Wichtige Einblicke:
- Der Bitcoin-Kurs droht, den kurzfristigen Widerstand bei rund 65.000 US-Dollar zu durchbrechen.
- Die US-Verbraucherpreisindexdaten für Juni sorgen für eine Rückkehr des Vertrauens in den Markt.
- Die Aktivitäten der „Wale“ senden gemischte Signale aus, während Analysten den nächsten Schritt erörtern, und die Dominanz der Langzeitinhaber steigt auf ein 30-Monats-Hoch.
Der Bitcoin-Kurs hatte in der zweiten Juliwoche Schwierigkeiten, die Marke von 65.000 US-Dollar zu überschreiten. Zu Beginn dieser Woche schien es sogar, als würde ein weiterer Kursrückgang bevorstehen. Ein Kursanstieg am Dienstag, dem 14. Juli, am Vormittag signalisierte jedoch erneutes Zuversicht auf der bullischen Seite.
Zum Hintergrund: Der Bitcoin -Kurs ist in den letzten 24 Stunden um fast 4 % gestiegen. Er stieg von einem Tiefststand von 62.203 US-Dollar auf einen Höchststand von 64.913 US-Dollar zum Zeitpunkt der Beobachtung.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der BTC-Kurs bei 64.671 US-Dollar. Dies zeigte, dass sich BTC weiterhin kurz davor befand, die 65.000-US-Dollar-Marke zu erreichen. Letztere ist von entscheidender Bedeutung, da sie ein kurzfristiges Widerstandsniveau darstellt.

Der BTC-Kurs lag zum Zeitpunkt der Beobachtung ebenfalls über dem 50-Prozent-RSI-Niveau. Dies bestätigte, dass die Bullen wieder an Schwung gewannen – entgegen den zuvor am Sonntag und Montag geäußerten bärischen Erwartungen.
Bitcoin-Kurs profitiert von neuem Vertrauen dank der US-Verbraucherpreisindexdaten für Juni
Der Kursanstieg von Bitcoin am Dienstag war größtenteils auf ein gestiegenes Anlegervertrauen zurückzuführen. Ausschlaggebend hierfür war ein besser als erwartet ausgefallener US-Verbraucherpreisindex (CPI) für den Monat Juni.
Laut BSCN gingen mehrere Marktanalysten Berichten zufolge davon aus, dass die US-Verbraucherpreisindexdaten für Juni bei etwa 3,8 % liegen würden. Dem Bericht des US-Amtes für Arbeitsstatistik zufolge lag der tatsächliche Wert jedoch bei 3,5 % und blieb damit hinter der Konsensschätzung verschiedener Experten zurück. Dies entspricht einem Rückgang um 0,4 % gegenüber dem Verbraucherpreisindexwert vom Mai.

Ein unter den Erwartungen liegender US-Verbraucherpreisindex (CPI) wird häufig als bullisch gewertet. Daten, die auf eine Abkühlung der Inflation hindeuten, stärken zudem tendenziell das Vertrauen der Anleger und fördern den Zufluss zusätzlicher Liquidität in den Markt. Dies würde den unerwarteten Anstieg der BTC-Preise in den letzten 24 Stunden erklären.
Ein nachhaltiger Durchbruch dürfte eher von einer stärkeren Spotnachfrage und anhaltenden institutionellen Zuflüssen abhängen als allein von der Handelstätigkeit mit gehebelten Derivaten. Eine starke Nachfrage seitens der „Whales“ und institutioneller Anleger würde einen Durchbruch gewährleisten. Die jüngsten Daten aus den Orderbüchern der „Whales“ lieferten jedoch gemischte Signale.
Schließen sich die „Wale“ dem Aufwärtstrend an?
Daten von CoinGlass zu Großinvestoren zeigten, dass große BTC-Inhaber in den letzten 24 Stunden gemeinsam Long-Positionen im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar auf den Perpetual-Kontrakten von Binance und OKX eingegangen sind. Die Spot-Positionen waren hingegen wesentlich komplexer und verstreuter.
So haben beispielsweise Großinvestoren auf dem OKX-Spotmarkt BTC im Wert von rund 15,4 Millionen US-Dollar erworben und auf dem Binance-Spotmarkt BTC im Wert von über 38 Millionen US-Dollar verkauft. Auch Coinbase trug im gleichen Zeitraum mit einem Verkaufsdruck von etwa 1,6 Millionen US-Dollar dazu bei.
Die Diskrepanz zwischen der Positionierung am Kassamarkt und bei den Derivaten deutet darauf hin, dass die „Wale“ eher zu kurzfristigen bullischen Spekulationen neigen als zu einer direkten Akkumulation. Große Long-Positionen in unbefristeten Futures lassen auf Erwartungen eines kurzfristigen Aufwärtstrends schließen.
Negative Netto-Spot-Zuflüsse deuten jedoch auf etwas anderes hin. Dies lässt darauf schließen, dass Anleger nach wie vor vorsichtig sind und kein nennenswertes Kapital in langfristige BTC-Bestände investieren.
Wie wird sich der Bitcoin-Kurs unter Berücksichtigung der oben genannten Aspekte weiterentwickeln?
Eine kurzfristige Erholung wäre ein wahrscheinliches Szenario gewesen, falls die jüngsten CPI-Daten positiv ausgefallen wären. Allerdings könnten andere Marktbedingungen und Beobachtungen die nächste Kursentwicklung bestimmen, und die jüngsten Daten deuten weiterhin auf eine langfristige Erholung hin.
Das Verhältnis zwischen Langzeit- und Kurzzeit-Inhabern von Bitcoin ist kürzlich auf ein seit langem nicht mehr gesehenes Niveau gestiegen.

Laut der Analyse des CryptoQuant-Analysten Gaah weist das Verhältnis während der Phase der erneuten Akkumulation positive Spitzenwerte auf. Nach Angaben des Analysten sind extrem positive Werte dieses Indikators während der Phase der erneuten Akkumulation aufgetreten, nicht jedoch auf dem Höhepunkt der Markteuphorie.
Laut der Analyse von Gaah bildeten sich die bisherigen Höchststände des BTC-Zyklus, als der Indikator begann, sich von diesen hohen Niveaus zurückzuziehen. Der aktuelle Trend deutet also darauf hin, dass Langzeitinhaber das verfügbare Bitcoin-Angebot aggressiv aufkaufen.
Der Analyst wies zudem darauf hin, dass diese Kennzahl in der Nähe von Zyklushöchstständen stark zurückgeht. Mit anderen Worten: Die aktuelle Situation spricht für eine langfristige Erholung, da Anleger von den günstigen Kursen profitieren. Diese Beobachtung könnte auch die Annahme stützen, dass sich die Preisuntergrenze von Bitcoin weiter festigen könnte.






