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Krypto-Regulierung: MiCA-Vorschriften sollen nicht lizenzierte Plattformen EU-weit verbannen

Wichtige Einblicke:

  • Die Krypto-Vorschriften im Rahmen von MiCA könnten dazu führen, dass Tausende nicht lizenzierte Krypto-Unternehmen in der EU nach Ablauf der Frist am 1. Juli ihre Zulassung verlieren.
  • Nur MiCA-zugelassene Börsen und Wallet-Anbieter dürfen weiterhin Nutzer in der EU bedienen.
  • Krypto-Nutzer könnten mit Auszahlungen, Kontoüberprüfungen und Plattformwechseln konfrontiert werden.

Der europäische Kryptomarkt steht kurz vor einer Compliance-Frist, da die Krypto-Vorschriften im Rahmen von MiCA am 1. Juli in Kraft treten. Nach diesem Datum dürfen Kryptobörsen, Broker und Wallet-Anbieter ohne entsprechende Genehmigung keine EU-Kunden mehr bedienen.

Die MiCA-Vorschriften wurden entwickelt, um ein einheitliches Regelwerk für digitale Vermögenswerte in der gesamten Europäischen Union zu schaffen. Ein zugelassener Krypto-Asset-Dienstleister kann von den Passrechten Gebrauch machen, um alle 27 Mitgliedstaaten zu bedienen. Dennoch ist die Zahl der zugelassenen Unternehmen im Vergleich zum bisherigen Markt nach wie vor gering.

Laut Hogan Lovells gab es in Europa im Jahr 2024 mehr als 3.000 Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte. Bis Mai 2026 hatten nur 194 Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Krypto-Vermögenswerte eine Zulassung erhalten, darunter auch Kreditinstitute. Die Kanzlei geht davon aus, dass etwa 75 % der vor Inkrafttreten der MiCA bestehenden Anbieter ihren Registrierungsstatus verlieren werden.

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Die MiCA-Vorschriften lassen nicht lizenzierten Plattformen kaum Spielraum

Die Frist im Juli lässt nicht lizenzierten Plattformen nur wenige Optionen. Sie können sich eine Genehmigung sichern, ihre Kunden an ein zugelassenes europäisches Unternehmen übertragen oder sich aus der Region zurückziehen. Unternehmen, die weiterhin EU-Kunden ohne Genehmigung bedienen, riskieren einen Verstoß gegen EU-Recht.

Aktuelles zur Krypto-Regulierung | Quelle: X
Aktuelles zur Krypto-Regulierung | Quelle: X

Die ESMA hat nicht zugelassene Anbieter bereits aufgefordert, Pläne für eine geordnete Abwicklung auszuarbeiten. Diese Pläne sollen den Nutzern dabei helfen, ihre Gelder zu zugelassenen Unternehmen oder in selbst gehostete Wallets zu übertragen. Möglicherweise müssen die Plattformen zudem neue Einzahlungen unterbinden, bevor sie ihre Dienste in der EU vollständig einstellen.

Frankreich hat eine der eindeutigsten Positionen in Bezug auf die Durchsetzung eingenommen. Die AMF erklärte, dass nicht zugelassene Krypto-Anbieter ab dem 1. Juli keine französischen Kunden mehr bedienen dürfen. Unternehmen, die diese Vorschrift missachten, drohen eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro.

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Die französische Regulierungsbehörde kann zudem schwarze Listen veröffentlichen, Nutzer warnen und gerichtliche Schritte einleiten, um Websites zu sperren. Dies verleiht den MiCA-Vorschriften echte Durchsetzungsmacht, die über reine Formalitäten hinausgeht. Es zeigt auch, wie nationale Regulierungsbehörden die Umsetzung gestalten können.

Die Umsetzung verläuft jedoch europaweit nach wie vor uneinheitlich. Einige Länder sind schneller vorangekommen als andere. Dies könnte sich darauf auswirken, wie schnell Unternehmen eine Genehmigung erhalten, obwohl MiCA eigentlich darauf abzielt, einen einheitlichen Markt zu schaffen.

Krypto-Vorschriften könnten Kontoübertragungen nach sich ziehen

Die Krypto-Vorschriften werden nicht alle Nutzer gleichermaßen betreffen. Für Kunden an lizenzierten Börsen dürfte der normale Betrieb weiterlaufen. Das größere Risiko besteht für Nutzer von Plattformen, die keine EU-Zulassung erhalten haben.

Sie werden möglicherweise aufgefordert, Guthaben abzuheben, neue Bedingungen zu akzeptieren oder Guthaben zu übertragen. Einige Plattformen verlagern ihre Kunden möglicherweise auf eine lizenzierte europäische Tochtergesellschaft. In diesem Fall könnten Nutzer mit neuen Identitätsprüfungen oder aktualisierten rechtlichen Vereinbarungen konfrontiert werden.

Die ESMA hat die Nutzer zudem darauf hingewiesen, zu überprüfen, welches Unternehmen tatsächlich ihr Konto führt. Die Schutzbestimmungen des MiCA gelten für das zugelassene EU-Unternehmen. Sie gelten möglicherweise nicht für andere Unternehmen, die denselben Markennamen außerhalb Europas verwenden.

Diese Tatsache ist von Bedeutung, da viele Nutzer nach wie vor auf nicht lizenzierte Plattformen zurückgreifen. Eine Analyse von OKX Europe ergab Berichten zufolge, dass 60 % der europäischen Krypto-Nutzer Börsen ohne MiCA-Zulassung nutzen. Außerdem hieß es, dass von Mai 2025 bis Mai 2026 7,6 Millionen der insgesamt 18,5 Millionen Downloads von Börsen-Apps in Europa auf nicht lizenzierte Plattformen entfielen.

Stablecoins geben bereits einen Vorgeschmack auf diesen Wandel. Mehrere Börsen haben Tethers USDT nach der Verschärfung der MiCA-Anforderungen von ihren europäischen Plattformen entfernt. Dagegen konnten konforme Stablecoins wie USDC und EURC ihren Betrieb in der gesamten Region fortsetzen.

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Glory Kaburu
Glory Kaburu
Glory Kaburu is a crypto journalist with nearly six years of experience covering blockchain, digital assets, market analysis, price predictions, and Web3 news. Her work has appeared across Cryptopolitan, Crypto News Flash, ETHNews, CoinGape, and The Coin Republic. She holds a Bachelor of Education in English Literature and Linguistics from the University of Nairobi, supporting her strong research skills, industry knowledge, and careful reporting on topics that can influence readers’ financial decisions.