Wichtige Einblicke:
- JPMorgan stellt das US-Krypto-Gesetz in den Mittelpunkt seines Ausblicks für digitale Vermögenswerte.
- Die Gesetzgeber sind sich uneinig über die Belohnungen für Stablecoins, was zu einer Verzögerung der allgemeinen Marktregeln führt.
- Im Oktober 2024 erreichte Bitcoin seinen Höchststand bei $126.000, wird aber derzeit auf einem niedrigeren Niveau gehandelt.
Das US-Kryptogesetz ist die entscheidende Variable, die die Aussichten für digitale Vermögenswerte in der zweiten Jahreshälfte bestimmt. Die Analysten von JPMorgan sind der Meinung, dass nicht die Preisdynamik, sondern die regulatorische Klarheit darüber entscheiden wird, ob institutionelle Anleger einsteigen.
Bitcoin wurde kürzlich unter $70.000 gehandelt, nachdem er im Oktober 2024 seinen Höchststand bei $126.000 erreicht hatte. Diese Rallye schwächte sich ab, als sich die Spekulationsströme abkühlten.
Laut Bloomberg betrachtet JPMorgan das US-Krypto-Gesetz als das fehlende strukturelle Element. Wenn es bis Mitte des Jahres verabschiedet wird, könnte es die jahrelange durchsetzungsorientierte Aufsicht durch definierte Regeln ersetzen. Für große Vermögensverwalter ist das Compliance-Risiko nach wie vor das größte Hindernis. Ein klares Gesetz würde diese Kalkulation schnell ändern.
In der Zwischenzeit zogen Spot Bitcoin ETFs innerhalb weniger Monate Milliarden an. Analysten glauben, dass dieselbe Dynamik auch bei einer breiteren Marktreform im Zusammenhang mit dem US-Kryptogesetz auftreten könnte.
Stillstand im Senat verlangsamt Fortschritt des US-Krypto-Gesetzes
Das Repräsentantenhaus hat den Clarity Act gebilligt, aber die Verhandlungen im Senat sind weiterhin festgefahren. Die Gesetzgeber sind sich uneins über die Belohnungsmechanismen für Stablecoins. Die Debatte dreht sich darum, ob Handelsplattformen Anreize zum Halten von Stablecoins bieten können.
Die Banken behaupten, dass diese Art von Anreiz den Abfluss von Einlagen erhöhen könnte. Kryptowährungsunternehmen argumentieren, dass Einschränkungen die etablierten Unternehmen begünstigen würden. Dieser Konflikt hat die endgültige Verabschiedung der US Crypto Bill Plattform verzögert. Die Treffen zwischen Führungskräften der Börsen, Bankengruppen und Beamten des Weißen Hauses gehen weiter.
Mit dem im Juli unterzeichneten Genesis Act wurde eine föderale Stablecoin-Struktur geschaffen. Er ließ jedoch Lücken bei den Renditen und den Anreizen für die Plattformen. Diese unvollendeten Probleme erschweren nun eine größere Marktreform. Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, zog im Januar seine Unterstützung für einen Entwurf zurück, was zu neuen Gesprächen führte. Später signalisierte er Fortschritte, obwohl es noch keine Einigung gab.

Es gibt noch einen anderen Weg der Unsicherheit durch politische Spaltungen. Mehrere demokratische Senatoren haben es versäumt, sie zu unterstützen, solange es keinen Kompromiss gibt. Die Prognosemärkte zeigen eine wechselnde Wahrscheinlichkeit an, dass das US-Kryptogesetz in diesem Jahr verabschiedet wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung in diesem Jahr ist kürzlich wieder gestiegen, nachdem sie von rund 90% auf fast 44% gesunken war.
Warum ist das US-Kryptogesetz für Institutionen wichtig?
Die These von JPMorgan bleibt bedingt gültig. Ohne die Verabschiedung des US-Krypto-Gesetzes wird die regulatorische Unklarheit fortbestehen. Die Renten und Stiftungsgelder können ohne Klarheit über die Einhaltung der Vorschriften nicht sinnlos ausgegeben werden. Sie werden eher durch Rechtsunsicherheit als durch Volatilität abgeschreckt.
Wenn das US-Krypto-Gesetz in Kraft tritt, würde es die Regeln für die Marktstruktur formalisieren. Es würde die Verantwortlichkeiten für die Aufsicht und die Standards für die Einhaltung der Vorschriften festlegen. Analysten sagen, dass die Verschiebung die Krypto-Regulierung durch die Durchsetzung beenden könnte. Markthändler und Depotbanken würden bessere Betriebsdefinitionen erhalten.
Bitcoin hat Auswirkungen, die über Bitcoin hinausgehen. Die Tokenisierung von realen Vermögenswerten könnte durch die Einhaltung von festen Regeln beschleunigt werden. Custody-Dienstleistungen werden zunehmen, wenn sich die Compliance-Struktur stabilisiert. Die Unterstützung durch die Gesetzgebung ist bei institutionellen Desks vor der Skalierung des Betriebs häufig.
Das Marktgeschehen spiegelt diese abwartende Haltung wider. Die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen stieg kürzlich auf $2,24 Billionen, ein Plus von $32 Milliarden. Der schwache Dollar unterstützte den Aufschwung. Bitcoin erreichte die Marke von 65.000 $, während Ethereum sich der Marke von 1.860 $ näherte. XRP erholte sich ebenfalls in Richtung 1,38 $.
Analysten warnen jedoch davor, dass die Konsolidierung trotz positiver Schlagzeilen anhalten kann. Matt Hougan, CIO von Bitwise, merkte an, dass sich Tiefs bilden, wenn das Interesse nachlässt, nicht wenn der Optimismus seinen Höhepunkt erreicht. Eine Preisstabilisierung allein ist noch kein Beweis für eine strukturelle Veränderung. Die Dauerhaftigkeit hängt oft von der politischen Umsetzung ab.
JPMorgan weist kaum auf spekulative Katalysatoren ohne tatsächliche Katalysatoren hin. Die Bedeutung, die die Institutionen dem Krypto-Gesetz in den USA beimessen, zeigt, welche Bedeutung die Institutionen der Regulierung beimessen. Wenn es den Gesetzgebern gelingt, den Stablecoin-Graben zu überwinden, könnte es nicht lange dauern, bis sich die Stimmung ändert.






