Zusammenfassung:
- Der Bitcoin-Kurs notiert bei $71.000, doch die Funding Rate ist um 6% auf den tiefsten Stand seit 2023 zurückgegangen.
- Das Risiko eines Short-Squeezes steigt bei einem Preis über $75,000
- Die geopolitische Lage übt weiteren Druck auf den Kurs aus und bedroht die temporäre Stabilität.
Der Krypto-Markt hat einen Wendepunkt erreicht. Der Bitcoin-Preis hält das Support-Level von $71.000 stabil, obwohl zahlreiche Großanleger derzeit mit ihren Shorts gegen das digitale Gold wetten.
Marktdaten zeigen eine Akkumulation konträrer Positionen, die weiter zur Volatilität beitragen, da so jede kleine Preisbewegung durch Marktteilnehmer verstärkt wird. Dementsprechend warnen Analysten, dass die Ansammlung großer Short-positionen ein Vorbote eines drastischen Preisanstiegs sein könnte.
Der Bitcoin-Preis steht vor einer Liquiditätsfalle, während das Angebot mittlerweile bei 20 Millionen Coins liegt.
Funding Rate fällt auf 6 %: tiefster Stand seit 2023
Laut dem neuesten Report des Krypto-Analytics-Unternehmens Cryptoquant ist die Bitcoin-Funding-Rate in den letzten Tagen um 6% gefallen und erreichte damit einen Tiefststand, der zuletzt 2023 zu beobachten war.
Was eine niedrige Funding Rate bedeutet
Eine negative Funding Rate bedeutet schlicht, dass Short-Positionen an einem Markt überwiegen. In diesem Fall sind die Futures-Preise niedriger als der Marktpreis, und Short-Trader zahlen eine Gebühr an die Long-Positionen. Eine negative Funding Rate wird oft als Zeichen für eine Sättigung des Pessimismus interpretiert, da alle bearishen Trader ihre Positionen eingenommen haben.

Als Ergebnis zeigt der Derivatemarkt eine nahezu einheitlich negative Stimmung. In der Vergangenheit hielt so ein Ungleichgewicht nie lange an, sondern forderte stets eine heftige Reaktion. Vor diesem Hintergrund bleibt abzuwarten, ob die aktuelle Lage zu einem vorübergehenden Bitcoin-Short-Squeeze führt oder nur einem weiteren Kursfall vorausgeht.
Technische Analyse: Kann BTC über $75.000 steigen?
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte der Bitcoinpreis bei $68.000 und weist eine starke bearische Dominanz auf. Die aktuelle Konsolidierung auf diesem Preisniveau ist eine Voraussetzung für eine Trendweiterführung, da BTC weiterhin 42% unter seinem Allezeithoch von Oktober gehandelt wird.
Das nächste Kursziel liegt bei 75.000 US-Dollar. Doch um dieses Niveau zu erreichen, braucht es nicht nur ein gleichbleibendes Handelsvolumen, sondern auch eine Änderung des Fear-and-Greed-Index, der weiterhin extreme Angst diagnostiziert.

Mit zunehmender Dynamik könnte der Bitcoin-Kurs die Erholung in Richtung der Widerstandszone bei 72.000–73.000 US-Dollar fortsetzen, wo zuvor bereits ein Überangebot zur Abweisung führte.
Sollte sich der Kurs nicht über dem Unterstützungsniveau von 70.000 US-Dollar stabil halten, könnte es zur nächsten Korrektur bei 69.000–70.000 US-Dollar kommen, bevor ein neuer Anstiegsversuch folgt. Die aktuelle Lage spricht jedoch eher für einen Test höherer Widerstände, nicht zuletzt wegen eines möglichen Bitcoin-Short-Squeezes, bei dem Trader mit Short-Positionen BTC am Markt kaufen, um schnellstmöglich ihre Positionen zu schließen.
Der Einfluss der geopolitischen Lage und von ETFs
Anleger am Kryptomarkt sind auch beim Investieren nicht gefeit vor den Einflüssen der Geschehnisse auf dem weiteren Markt. Die Frage der Sicherheit im Nahen Osten führt zu Unruhen unter Tradern und auch traditionelle Märkte zeigen eine Tendenz dazu, Risiken zu minimieren. Leerverkäufe können unter diesem Aspekt auch als Versuch von Bitcoin-Holdern verstanden werden, sich gegen Kurseinbrüche abzusichern.
Kurseinbruch zum Trotz bleibt die Stärke des Bitcoin-Netzwerks unbestritten: Die Hashrate erreicht weiterhin regelmäßig Höchststände.
Zusätzlich fließen durch ETFs weitere Gelder in den Markt, die eine Art Buy-Wall bilden. Diese Kombination aus Leerverkäufen, Angst vor einem Crash bei gleichzeitig durch ETFs-befeuerte starke Nachfrage hat es bisher noch nie in der Geschichte von Bitcoin gegeben.






