Wichtige Einblicke:
- Die Gespräche über das CLARITY-Gesetz sind ins Stocken geraten, da die Senatoren keine Einigung über die Ethik erzielen konnten.
- Das Weiße Haus trifft sich mit Vertretern der Strafverfolgungsbehörden wegen Bedenken im Zusammenhang mit Abschnitt 604.
- Der Senat steht vor einem engen Zeitplan mit nur noch 31 Sitzungstagen bis zur Pause.
Die Verhandlungen zum CLARITY Act sind diese Woche in eine schwierige Phase getreten. Das liegt daran, dass die Senatoren keine Einigung über die mit dem Gesetz verbundenen Ethikbestimmungen erzielen konnten.
Der Rückschlag wurde am Dienstag während eines Treffens hinter verschlossenen Türen bekannt, an dem Gesetzgeber und Beamte des Weißen Hauses teilnahmen, die daran arbeiteten, den Gesetzentwurf zur Abstimmung im Senat zu bringen. Gleichzeitig bereitete sich die Regierung auf separate Gespräche mit den Strafverfolgungsbehörden vor, in denen es um Bedenken gegen die Maßnahme ging.
Beide Themen zusammen sind die Haupthindernisse für die Gesetzgebung, da die Gesetzgeber vor der Augustpause gegen einen begrenzten Gesetzgebungskalender anrennen.
Der jüngste Schritt folgt auf die Bemühungen, eine parteiübergreifende Unterstützung für den Gesetzentwurf aufzubauen, nachdem der Bankenausschuss des Senats ihn im Mai abgesegnet hatte. Die Gesetzgeber hatten zuvor auf einen groben Ethikrahmen hingearbeitet.
Nach Angaben von Eleanor Terrett endete das Treffen am Dienstag jedoch ohne eine Lösung. Das bedeutet, dass die Unterhändler noch viel Arbeit vor sich haben, bevor die Gesetzgebung vorankommen kann.

Die Senatoren Kirsten Gillibrand, Ruben Gallego, Bernie Moreno und Cynthia Lummis nahmen an den Diskussionen teil. Patrick Witt, Executive Director des White House Crypto Council, nahm ebenfalls an dem Treffen teil.
Die Verhandlungen über das CLARITY-Gesetz zur Ethik erreichen eine schwierige Phase
In erster Linie geht es um Ethikbestimmungen im Zusammenhang mit den Krypto-Geschäftsinteressen von Präsident Donald Trump. Ein zuvor diskutierter Vorschlag hätte es den Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten erlaubt, das Justizministerium zu verklagen, weil es ethische Anforderungen nicht durchgesetzt hat.
Während der Sitzung am Dienstag haben die Gesetzgeber diese Bestimmung wieder aufgegriffen. Es kamen Bedenken auf, dass die Gewährung einer solchen Befugnis rechtliche und verfassungsrechtliche Fragen aufwerfen könnte. Die Diskussion führte dazu, dass die Verhandlungsführer von Teilen des früheren Rahmens abrückten, der vor der Sitzung des Bankenausschusses erörtert worden war.
Die republikanischen Gesetzgeber haben einen anderen Ansatz vorgeschlagen. Ihr Vorschlag könnte die Durchsetzungsbefugnis in die Hände des Generalstaatsanwalts legen. Sie schlugen auch ein Amtsenthebungsverfahren als mögliches Mittel bei Verstößen gegen die Berufsethik vor.
Die Diskussion hat zu keiner Einigung geführt. Die Verhandlungsführer wollen sich daher am Donnerstag erneut treffen. Dieses Treffen wird von entscheidender Bedeutung sein, da die Gesetzgeber ihre Bemühungen fortsetzen, die Meinungsverschiedenheiten über die ethische Sprache zu überbrücken.
Bedenken der Strafverfolgungsbehörden bleiben eine große Hürde für den Clarity Act
Während die Ethik eine Herausforderung bleibt, konzentrieren sich die Gesetzgeber auch auf die Bedenken der Strafverfolgungsbehörden. Der Krypto-Rat des Weißen Hauses wird am Mittwoch Vertreter verschiedener Strafverfolgungsbehörden empfangen.
Als Teilnehmer werden die National Sheriffs’ Association, die Fraternal Order of Police und die National District Attorneys’ Association erwartet. Es werden auch Beamte des Justizministeriums, des Finanzministeriums, des FinCEN und Mitglieder des Kongresses erwartet.
Bei dem Treffen soll es um Abschnitt 604 des Gesetzentwurfs gehen, den Blockchain Regulatory Certainty Act. Die Vorschrift würde klarstellen, dass bestimmte Softwareentwickler, die nicht zu den Sorgeberechtigten gehören, nicht daran gebunden sind, wie Dritte ihren Code verwenden, es sei denn, sie beabsichtigen, illegale Aktivitäten zu erleichtern.
Zeitplan für Krypto-Regulierung steht unter wachsendem Druck
Das Ergebnis der beiden Diskussionen könnte die nächste Phase des CLARITY Act bestimmen. Mehrere Senatoren haben ihre Unterstützung von Fortschritten in den Bereichen Ethik und Strafverfolgung abhängig gemacht.
Die Senatoren Mark Warner und Catherine Cortez Masto haben signalisiert, dass das Feedback der Strafverfolgungsbehörden ihre Position zu dem Gesetz beeinflussen wird. Ihre Stimmen könnten wichtig werden, wenn die Führer des Senats den weiteren Weg des Gesetzes bewerten.
Auch der Zeitplan erhöht den Druck auf die Verhandlungen. Dem Senat bleiben noch 31 Sitzungstage bis zur Augustpause. Viele Gesetzgeber und Lobbygruppen betrachten diesen Zeitraum als Gelegenheit, die Krypto-Regulierung voranzutreiben, bevor sich die Aufmerksamkeit des Kongresses auf die Zwischenwahlen verlagert.






