Wichtige Einblicke:
- Für das CLARITY-Gesetz steht nach der Senatspause ein engerer Zeitrahmen für die Abstimmung im Juli an.
- Ripple setzt eine Werbekampagne in Washington, D.C. ein, um die Regulierung von Kryptowährungen zu unterstützen.
- Die Unterstützung durch das Justizministerium mag zwar Bedenken zerstreuen, doch der Zeitplan im Senat bleibt schwierig.
Ripple hat den CLARITY Act erneut ins Rampenlicht Washingtons gerückt, während der Terminkalender des Senats immer voller wird. Das Unternehmen startete eine mobile Werbekampagne in der Nähe des US-Kapitols. Es argumentierte, dass klarere Vorschriften die Verbraucher schützen und verantwortungsvolle Innovationen fördern könnten. Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Regulierung des Kryptomarktes im Juli mit einem vollgepackten Terminkalender konfrontiert ist .
Der Senat hat seine Sitzungsperiode bis zum 13. Juli unterbrochen, wodurch sich die verbleibende Sitzungszeit bis August verkürzt. Der Gesetzentwurf steht zudem im Mittelpunkt einer Debatte über Schutzmaßnahmen gegen Finanzkriminalität, bankähnliche Kryptodienste und Prioritäten im Wahljahr. Direkte Auswirkungen auf die Token-Kurse standen bei dieser politischen Aktualisierung nicht im Mittelpunkt.
Die „CLARITY Act“-Kampagne erobert die Straßen von Washington
Im Rahmen der Kampagne von Ripple wurde in Washington, D.C., ein blauer Lkw mit Firmenlogo eingesetzt, um für den CLARITY Act zu werben. Die Botschaft stellte einen Zusammenhang zwischen klaren Vorschriften und Verbraucherschutz, Innovation sowie der Wettbewerbsfähigkeit der USA her.

Das Unternehmen stellte die Kampagne als direkten Appell an die Gesetzgeber dar. In seiner öffentlichen Mitteilung hieß es, der Kongress arbeite nach wie vor an Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte.
Der Zeitpunkt von Ripple scheint bewusst gewählt zu sein. Die Kampagne startete zu einem Zeitpunkt, als Branchenverbände den Druck für eine Abstimmung im Juli verstärkten. Die Regulierung des Kryptomarktes ist zu einem entscheidenden politischen Thema für Börsen, Emittenten und Blockchain-Unternehmen geworden.
Das CLARITY-Gesetz würde eine klarere Marktstruktur für digitale Vermögenswerte schaffen. Befürworter sind der Ansicht, dass es die Unsicherheit zwischen der SEC und der CFTC verringern würde. Sie argumentieren zudem, dass es zu einer Belebung der Aktivitäten im Inland führen könnte.
Der Zeitplan des Senats schränkt den Weg für den CLARITY Act vor August ein
Die Sitzungspause des Senats hat die Lage im Juli erschwert. Die Abgeordnete Anna Paulina Luna erklärte, der Senat habe durch einstimmigen Beschluss seine Sitzungen bis zum 13. Juli unterbrochen.
Das ist von Bedeutung, da der CLARITY Act noch Zeit im Plenum des Senats benötigt. Der Gesetzentwurf wurde bereits vom Bankenausschuss des Senats gebilligt. Es stehen jedoch noch die Debatte, Änderungsanträge und eine vollständige Abstimmung aus.

Senatorin Cynthia Lummis drängt weiterhin auf Maßnahmen im Juli. Sie hat angedeutet, dass der endgültige Text etwa zur Parlamentspause am 4. Juli vorliegen könnte. Damit bliebe den Senatoren nur wenig Zeit, die Änderungen noch vor August zu prüfen.
Der Bankenausschuss des Senats hat den Gesetzentwurf im Mai mit 15 zu 9 Stimmen weitergeleitet. Dies verlieh den Befürwortern neuen Schwung, sicherte ihnen jedoch noch keinen endgültigen Weg zum Erfolg. Der gesamte Senat benötigt weiterhin ausreichende Unterstützung, um verfahrensrechtliche Hürden zu überwinden.
Für den 17. Juli ist eine Anhörung des Ausschusses für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses vor Ort angesetzt. Diese Anhörung könnte die Aufmerksamkeit weiterhin auf den Gesetzentwurf lenken, wenn die Abgeordneten aus der Parlamentspause zurückkehren.
Der Streit um die Regulierung von Kryptowährungen weitet sich über die Marktstruktur hinaus aus
Die breitere Debatte über die Regulierung von Kryptowährungen beschränkt sich nicht mehr nur auf die Marktstruktur. Strafverfolgungsbehörden haben davor gewarnt, dass bestimmte Formulierungen zu Regulierungslücken führen könnten. Ihre Bedenken konzentrieren sich auf Risiken im Zusammenhang mit illegaler Finanzierung und dezentralen Diensten.
Das Justizministerium hat sich gegen diese Kritik gewehrt. Wie berichtet, vertritt das Justizministerium den Standpunkt, dass der Gesetzentwurf strafrechtliche Ermittlungen nicht beeinträchtigen würde. Diese Stellungnahme lieferte den Befürwortern ein überzeugenderes Argument gegen Bedenken hinsichtlich der Strafverfolgung.
Dennoch könnte dieses Thema die Verhandlungen im Senat beeinflussen. Auch Bankenverbände haben Bedenken geäußert, wie der Gesetzentwurf mit Prämien, Verwahrung und bankähnlichen Produkten umgeht. Diese Bedenken könnten zu weiteren Änderungsanträgen führen.
Die Regulierung des Kryptomarktes steht zudem im Wettbewerb mit anderen, nicht damit zusammenhängenden Auseinandersetzungen. Der Kongress befasst sich derzeit mit Gesetzen zur Wähleridentifizierung, der Wohnungspolitik und einer Beschränkung für digitale Zentralbankwährungen (CBDC). Diese Auseinandersetzungen haben bereits Teile der Agenda im Bereich der digitalen Vermögenswerte verzögert.
Für Bitcoin- und XRP-Händler wird die Marktentwicklung hauptsächlich von der Marktstimmung bestimmt. Klarere Vorschriften könnten das Vertrauen in digitale Vermögenswerte in den USA stärken. Verzögerungen könnten jedoch dazu führen, dass das politische Risiko bis Juli auf einem hohen Niveau bleibt.
Die Kampagne von Ripple zeigt, dass die Branche nicht tatenlos abwartet. Der CLARITY Act hängt nun davon ab, ob die Führungsspitzen des Senats nach dem 13. Juli genügend Redezeit im Plenum einräumen.






