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Die EZB hat keine Ahnung von Bitcoin, während die Deutsche Bank den Status als Reserveaktivum anpreist

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bitcoin ist in aller Munde: Die Deutsche Bank prognostiziert, dass BTC bis 2030 zu den Zentralbankreserven hinzukommen könnte.
  • Bitcoin hat in den Mainstream-Medien den Status eines sicheren Hafens erlangt, und Analysten vergleichen ihn mit Gold.
  • Gleichzeitig leugnet die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, weiterhin den Wert von Bitcoin.

Die Europäische Zentralbank (EZB) scheint entschlossen zu sein, ihre Finger in Sachen Bitcoin in den Ohren zu behalten. Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, beharrt darauf, dass Bitcoin “keinen intrinsischen Wert” hat, während die deutsche TradFi-Bewegung Deutsche Bank BTC als “die Zukunft” der globalen Währungsreserven anpreist. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht prognostizierte die Bank, dass Bitcoin bis 2030 in den Bilanzen der Zentralbanken zu finden sein wird.

Deutsche Bank: Das Schicksal der Bitcoin-Reserve

Wenn die aktuelle Entwicklung von Bitcoin anhält (sinkende Volatilität, steigende Akzeptanz, zunehmende Liquidität), ist es laut der jüngsten Studie der Deutschen Bank nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich, dass die größten Zentralbanken der Welt bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf BTC setzen werden.

Die Analysten der Bank betonten, dass die Volatilität von Bitcoin, die einst das Hauptargument für die Ablehnung des sicheren Hafens war, sich auf ein Niveau eingependelt hat, das dem von Gold nicht unähnlich ist.

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Und es ist nicht nur eine Finanztheorie: Die Parallelen der Deutschen zum Gold sind nicht nur dekorativ. Gold hat in diesem Jahr die Marke von 4.000 $/oz überschritten und ist im Jahresvergleich um fast 50% gestiegen. Angesichts der weltweiten geopolitischen Spannungen suchen immer mehr Institutionen und sogar Regierungen nach echten Alternativen zum US-Dollar.

Die Analysten berichteten von einem rekordverdächtigen Jahr 2025 für Bitcoin, in dem sowohl der Preis als auch die institutionellen Zuflüsse neue Höchststände erreichten. Sie beschreiben BTC als “aufstrebenden Status als potenzielle Makro-Absicherung”. Wie bei Gold im letzten Jahrhundert, so weisen sie darauf hin, dass Bitcoin diese Rolle umso mehr einnimmt, je mehr er in Treasury- und Reserveportfolios integriert wird.

Die Debatte über sichere Häfen verschiebt sich

Nicht mehr nur Analysten und Krypto-Eingeborene rühren die Werbetrommel für das “digitale Gold”. Mainstream-Finanzpublikationen und -sender, von Fortune bis CNBC, diskutieren jetzt offen über den Status von Bitcoin als sicherer Hafen.

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Mitten im Stillstand der US-Regierung hat Bitcoin wiederholt seine Allzeithochs überschritten und damit Kapital angezogen, das früher direkt in Goldbarren oder US-Staatsanleihen geflossen wäre. Die Daten in dem Bericht der Deutschen Bank zeigen, dass die 30-tägige realisierte Volatilität von Bitcoin auf 23% gesunken ist, während die Spotpreise Rekorde aufstellten. Dies zeigt, wie sehr BTC als Anlage reift.

Mehr als 200 börsennotierte Unternehmen halten inzwischen Bitcoin in ihren Bilanzen. Dies entspricht dem Modell der “Bitcoin-Schatzkammern”, das die Deutsche Bank als Sprungbrett für die Einführung offizieller Reserven sieht.

Gold und Bitcoin, so der Bericht, koexistieren jetzt als komplementäre Währungsreserven und nicht mehr als Konkurrenten. Dies könnte die Art und Weise verändern, wie Regierungen sich gegen Inflation und Währungsschwankungen schützen.

Die EZB hat den Bogen überspannt

Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, reagierte diese Woche auf das wachsende Bitcoin-als-Reserve-Narrativ mit der gleichen Aussage, die sie schon seit Jahren vertritt. Bitcoin hat “keinen intrinsischen Wert”. Sie erklärte unmissverständlich, dass Bitcoin niemals eine Form von digitalem Gold sein kann, da er keinen inneren Wert hat.

Quelle | James Lavish auf X
Quelle | James Lavish auf X

Apropos Wert: Der Euro selbst hat seit 2002 mehr als 40% seiner Kaufkraft verloren. Tatsächlich hat Gold den Euro im Juni 2025 als zweitgrößtes Reservewährung abgelöst.

Die Analysten der Deutschen Bank wiesen darauf hin, dass die weltweit schwächer werdenden Fiat-Währungen die Institutionen und sogar die Zentralbanken dazu veranlassen, ihren Widerstand gegen Vermögenswerte mit einem glaubwürdig festgelegten Angebot zu überdenken.

Die Zahlen lügen nicht

Auch wenn Lagarde sich weigert, auf den wachsenden Chor von Investoren, Institutionen, Analysten und Ökonomen zu hören, die in Bitcoin investieren, lügen die Zahlen nicht. Bitcoin hat im Jahr 2025 bisher die Marke von 125.000 $ überschritten, und das bei einer Volatilität, die nahe einem Allzeittief liegt. Gold ist auf über $4.000 pro Unze gestiegen. Und die Kaufkraft des Euro ist gesunken.

Die Deutsche Bank geht nicht davon aus, dass Bitcoin den Dollar als wichtigste Weltwährung ablösen wird. Aber sie sieht eine Zukunft, in der Zentralbanken zur Absicherung makroökonomischer Risiken neben Gold auch BTC akkumulieren, insbesondere wenn die regulatorischen Rahmenbedingungen ausgereift sind und die Liquidität weiter zunimmt.

Klammert sich die EZB einfach an ein Skript, während die Musik wechselt? Da die größten Banken der Welt offen über Bitcoin als künftige Reservehaltung diskutieren und der Markt Bitcoin wie einen sicheren Finanzhafen behandelt, wirken die Äußerungen der Europäischen Zentralbank zunehmend unzusammenhängend. Wie der Unternehmer und Bitcoiner Daniel Sempere Pico treffend bemerkte:

“Es ist schwierig, einen Mann dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht.”

Doch in der Finanzgeschichte wurde jeder neue sichere Hafen mit Skepsis betrachtet, bis er es nicht mehr war. Wenn die Analysten der Deutschen Bank richtig liegen, wird die eigentliche Überraschung nicht darin bestehen, dass die Zentralbanken bis 2030 Bitcoin halten, sondern darin, dass sie so lange gebraucht haben, um aufzuholen.

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Christina Comben
Christina Comben
Christina Comben is a crypto journalist, editor, and content manager with a passion for technology and starting important conversations. As an industry OG, she’s not phased by market volatility and frequently scrimps on Starbucks to BTFD