Wichtige Einblicke:
- Der BTC-Preis hat vor dem Verfall der Bitcoin-Optionen einen doppelten Boden gebildet
- $10.5B BTC-Optionen Verfall umgestaltet Positionierung
- Negatives Gamma erhöht Volatilitätsrisiken bei Short-Squeeze
Der Bitcoin-Preis ist am Mittwoch auf $68.333 gestiegen. Dies markierte ein Acht-Tage-Hoch, da sich Händler vor dem Verfall der monatlichen Bitcoin-Optionen im Wert von $10,5 Milliarden am Freitag positionierten. Die Bewegung folgte auf eine doppelte Bodenformation bei $62.500, auch wenn der Vermögenswert im Monatsvergleich 21% niedriger lag. Den Händlern stand ein enges Zeitfenster zur Verfügung, um ihre Positionierung vor der Abrechnung der Kontrakte zu ändern.
Die Erholung des Bitcoin-Preises fand vor dem Hintergrund eines Derivatemarktes statt, der eine defensive Positionierung begünstigte. Die Optionsmärkte waren einem erhöhten Abwärtsrisiko ausgesetzt, nachdem der Durchbruch unter die 75.000 $-Marke im Februar zinsbullische Strategien überrumpelt hatte.
Als der Verfallstermin näher rückte, deutete das Gleichgewicht zwischen Calls und Puts eher auf eine umkämpfte Abrechnungszone als auf eine eindeutige Tendenz hin.
Bitcoin Optionsdaten zeigen strukturellen Vorteil für Bären
Die Daten von Deribit zeigen, dass die Börse 76% des Marktes kontrollierte und $4,5 Milliarden an offenen Call-Kontrakten und $3,4 Milliarden an Put-Kontrakten hielt. OKX folgte mit $610 Millionen an Calls und $385 Millionen an Puts. Die CME verzeichnete ebenfalls $255 Millionen bzw. $287 Millionen. Diese Konzentration bedeutete, dass das meiste Positionierungsrisiko auf einem Handelsplatz lag.

Auf den ersten Blick schien das aggregierte offene Interesse an Puts etwa 25% niedriger zu sein als an Calls. Die Struktur der Strikes erzählt jedoch eine andere Geschichte. Wenn der Preis bei Fälligkeit unter $70.000 bliebe, würden 88% der Deribit-Calls wertlos verfallen, was zeigt, wie falsch die Händler die Verschiebung des Momentums im Februar eingeschätzt haben.
Selbst wenn man die extremen Aufwärtswetten über $105.000 ausschließt, zielten nur 37% der verbleibenden Call-Positionen auf Strikes unter $75.000 ab. Das bedeutet, dass das effektive zinsbullische Engagement eher bei $780 Millionen liegt.
Im Gegensatz dazu zielten Puts im Wert von 1,44 Mrd. $ auf Kurse unter 60.000 $ ab, wobei einige davon eher Kalenderspreads als echte Crash-Wetten darstellten.
Das offene Interesse an Puts im Gesamtwert von $1,15 Mrd. konzentrierte sich bei $72.000 und darüber, wodurch ein Ausgleichsdruck gegen Calls entstand. Diese Konstellation deutet darauf hin, dass die Bären trotz der Dominanz der Calls einen strukturellen Schutz aufrechterhalten haben.
Negatives Gamma und Short-Liquidationen verstärken Bewegungen
Glassnode berichtet, dass die Positionierung von Bitcoin-Optionen in die sich ausdehnenden negativen Gamma-Zonen um und unter dem Kassakurs umgeschlagen ist. Die Heatmap für das Gamma-Exposure in der gesamten Historie zeigte dünner werdende positive “Gamma-Wände” über dem Marktpreis. Da der Kassahandel innerhalb einer Short-Gamma-Tasche stattfand, verstärkten die Absicherungsmechanismen der Händler die Intraday-Schwankungen.

Short-Gamma-Umgebungen zwingen Market Maker dazu, bei Stärke zu kaufen und bei Schwäche zu verkaufen. Diese Rückkopplungsschleife erhöht die Volatilität während der Abwicklungsfenster. Als die Liquidität bis zum Verfallstermin abnahm, lösten kleine Richtungsänderungen überproportionale Reaktionen bei den Hedging-Strömen der Derivate aus.
In der Zwischenzeit gab Mr. Crypto Whale bekannt, dass innerhalb von 24 Stunden Short-Positionen im Wert von mehr als 300 Millionen Dollar aufgelöst wurden. Der Binance-Auftragsfluss schien die aggressive Anhäufung von Leerverkäufen zu unterstützen. Das setzte die übermäßig fremdfinanzierten Short-Positionen unter Druck. Als der Preis anstieg, beschleunigten die erzwungenen Rückkäufe die Aufwärtsdynamik durch die klassische Short-Squeeze-Dynamik.
Diese Reaktion spiegelt wider, wie schnell Ungleichgewichte bei Derivaten entstehen können, wenn die Positionierung stark in eine Richtung tendiert. Der Verfall von Optionen verstärkte diese Empfindlichkeit, da die Händler das Delta-Exposure bis zur Abrechnung kontinuierlich anpassten.
Volatilität von Bitcoin-Optionen wird durch Verbindung zum Aktienmarkt verstärkt
Die Daten von TradingView zeigten eine 90%ige Korrelation zwischen Bitcoin und dem Nasdaq 100 Index in diesem Zeitraum. Diese Übereinstimmung zeigte, wie die makroökonomische Risikobereitschaft die Ergebnisse von Derivaten beeinflusste. Die Verbindung wurde noch deutlicher, als die Händler nach Börsenschluss in den USA die Gewinne von Nvidia verfolgten.

Obwohl die Korrelation von Bitcoin mit Aktien selten langfristig anhält, beeinflusst die kurzfristige Synchronisation oft die Verfallsströme. Wenn sich die Aktienmärkte stabilisieren, dürfte die Absicherung durch Händler die Widerstandsfähigkeit des Spotmarktes unterstützen. Umgekehrt drohte eine erneute Schwäche der Technologiewerte den Preis wieder in die von Puts dominierten Ausübungszonen zu treiben.
Die Optionsstruktur zeigte, dass der Vorteil in Richtung einer schützenden Positionierung ging, solange der Bitcoin-Preis unter $75.000 notierte. Dieser Schwellenwert markierte den Punkt, an dem Aufwärts-Calls wieder eine effektive Hebelwirkung gegenüber Puts hatten. Bis dahin diktierten Gammadruck und Hedging-Ströme die Intraday-Volatilität.
Die Abrechnung am Freitag wird zeigen, ob die Bullen den Aufschwung über die Streikcluster hinaus ausdehnen können, die derzeit die Dynamik begrenzen. Ein entscheidender Schritt über die Marke von $70.000 könnte den Schmerz bei Verfall auf die Inhaber von Puts verlagern, während ein Scheitern beim Halten der aktuellen Niveaus die defensive Dominanz verstärken könnte.






