa 3%.
Coinbase Aktie verliert an Schwung
Der Rückschlag folgt auf einen enttäuschenden Gewinnbericht: Reuters stellte fest, dass der Gewinn von Coinbase im ersten Quartal drastisch gesunken ist. Die Betriebskosten stiegen sprunghaft an (die Ausgaben stiegen um 51%). Dies ließ die Aktie im nachbörslichen Handel um etwa 3% sinken.
Die Anleger verweisen auf die allgemeine Risikominderung aufgrund der makroökonomischen Unsicherheit und der volatilen Märkte sowie auf die schwächeren Handelsvolumina als Gegenwind.

Die Handelsaktivität an den Kryptobörsen hat nachgelassen. So sind die Volumina von Coinbase in den letzten Monaten stark zurückgegangen, da der Bitcoin-Preis schwankte und die Transaktionseinnahmen belastete.
Hinzu kommt, dass die regulatorische Unsicherheit anhält. Obwohl vor kurzem eine Klage der SEC gegen Coinbase abgewiesen wurde, ein Sieg für das Unternehmen, müssen die US-Gesetzgeber noch klare Regeln für Krypto-Börsen aufstellen.
Insgesamt bleibt die Coinbase-Aktie unter Druck und wird inmitten des allgemeinen Marktausverkaufs in der Nähe der jüngsten Tiefststände gehandelt.
Circle-Aktie steigt aufgrund von Optimismus in der Stablecoin-Politik
Im Gegensatz zum jüngsten Kursrückgang der Coinbase-Aktie sind die Aktien der Circle Internet Group (NYSE: CRCL ) seit ihrem Börsengang Anfang Juni stark angestiegen.
Die Aktie von Circle eröffnete bei 69 $ und schloss bei ihrem Debüt mit 83,23 $ – etwa 168% über dem Angebotspreis von 31 $.
Die Rallye ging weiter: Circle schloss am Dienstag, den 17. Juni, bei 151,06 $ und hat damit seine ursprüngliche Bewertung mehr als vervierfacht. Am frühen Mittwoch (18. Juni) stieg die Circle-Aktie im vorbörslichen Handel um etwa 3%, angetrieben von der Begeisterung der Anleger.

Ein wichtiger Katalysator ist die Stablecoin-Gesetzgebung in Washington. Am 17. Juni verabschiedete der US-Senat den sogenannten GENIUS Act, einen überparteilichen Gesetzentwurf zur Regulierung von Dollar-gestützten Kryptowährungen.
Die Maßnahme wird weithin als Sieg für Stablecoin-Emittenten angesehen: Das GENIUS-Gesetz ist „ein Gesetzentwurf zur Regulierung von Stablecoin-Emittenten wie Circle“.
Der CEO von Circle, Jeremy Allaire, lobte das Ergebnis prompt als „geniale“ Gesetzgebung. Kurz gesagt, Investoren setzen darauf, dass klare Stablecoin-Regeln dem Geschäft von Circle, das den Stablecoin USD Coin herausgibt, zugute kommen werden, was erklärt, warum die Aktie des Unternehmens so stark gestiegen ist.
Das GENIUS-Gesetz: Stablecoin-Regulierungsrahmen
Der GENIUS Act – formell der Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins Act – ist ein wegweisendes Gesetz.
Der Senat stimmte dem Gesetz am 17. Juni mit 68-30 Stimmen zu. Danach geht es an das von den Republikanern geführte Repräsentantenhaus und, falls es verabschiedet wird, auf den Schreibtisch des Präsidenten. Der Gesetzentwurf würde den ersten föderalen Rahmen für stabile Münzen in US-Dollar schaffen.
Nach dem Gesetz müssen alle Stablecoins vollständig durch liquide Reserven (wie Bargeld oder kurzfristige Schatzwechsel) gedeckt sein, und die Emittenten müssten die Zusammensetzung ihrer Reserven monatlich offenlegen.
Befürworter sprechen von einem „Wendepunkt“, der endlich regulatorische Klarheit für diese Anlageklasse schafft. Die Branche setzt sich seit langem für ein solches Rahmenwerk ein und argumentiert, dass klare Regeln die Skalierung von Stablecoins (z.B. für Sofortzahlungen) ermöglichen werden.
Circle und andere Emittenten werden davon profitieren: Wenn die Aufsichtsbehörden bescheinigen, dass Stablecoins vollständig besichert sind, könnte das Vertrauen der Anleger und die institutionelle Akzeptanz von Münzen wie USDC steigen.
Wie ein Analyst anmerkte, „wird damit zum ersten Mal ein Regulierungssystem für Stablecoins geschaffen“ – ein Hintergrund, der den Optimismus über die langfristigen Aussichten von Circle verstärkt hat.
Unterschiedliche Anlegerstimmung bei Circle- und Coinbase-Aktien
Die Marktreaktionen unterstreichen, wie unterschiedlich die Anleger die beiden Unternehmen sehen.
Coinbase wird vor allem als Barometer für den Krypto-Handelszyklus betrachtet, und die Aktie des Unternehmens hat sich lau entwickelt. So schloss sie am 17. Juni bei 261 $, was in etwa dem Stand von 2025 entspricht und deutlich unter den Höchstständen nach dem Börsengang liegt.
Im Gegensatz dazu wurde Circle als stabiles, zukunftsweisendes Wachstumsunternehmen gehandelt. Der Aktienkurs von Circle ist seit dem Börsengang um rund 380% gestiegen (von 31 $ auf etwa 149 $).
In der Praxis hat sich die Aktie von Circle innerhalb weniger Tage nach dem Börsengang verdoppelt, während sich die Aktie von Coinbase nur schwer erholen konnte.
Analysten merken an, dass dies die Wetten der Investoren widerspiegelt: Circle scheint auf der Welle der günstigen Stablecoin-Politik zu reiten, während Coinbase den Unwägbarkeiten des Krypto-Volumens und den allgemeinen Schwankungen des Aktienmarktes ausgesetzt ist.






