Wichtige Erkenntnisse:
- Morgan Stanley hat ein „Digital Asset Lab“ zur Erprobung von Blockchain-Technologien und digitalen Vermögenswerten eingerichtet.
- Zu den untersuchten Bereichen zählen Zahlungen mit Stablecoins, tokenisierte Einlagen, CBDCs und DeFi-Tresore.
- Das Labor führt Experimente getrennt von den Kernsystemen der Bank durch und erfüllt dabei die regulatorischen Anforderungen.
Morgan Stanley testet Stablecoin-Zahlungen mithilfe eines neuen „Digital Asset Lab“, das eingerichtet wurde, um Blockchain-Tools unabhängig von den Kernsystemen der Bank zu untersuchen. Die Bank wird zudem tokenisierte Einlagen, CBDCs, tokenisierte Geldmarktfonds und DeFi-Tresore prüfen, um zu erforschen, wie digitale Vermögenswerte bereits heute sicher auf den Finanzmärkten eingesetzt werden könnten.
Morgan Stanley richtet „Digital Asset Lab“ ein
Morgan Stanley hat ein „Digital Asset Lab“ eingerichtet, um Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und dezentrale Finanzdienstleistungen zu untersuchen. Bloomberg berichtete am 29. September über diese Entwicklung. Das Labor bietet der Bank einen eigenen Bereich, um Technologien im Bereich digitaler Vermögenswerte zu testen. Diese Tests werden die Hauptsysteme von Morgan Stanley nicht beeinträchtigen.
Die Einrichtung soll der Bank zudem die Möglichkeit bieten, neue Instrumente unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen. Dazu gehören Zahlungen mit Stablecoins sowie verschiedene Formen tokenisierter Geldmittel. Morgan Stanley wird Stablecoins, Tokenisierungstechnologie, tokenisierte Einlagen sowie digitale Zentralbankwährungen testen. Das Labor wird sich zudem mit tokenisierten Geldmarktfonds befassen.
Amy Oldenburg, Leiterin des Bereichs „Digital Assets“ bei Morgan Stanley, beschrieb das Labor als eine sichere und abgeschirmte Umgebung. Die Einrichtung ist zudem so konzipiert, dass sie den regulatorischen Anforderungen entspricht. Dieser Schritt zeigt, dass die Bank untersucht, wie Blockchain-Tools innerhalb bestehender Finanzsysteme funktionieren könnten. Der Schwerpunkt des Labors liegt jedoch auf dem Testen und nicht auf der sofortigen Einführung.
Dieser Ansatz ermöglicht es Morgan Stanley, neue Technologien zu prüfen, bevor sie plattformweit eingesetzt werden. Zudem kann die Bank auf diese Weise mögliche Risiken untersuchen.
Zahlungen mit Stablecoins und DeFi-Tresore werden geprüft
Zahlungen mit Stablecoins gehören zu den Bereichen, die Morgan Stanley im Rahmen seiner Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte erprobt. Die Bank befasst sich zudem intensiv mit der DeFi-Vault-Technologie. Ein DeFi-Vault kann hinterlegte digitale Vermögenswerte automatisch zwischen verschiedenen DeFi-Märkten verschieben. Dabei folgt er zuvor festgelegten Strategien.

So könnten beispielsweise von Anlegern eingezahlte Stablecoins auf mehrere Märkte verteilt werden. Das System würde die gewählte Strategie verfolgen, ohne dass jeder Schritt manuell vorgenommen werden müsste. Das Modell weist Ähnlichkeiten mit einem traditionellen Investmentfonds auf. Die Blockchain-Technologie kann jedoch Teile des Prozesses und dessen Verwaltung automatisieren.
Oldenburg erklärte, diese Tresore könnten letztendlich Teil der Finanzmärkte werden. Die Technologie befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium. Morgan Stanley möchte daher zunächst verstehen, wie DeFi-Tresore funktionieren, bevor eine breitere Nutzung in Betracht gezogen wird. Die Bank möchte zudem vermeiden, dass Risiken auf ihre übergeordnete Plattform übergreifen.
Dies macht das Digital Asset Lab für Testzwecke wichtig. Es bietet der Bank einen kontrollierten Rahmen, um das Verhalten dieser Systeme zu untersuchen. Die Bank kann zudem prüfen, wie Zahlungen mit Stablecoins und anderen digitalen Vermögenswerten in zukünftige Finanzdienstleistungen integriert werden könnten. Bemerkenswert ist, dass die Tests von den Kernsystemen getrennt bleiben.
Morgan Stanley erweitert seine Pläne im Bereich digitale Vermögenswerte
Die Einrichtung des „Digital Asset Lab“ erfolgt vor dem Hintergrund, dass Morgan Stanley sein Geschäft mit digitalen Vermögenswerten weiter ausbaut. Die Bank bereitet zudem vor, noch in diesem Jahr den Handel mit Kryptowährungen über E*Trade anzubieten. Der Schritt mit E*Trade ist ein weiterer Baustein in den umfassenden Plänen von Morgan Stanley im Bereich der digitalen Vermögenswerte. Er geht zudem einher mit den Forschungsaktivitäten der Bank zu Blockchain-basierten Finanzinstrumenten.
Zahlungen mit Stablecoins, tokenisierte Einlagen und andere digitale Vermögenswerte können sich anders verhalten als herkömmliche Finanzprodukte. Morgan Stanley nutzt nun sein Forschungslabor, um diese Unterschiede zu untersuchen. Die Bank befasst sich zudem mit digitalen Zentralbankwährungen und tokenisierten Geldmarktfonds. Diese Tests decken mehrere Bereiche der digitalen Finanzwelt ab und beschränken sich nicht auf eine einzige Anlageklasse.
Der Fokus auf DeFi-Vaults erweitert die Forschungsarbeit um eine weitere Ebene. Morgan Stanley möchte sowohl deren mögliche Anwendungsbereiche als auch deren Risiken verstehen. Derzeit dient das Digital Asset Lab als Testumgebung. Die Bank hat nicht erklärt, dass jede der getesteten Technologien in ihr Dienstleistungsangebot aufgenommen wird.
Stattdessen bietet das Labor Morgan Stanley ein kontrolliertes Umfeld für Lernprozesse. Dazu gehört auch die Untersuchung von Zahlungen mit Stablecoins, ohne die Hauptsysteme der Bank diesen Experimenten auszusetzen. Im Zuge der technologischen Weiterentwicklung könnte die Forschung der Bank dabei helfen, zu entscheiden, welche Instrumente im Bereich digitaler Vermögenswerte auf den Finanzmärkten ihren Platz haben.






