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Strategie unter der Lupe, nachdem der Kurs von STRC unter 90 Dollar gefallen ist

Wichtige Einblicke:

  • Strategy sieht sich nun mit höheren Dividendenkosten konfrontiert, nachdem der Kurs seiner STRC-Vorzugsaktien unter 90 Dollar gefallen ist, wodurch sich die effektive Rendite auf etwa 12,9 % erhöht hat.
  • Kritiker, darunter Peter Schiff, argumentieren, dass die 32-Jahres-Prognose von stabilen Bitcoin-Kursen, keinen Dividendenerhöhungen und keiner zusätzlichen Ausgabe von Vorzugsaktien ausgeht.
  • Es wachsen die Bedenken, dass Strategy letztendlich Bitcoin verkaufen muss, um seinen Dividendenverpflichtungen nachzukommen. Einige Analysten warnen davor, dass dies zu einer negativen Rückkopplungsschleife führen könnte, sollten die BTC-Kurse sinken.

Die Kryptomärkte stehen unter Druck, da die STRC-Vorzugsaktie von Strategy Inc (NASDAQ: MSTR) angesichts von Zweifeln an dem hochverzinslichen Dividendenplan des Unternehmens stark nachgab. Die STRC-Aktie schloss am 17. Juni bei etwa 89,15 US-Dollar und lag damit rund 11 % unter ihrem Kursziel von 100 US-Dollar. Der Zeitpunkt sorgte für Aufsehen.

Der Kursrückgang erfolgte kurz nachdem Strategy bekannt gegeben hatte, dass seine Bitcoin-Reserve Dividendenzahlungen für 32 Jahre absichern könne. Diese Behauptung sorgte unter Anlegern rasch für Gesprächsstoff, wobei die Frage aufkam, inwieweit diese Zahlen dem Marktdruck standhalten würden.

Analysten weisen darauf hin, dass diese Behauptung von den aktuellen Bitcoin-Kursen abhängt und die geschrumpften Barreserven außer Acht lässt. Tatsächlich geht aus jüngsten Unterlagen hervor, dass Strategy nach der Rückzahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen nur noch über Barmittel verfügt, die für etwa sieben Monate an Ausschüttungen ausreichen.

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Die Diskrepanz zwischen dem „32-Jahres“-Ansatz und der kürzeren Liquiditätsreichweite hat Zweifel aufkommen lassen, gerade zu einem Zeitpunkt, an dem die Kryptomärkte insgesamt aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten einbrechen.

STRC rutscht unter den Referenzwert ab, da die Zweifel an der Rendite zunehmen

Der Rückgang des STRC-Kurses unter 90 Dollar verdeutlicht die wachsende Zurückhaltung der Anleger. Die Vorzugsaktien sollten eigentlich bei etwa 100 Dollar gehandelt werden, doch der Rückgang auf 89 Dollar deutet darauf hin, dass die Dividende von 11,5 % möglicherweise nicht mehr ausreicht, um Käufer anzulocken.

Wie ein Krypto-Analyse-Tracker feststellt, haben Käufer, die nahe am Nennwert kaufen, bereits Renditen in Höhe von etwa einem Jahr verloren. Der STRC von Strategy ist darauf ausgelegt, Bitcoin-Käufe zu finanzieren; daher deutet sein Abschlag auf eine Belastung dieses Modells hin.

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Zum Hintergrund: Strategy verkaufte Ende Mai 32 BTC (etwa 2,5 Mio. US-Dollar), um Dividenden zu finanzieren. Dieser geringfügige Verkauf, der am 1. Juni in einer SEC-Meldung bekannt gegeben wurde, führte an diesem Tag zu einem Kursrückgang der Strategy-Stammaktie (MSTR) um etwa 6 %. Zudem erschütterte er das Vertrauen in das Modell der Vorzugsrendite.

Strategie verteidigt Anspruch auf 32-jährige Versicherungsdauer

Am 17. Juni veröffentlichte Strategy eine Erklärung auf X, in der das Unternehmen darauf hinwies, dass seine Bitcoin-Reserven bei den derzeitigen Sätzen „32 Jahre Dividendendeckung“ gewährleisten könnten.

Quelle: X
Quelle: X

Das Unternehmen hob seine solide Bilanzlage hervor, nachdem ein Aktienverkauf über ein ATM die Barreserven aufgestockt hatte. Die Zahl für den Zeitraum von 32 Jahren ergibt sich aus dem Verhältnis des gesamten BTC-Bestands (derzeit 843.700 Coins) zu den Dividenden von STRC.

In der Praxis weisen Analysten darauf hin, dass diese Berechnung davon ausgeht, dass der Bitcoin-Kurs auf dem heutigen Niveau bleibt. Aus den eigenen Unterlagen von Strategy geht hervor, dass die Barreserven des Unternehmens derzeit nur für einige Quartale an Dividenden ausreichen (gegenüber 24 Monaten vor der Schuldentilgung).

