Wichtige Einblicke
- Nvidia stand an der Spitze der KI-getriebenen Marktrallye, aber das Kartenhaus beginnt unter dem Gewicht der unbezahlten Chiprechnungen und der KI-Einnahmen zu bröckeln.
- Panik unter den Anlegern macht Nvidias Erholung nach den Gewinnen zunichte.
- Warum die Sorgen um die KI-Blase tief in den jüngsten Liquiditätsexodus an den Märkten verwurzelt sein könnten.
Steht die KI-Blase kurz vor dem Platzen und wird ein solches Ergebnis das Feuer anheizen, das die Märkte in letzter Zeit verschlungen hat?
Nvidia hat sich an die Spitze der KI-getriebenen Marktrallye gesetzt, aber jüngste Daten haben ein großes umsatzbezogenes Problem offenbart, das das Kartenhaus zum Einsturz bringen könnte.
Mehrere Analysten haben bereits davor gewarnt, dass sich der Aktienmarkt in einer Blase befindet. Allerdings sind nicht viele auf die Details dieser Blase und ihre möglichen Auswirkungen eingegangen, wenn sie platzt.
Ein aktueller Beitrag des Autors Shanaka Anslem Perera hat einige grundlegende Risiken im Zusammenhang mit Nvidia aufgezeigt, die der Stachel sein könnten, der die KI-Blase platzen lässt.
Nvidia hat Berichten zufolge unbezahlte Rechnungen seiner Kunden im Wert von rund 33,4 Milliarden Dollar aufgedeckt, was einem Anstieg von 89% in den letzten 12 Monaten entspricht.
Außerdem haben sich die unverkauften Chips des Tech-Giganten im Wert von über 19 Milliarden Dollar angehäuft. Darüber hinaus haben sowohl Nvidia als auch Microsoft KI-Unternehmen wie OpenAI finanziert.
Letzteres plant Berichten zufolge, 50 Milliarden Dollar in die Microsoft Cloud zu pumpen, während Microsoft einen 100-Milliarden-Dollar-Auftrag für Nvidia-Chips hat, um denselben Cloud-Kauf von OpenAI zu betreiben.
Inzwischen erhielt OpenAI 300 Millionen Dollar von Oracle. OpenAI hat auch Chip-Bestellungen für Oracle-Rechenzentren aufgegeben.
Reduzieren Investoren ihr Engagement in KI-Aktien wie Nvidia?
Die miteinander verflochtenen Kapitalströme zwischen den Unternehmen unterstrichen die wachsende Sorge um die KI-gesteuerte Liquidität.
Darüber hinaus hat OpenAI einen jährlichen Verlust von etwa 5,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet, so dass die Rentabilität immer noch schwer zu erreichen war.
Diese Faktoren haben zweifellos dazu geführt, dass die Anlegergemeinschaft die Augenbrauen hochzieht. Erschwerend kommt hinzu, dass Top-Investoren wie Peter Thiel in letzter Zeit ihr Engagement in KI-Aktien reduziert haben.
So veräußerte Thiel am 9. November Nvidia-Aktien im Wert von etwa 100 Millionen Dollar, während der erfolgreiche Investor Michael Burry eine Short-Position auf Nvidia einging.
Er geht davon aus, dass die Aktie bis März nächsten Jahres auf etwa $140 fallen wird. Außerdem hat SoftBank vor etwas mehr als einer Woche Aktien im Wert von 5,8 Mrd. $ abgestoßen.
Es überrascht nicht, dass sich der S&P500 gegenüber seinem Höchststand im November um etwa 4,7% abgekühlt hat.

Die Umsatzprobleme von Nvidia in Verbindung mit dem beobachteten Rückzug von Großinvestoren haben zweifellos den Druck auf KI-Aktien erhöht.
Mehr Liquiditätsabflüsse an den Märkten?
Es besteht kein Zweifel, dass viel von Nvidia als führender Aktie in der KI-Bewegung abhängt. Der Q3-Gewinnbericht des Unternehmens fiel besser aus als erwartet.
Interessanterweise bemerkte der CEO des Tech-Giganten, dass die ganze Welt zusammengebrochen wäre, wenn Nvidia die Gewinnerwartungen verfehlt hätte.
Vielleicht eine Anspielung auf seine dominante Position auf dem Markt dank der KI, aber auch auf die Tatsache, dass die Märkte am Abgrund stehen.

Der Aktienkurs von Nvidia erholte sich zunächst, aber die positiven Ergebnisse reichten nicht aus, um die Bären in Schach zu halten. Der Aktienkurs brach in den letzten 2 Tagen um bis zu 11% ein.
Die Cashflow-Analyse könnte der Auslöser für diesen Rückgang gewesen sein und unterstrich die sich abschwächende Anlegerstimmung.
Die marktbeherrschende Stellung von Nvidia verdeutlicht das Risiko, dass der Einbruch des Aktienkurses das gesamte Kartenhaus zum Einsturz bringen könnte.
Eine massive Welle der Liquiditätsabwanderung könnte über den Aktienmarkt hinausgehen. Der Kryptomarkt zum Beispiel korreliert in hohem Maße mit dem Aktienmarkt.
Diese Korrelation könnte also zu weiteren Abflüssen aus dem Kryptomarkt führen, der in dieser Woche reichlich Liquidität abgelassen hat.






