Wichtige Einblicke:
- Die Schlagzeilen aus der Blockchain-Branche richten das Augenmerk auf SWIFT, das gerade ein Blockchain-basiertes Hauptbuch eingeführt hat, um gemeinsam mit großen globalen Banken tokenisierte grenzüberschreitende Zahlungen im Rahmen eines Pilotprojekts zu testen.
- Die Plattform ermöglicht eine Abwicklung rund um die Uhr, ein verbessertes Liquiditätsmanagement sowie Interoperabilität zwischen verteilten Hauptbüchern.
- Die Initiative könnte die Einführung tokenisierter Vermögenswerte beschleunigen und das Interesse an ISO 20022-konformen Krypto-Projekten steigern.
Den jüngsten Blockchain-Meldungen zufolge setzen Banken nun voll und ganz auf die Einführung von Kryptowährungen, nachdem SWIFT sein eigenes blockchainbasiertes Hauptbuch aufgegeben hat. Akteure des traditionellen Finanzsektors (TradFi) – insbesondere Banken – stehen bereits Schlange, um die Technologie zu testen, da durch diesen Wandel tokenisierte Kryptowährungen in den Mittelpunkt rücken.
Diese Krypto-Nachricht sendet ein klares Signal, dass sich die Dinge rasch ändern. Die alten Strukturen können der sich rasch wandelnden Finanzlandschaft nicht mehr gerecht werden und werden daher modernisiert.
SWIFT führt sein Blockchain-Ledger ein
Swift hat diese Woche eine der spannendsten Neuigkeiten aus dem Blockchain-Bereich verkündet. Nach neunmonatiger Entwicklungszeit hat das Unternehmen sein Blockchain-Ledger eingeführt. Damit ist das Netzwerk nun bereit für den ersten Einsatz bei globalen Banken.
Mindestens 17 große Finanzinstitute, darunter HSBC, Citi und UBS, haben sich bereit erklärt, tokenisierte grenzüberschreitende Zahlungen unter Nutzung dieser neuen Konfiguration im Rahmen eines Pilotprojekts zu testen.

Diese Blockchain-Nachricht rückt den viel diskutierten ISO 20022-Standard in den Fokus. Letzterer hebt die Art und Weise, wie Banken miteinander kommunizieren, auf ein völlig neues Niveau.
Dieser Schritt ist wahrscheinlich der erste auf dem Weg zur vollständigen Umsetzung dieses Nachrichtenstandards, der in hohem Maße auf der Blockchain-Technologie basiert. Banken können nun Zahlungen auf einer gemeinsamen, blockchainbasierten Ebene koordinieren und dabei die bestehenden Compliance-, Risiko- und Abwicklungsstandards beibehalten.
Die neue Swift-Blockchain ermöglicht einen Betrieb rund um die Uhr. Das bedeutet, dass Sie nicht mehr auf Wochenenden oder Feiertage warten müssen. Die Liquiditätseffizienz hat sich verbessert, die Transparenz des Cashflows wurde erhöht und die Erkennung von Token erfolgt nun nahtlos.
Swift hat dieses Ledger als zentralen Zugangspunkt zu mehreren verteilten Ledgern positioniert.
Tokenisierte Einlagen ermöglichen grenzüberschreitende Zahlungen rund um die Uhr
Mit der Einführung des neuen dezentralen Hauptbuchs werden tokenisierte Kryptowährungen den Schritt vom Hype zur Infrastruktur vollziehen. Banken werden nun tokenisierte Einlagen als Werteschicht im Swift-Hauptbuch nutzen. Dies ermöglicht eine schnellere Abwicklung, eine bessere Nutzung der Liquidität und grenzüberschreitende Transparenz in Echtzeit.

SWIFT hat diese Einführung mit größeren Veränderungen in der Finanzlandschaft in Einklang gebracht. Das Ledger eröffnet zudem neue Möglichkeiten für den „Agentic Commerce“ und „programmierbares Geld“. Mit diesem Schritt haben Banken eine Grundlage erhalten, um mit Smart-Contract-Regeln und automatisierten Abläufen zu experimentieren und dabei gleichzeitig die regulatorischen Rahmenbedingungen einzuhalten.
SWIFT hat sein Altsystem um eine Blockchain-Ebene erweitert, um tokenisierte Vermögenswerte interoperabel zu machen. Dieser hybride Ansatz ermöglicht es traditionellen Banken, in den Kryptobereich vorzudringen und gleichzeitig ihre Compliance-Rahmenbedingungen beizubehalten.
Swift Blockchain News rückt ISO-konforme Coins ins Rampenlicht
Nachdem SWIFT diese Neuigkeiten zur Blockchain bekannt gegeben hat, richten Analysten ihr Augenmerk nun auf ISO 20022-konforme Kryptowährungen. Die Norm ISO 20022 legt den Rahmen dafür fest, wie Krypto-Projekte, Stablecoins und Börsen mit dem traditionellen Finanzsystem verbunden werden sollen.
Mehrere Krypto-Projekte haben ihre Systeme still und leise aktualisiert, um diesem Standard zu entsprechen. Damit stehen sie ganz oben auf der Liste der Token, die von der Inbetriebnahme dieses Systems profitieren werden.
Dazu gehören XRP (Ripple), XLM (Stellar Lumens), XDC (XDC Network), HBAR (Hedera Hashgraph), ADA (Cardano), ALGO (Algorand), QNT (Quant) und IOTA.
Die Analyse des Weltwirtschaftsforums und von BCG zeigt, dass die Tokenisierung globaler illiquider Vermögenswerte bis 2030 ein Volumen von 16 Billionen US-Dollar erreichen könnte. Sollte dieses gesamte Volumen über acht führende Krypto-Projekte abgewickelt werden, wäre es möglicherweise lohnenswert, diese näher zu betrachten.
Was bedeutet dies für das globale Bankwesen?
SWIFT hat eines der am sehnlichsten erwarteten fehlenden Puzzleteile geliefert und damit das traditionelle Bankwesen mit der dezentralen Finanzwelt verbunden. Dies bedeutet, dass globale Banken voraussichtlich damit beginnen werden, tokenisierte Krypto-Zahlungen auf einem gemeinsamen Ledger zu testen, das auf Skalierbarkeit und Sicherheit ausgelegt ist.
In den Vereinigten Staaten könnte dies die Verabschiedung des CLARITY Act bedeuten, der nun schon seit über einem Jahr ins Stocken geraten ist. Grenzüberschreitende Reibungsverluste werden abnehmen, die Abwicklungszeiten werden sich verkürzen, und die Verfügbarkeit rund um die Uhr ist nun Realität.
Dieses Pilotprojekt hat den Weg für eine breitere Einführung geebnet. Programmierbares Geld und agentengestützter Handel verfügen nun über echte infrastrukturelle Unterstützung durch das Netzwerk, das bereits Tausende von Banken weltweit miteinander verbindet. Der traditionelle Finanzsektor ist offiziell in das On-Chain-Zeitalter eingetreten, und die Spielregeln haben sich grundlegend geändert.