Kryptomärkte erleiden angesichts der Risikoaversion einen Rückschlag

Die STRC-Meldung von Strategy traf genau mitten in einer Marktkorrektur ein. Am 5. Juni versetzte ein starker US-Arbeitsmarktbericht die Märkte in Aufruhr und ließ erneut Zweifel daran aufkommen, wie schnell die Fed ihre Geldpolitik lockern kann. Das Szenario „Höhere Zinsen für längere Zeit“ rückte wieder in den Fokus, und die Anleger reagierten umgehend.

Die Aktienkurse gaben stark nach. Der S&P 500 fiel um 2,6 %, der Nasdaq gab um 4,2 % nach, und die Renditen für US-Staatsanleihen stiegen stark an, wobei die Rendite der 2-jährigen Anleihe mit 4,147 % ihren höchsten Stand seit über einem Jahr erreichte.

NVIDIA verzeichnete einen Kursrückgang von fast 8 %, und die Chip-Aktien folgten diesem Trend, nachdem schwache Geschäftszahlen den Druck weiter erhöht hatten. Bitcoin verlor im Wochenverlauf mehr als 17 % und rutschte am Freitag kurzzeitig unter die 60.000-Dollar-Marke, bevor es sich wieder etwas erholen konnte. Auch der Kryptomarkt insgesamt blieb davon nicht verschont. Er verlor rund 390 Milliarden Dollar an Wert.

Die Händler verwiesen immer wieder auf denselben Auslöser: positivere Konjunkturdaten. Dies ließ die Zinserwartungen steigen, zerstörte die Hoffnungen auf kurzfristige Zinssenkungen durch die Fed und führte zu einem allgemeinen Rückgang der Risikoanlagen.

Der Grund für diese Entwicklung war bekannt. Die Märkte wurden erneut daran erinnert, dass die Federal Reserve bei Zinssenkungen möglicherweise nicht so schnell handeln wird, wie die Anleger gehofft hatten.

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten ließen die Renditen steigen. Dies zwang die Händler dazu, ihre Erwartungen zu überdenken und ihr Engagement in risikoreicheren Anlagen zu reduzieren. Diese Umorientierung traf die Risikoanlagen auf einen Schlag.

Auch institutionelle Kapitalflüsse begünstigten Börsengänge im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie großer Technologieunternehmen, während digitale Vermögenswerte untergewichtet blieben. Wie ein Analyst feststellt, führte die überraschende Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt dazu, dass „die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen und die Erwartungen hinsichtlich einer strafferen Geldpolitik verstärkt wurden“, was „Risikoanlagen, einschließlich Kryptowährungen“, belastete.

Die daraus resultierende Risikoscheu an den Kryptomärkten verstärkte die kritische Betrachtung hochverzinslicher Krypto-Anlagen. Der STRC von Strategy stand bereits unter Druck, als Anleger feststellten, dass der Verkauf weiterer Vorzugsaktien (STRC) oder Stammaktien (MSTR) die Dividendenbelastung erhöhen würde.

Analysten warnen vor dem Risiko einer „Todes-Spirale“

Insbesondere warnte Peter Schiff, Ökonom bei Euro Pacific, auf X, dass das Modell dieser Strategie eine „gefährliche Falle“ für renditeorientierte Anleger darstellen könnte. Er argumentierte, dass das Unternehmen, sollten die STRC-Aktien weiter fallen, möglicherweise die Dividendenquote erhöhen (oder mehr Bitcoin verkaufen) müsse, um Käufer anzulocken. Dies könnte Strategy wiederum dazu zwingen, Vermögenswerte zu veräußern, um die Dividenden zu finanzieren, was eine Rückkopplungsschleife auslösen würde, die manchmal als „Todesspirale“ bezeichnet wird.

Tatsächlich erklärte Schiff, dass die Aufrechterhaltung einer Ausschüttungsquote von 11,5 % letztendlich davon abhängen könnte, dass der Bitcoin-Kurs stark ansteigt, da jede verkaufte Aktie die Gesamtverbindlichkeiten erhöht.

Quelle: X
Quelle: X

Höhere Renditeanforderungen würden die Finanzierungskosten erhöhen und das Eigenkapital verwässern – ein Kompromiss, den die Geschäftsführung von Strategy anerkannt hat.

Phong Le, CEO von Strategy, hat diese Struktur verteidigt (z. B. durch die Ausgabe von Stammaktien zur Finanzierung von Dividenden). Die Diskrepanz zwischen dem Marktkurs von STRC und dem Nennwert (100 Dollar) zeugt jedoch von der Zurückhaltung der Anleger.

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Arnold Kirimi
Arnold Kirimi
Arnold Kirimi is a crypto and Web3 journalist from Nairobi, Kenya. With a sharp eye for emerging trends and a talent for demystifying blockchain jargon, Kirimi turns complex concepts into compelling narratives. Featured in top outlets like Cointelegraph, DailyCoin and CryptoSlate.